Grundschulen in der Krummhörn Schweigen über bisherige Analyse-Ergebnisse
Wie soll es mit den Grundschulen und Kitas in der Gemeinde Krummhörn weitergehen? Die ersten Ergebnisse der Bedarfsanalyse liegen vor, aber mit Details tun sich die Beteiligten schwer.
Krummhörn - Es bleibt spannend: Die sogenannte Bedarfsanalyse zur Grundschul- und Kita-Situation in der Krummhörn ist auf der Zielgeraden. Am vergangenen Freitag, 13. Januar, gab es eine Info-Veranstaltung mit „begrenzter Teilnehmerzahl“. Sprich: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Was und warum
Darum geht es: Die Bedarfsanalyse zur Bildungslandschaft in der Krummhörn steht kurz vor der Vollendung.
Vor allem interessant für: diejenigen, die mit Grundschulen und Kitas in der Krummhörn zu tun haben.
Deshalb berichten wir: Wir wollten wissen, was bei der ersten Ergebnisvorstellung herausgekommen ist. Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de
Schulverantwortliche (Leitung, Kollegium), Elternvertretung, die Bürgerinitiative zum Erhalt der Grundschule Jennelt, Mitglieder Bildungsausschusses und der Verwaltung sowie das mit der Bedarfsanalyse beauftragte Büro Biregio nahmen laut Einladungsliste an der Veranstaltung teil.
Analyse soll auch Sanierungsbedarf aufzeigen
„Die im Rahmen der Grundlagenermittlung (Prognosen etc.) sowie die gewonnenen Erkenntnisse aus den Vor-Ort-Terminen (Gebäude-/ Raumsituation, Konzepte etc.) werden hier noch einmal detailliert je GS-Standort vorgestellt“, heißt es weiter in einer Übersicht, die der Redaktion vorliegt. Auch ein „abschließender Meinungsaustausch“ sollte möglich gemacht werden.
Details über die Sitzung zu erfahren, gestaltet sich schwierig. So richtig will aus dem Teilnehmerkreis niemand darüber sprechen. Zu erfahren war lediglich, dass es vor allem um Zahlenmaterial gegangen sein soll: Entwicklung Einwohnerzahlen, Prognosen zu Schülerzahlen und so weiter. Auch das tatsächliche Ausmaß der notwendigen Sanierungsmaßnahmen pro Grundschulstandort wurde demnach thematisiert.
Öffentlichkeit bleibt weiter draußen
Das Thema ist aufgeladen, denn auch wenn Jennelt aufgrund der gegründeten Bürgerinitiative und der Vorgeschichte klar im Fokus der Aufmerksamkeit liegt: Im Endeffekt steht jeder Standort auf dem Prüfstand. „Das Gefüge der Einrichtungen in der Gesamtgemeinde und die bisherigen Trends sowie künftige Erwartung an die Entwicklung bzw. Entwicklungsfähigkeit der einzelnen Einrichtung“, würden in der Bedarfsanalyse betrachtet, erklärte Biregio gegenüber dieser Zeitung im November. „Eine wesentliche Grundlage sind freilich die Kinderzahlen, die möglichen Klassen, die pädagogischen Möglichkeiten, die Tragfähigkeiten, die Raumvorhaltungen – alles geht in Abwägungen ein.“
Am 26. Januar soll es, ebenfalls unter Ausschluss von Presse und breiter Öffentlichkeit, erneut eine Vorstellung der Analyse-Ergebnisse geben. „Vorstellung der Bedarfsanalyse einschl. möglicher Standortvarianten sowie der Biregio-Empfehlung, Diskussion“ stehen dann auf dem Plan.
Öffentliche Vorstellung am 9. Februar
Die Gemeindeverwaltung hält sich auf Nachfrage bezüglich der konkreten Inhalte der Informationsveranstaltung bedeckt – und verweist auf die nicht-öffentliche Natur der Veranstaltung. Genaue Informationen über den Inhalt des Abends werden auf Nachfrage nicht mitgeteilt. Allerdings bestätigt die Verwaltung, dass vor der öffentlichen Vorstellung der Ergebnisse ein weiteres Treffen mit den direkt beteiligten Akteuren geben wird.
„Am 9. Februar steht Biregio auf der Tagesordnung im Bildungsausschuss“, so die Verwaltung. Dann werden die Ergebnisse erstmals öffentlich vorgestellt. Dann ist es an der Politik, die entsprechenden Beschlüsse zu fassen. Dass dies schon im März, bei der ersten Ratssitzung des Jahres passiert, ist nicht sicher. Der Ratsvorsitzende Heiko Ringena (FBL) rechnet aber mit einer Entscheidung bis zum Sommer, wie er jüngst im Gespräch mit dieser Zeitung sagte.
Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Grundschule Jennelt plant derweil aktuell keine weiteren Aktionen, wie Jutta Lerche-Schaudinn, die frühere Rektorin der Grundschule, auf Nachfrage mitteilt. Man wolle zunächst die zweite nicht-öffentliche Vorstellung abwarten und sich dann vor der Sitzung des Bildungsausschusses zusammensetzen.