Jahresausblick auf Hinte  Viele Förderzusagen und Spuren aus der Vorzeit

| | 19.01.2023 15:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Uwe Redenius blickt zuversichtlich auf das neue Jahr. Foto: Hock
Uwe Redenius blickt zuversichtlich auf das neue Jahr. Foto: Hock
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Im Interview schaut Hintes Bürgermeister Uwe Redenius auf das neue Jahr. Unter anderem geht es um Förderzusagen und um Neuigkeiten zu archäologischen Funden.

Hinte - Der erste Monat des neuen Jahres ist schon halb rum und der Betrieb in den ostfriesischen Rathäusern ist nach der Weihnachtspause wieder richtig angelaufen. Ein guter Zeitpunkt, um mit Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) einen ersten Blick auf das zu werfen, was 2023 in seiner Gemeinde wichtig wird.

Herr Redenius, Ihre Top 3-Themen für 2023?

Uwe Redenius: Wir haben im vergangenen Jahr überragend viele Förderzusagen bekommen. Top 1 ist für mich jetzt der Sielweg. Da gab es am vergangenen Freitag die erste Baubesprechung, das geht jetzt zeitnah los. Ich rechne mit spätestens März, dann könnten wir es dieses Jahr abschließen. Den Sielweg habe ich schon als Abiturient immer benutzt, der ist seitdem nicht besser geworden.

Priorität oder Top 2 ist die Sportanlage Bleskeweg. Die Tartanbahn können wir nur in der wärmeren Jahreszeit machen. Top 3 ist dann die Dreifachhalle, die zu einer Sportbegegnungsstätte umgebaut wird. Da fangen wir jetzt an zu planen. Da freuen sich auch viele drauf, darauf werde ich aus Vereinen oft angesprochen.

Das sind jetzt alles Dinge, die schon vor 2023 angestoßen wurden. Gibt es etwas ganz Neues?

Redenius: Ganz neu, weiß ich nicht. Nach dem Sielweg wollen wir den Krummen Weg in Angriff nehmen. Der ‚begegnet‘ mir in vielen Gesprächen. Parallel arbeiten wir auch noch an anderen Straßen. Wir wollen natürlich auch das Neubaugebiet Meedeland entwickeln. Aber dieses Jahr ist, wenn man so will, geprägt in Abarbeitung. Ich hoffe, dass die Fachabteilungen dafür die Ruhe haben. Denn wir haben viel vor, müssen es aber auch angehen.

Gehört dazu auch der Hinter Kirchgang?

Redenius: Definitiv. Dazu gab es jetzt ein Gespräch mit der Ostfriesischen Landschaft. Die Archäologen haben bei den Untersuchungen tatsächlich was gefunden. Das bedeutet jetzt für das Vorhaben, dass die Archäologie mit einbezogen werden muss. Da sind wir im engen Austausch mit dem Investor, da müssen wir jetzt sehen, wie es weitergeht. Für uns als Gemeinde hat absolute Priorität, dass wir diesen Schandfleck, diese kaputten Gebäude, loswerden.

Top 3-Themen reichen gar nicht, oder?

Redenius: Wir haben so viele Themen, ich könnte noch ganz viele nennen. Lüftungsanlagen für die Grundschulen. Der Jugendplatz, da brauchen wir eigentlich nur noch einen Ort. Es soll etwas dezentraler sein, wir wollen keinen Spielplatz opfern und auch keine Fläche, die bislang der Öffentlichkeit zugänglich ist. Wir tendieren in Richtung Gewerbegebiet. Die Burgmauer muss auch bis zum Sommer fertiggestellt werden und ‚ganz nebenher‘ haben wir ja auch noch das Dorfentwicklungsprogramm.

Wie ist da der Stand?

Redenius: Da trifft sich bald wieder die Strategierunde und auch in den Dörfern wird emsig gearbeitet. Wir wollen dieses Jahr den Dorfentwicklungsplan fertigstellen und möglichst im Herbst erste Förderanträge stellen, so dass wir schon für 2024 Gelder in den Haushalt einstellen können. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Aber auch das ist etwas, wo natürlich Arbeitskraft in unserer eher kleinen Verwaltung gebunden wird. Wir haben noch genug Ideen, aber ich will erstmal, dass die Abarbeitung im Vordergrund steht. Das wird sportlich genug. Dann haben wir aber auch ein paar neuralgische Punkte abgearbeitet.

Wie steht es um die allgemeine Entwicklung der Gemeinde?

Redenius: Wir sind wieder etwas gewachsen, das freut uns natürlich. Daran müssen wir aber auch noch weiter arbeiten. Wir wollen eine lebenswerte Gemeinde sein. Aber wir hatten zum Beispiel einen sehr tollen Weihnachtsmarkt mit den Vereinen organisiert, der gezeigt hat, wie gut die Resonanz ist. Auch die zwei großen Fußballturniere haben das gezeigt. Die Vereine in der Gemeinde sind sehr aktiv. Darauf können wir stolz sein. Hinte bringt viel auf die Beine, auch so etwas wie das Kuhzifest ist da ein Beispiel. Wir haben tolle Grundschulen und Kitas, die IGS. Wir müssen jetzt versuchen, weiter Wohnraum zu schaffen – gerade für Senioren.

Und das Finanzielle?

Redenius: Da sind wir auf einem guten Weg. Wir haben es erstmals geschafft, den Haushalt für das aktuelle Jahr schon im Jahr zuvor zu beschließen. Das wollen wir beibehalten, dadurch werden wir handlungsfähiger. Jetzt ist die Entschuldungshilfe ausgelaufen. Im vergangenen Jahr haben wir auch noch eine sehr gute beantragte Bedarfszuweisung erhalten. Wir arbeiten auch weiter daran, dass wir mehr Gewerbe ansiedeln können.

Wollen Sie eine erneute Entschuldungshilfe?

Redenius: Ja, wir wollen es zumindest versuchen. Bei der bisherigen Entschuldungshilfe haben wir alle Bedingungen erfüllt und wir sind auf einem sehr guten Weg, dass wir wieder ganz allein auf eigenen Beinen stehen können. Noch sind wir aber nicht an diesem Punkt.

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