Traditionshaus im Fischerdorf  Was wird aus alter Greetsieler Teestube?

| | 07.02.2023 07:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Gemeinde Krummhörn will „Poppinga‘s Alte Bäckerei“ weiterhin verkaufen. Der Idee eines Betriebs durch einen Verein erteilt die Bürgermeisterin aber eine Absage. Archivfoto: Wagenaar
Die Gemeinde Krummhörn will „Poppinga‘s Alte Bäckerei“ weiterhin verkaufen. Der Idee eines Betriebs durch einen Verein erteilt die Bürgermeisterin aber eine Absage. Archivfoto: Wagenaar
Artikel teilen:

Der geplante Verkauf von „Poppinga‘s Alte Bäckerei“ ist gescheitert. Die Gemeinde Krummhörn will die Immobilie weiterhin loswerden, aber unter anderen Vorzeichen.

Greetsiel - Bis zu ihrer Schließung vor gut zwei Jahren zählte Poppingas Alte Bäckerei in Greetsiel zu den bekanntesten Teestuben Ostfrieslands, in der auch schon Prominente wie Thomas Gottschalk, Peter Maffay und Henri Nannen zu Besuch waren. Jüngst wurde bekannt, dass es mit einem geplanten Verkauf doch nichts wird. Jetzt hat Krummhörns Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) erklärt, wie es weitergehen soll.

Die Gemeinde, der das Gebäude gehört, möchte weiterhin verkaufen. „Wir werden das Gebäude erneut zum Kauf ausschreiben, die Ausschreibung aber anders formulieren“, so Looden. Man wolle auf die Formulierung, dass das Gebäude nach dem Verkauf weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich sein soll, verzichten.

Kein Mindestgebot mehr

Die Formulierung, so der Eindruck von Looden und der Verwaltung, sei wahrscheinlich abschreckend und irreführend gewesen. „Wenn da jemand ein Geschäft drin eröffnet, sind die Räume ja auch der Öffentlichkeit zugänglich“, so die Bürgermeisterin.

Aber nicht nur die Formulierung soll geändert werden. Auch von einem Mindestgebot will die Gemeinde absehen. Zuvor lag dieses bei 600.000 Euro, das sei aber aufgrund der aktuellen Marktentwicklung „nicht mehr angebracht“, so Looden auf der Jahres-Pressekonferenz.

Neue Ausschreibung „zeitnah“

Die Gemeinde setze aber weiterhin auf private Investoren. Diese müssten auch weiterhin ein „kleines Konzept“ für die Zukunft von „Poppinga‘s Alte Bäckerei“ mit dem Kaufgesuch einreichen. Eine eindeutige Absage erteilt die Bürgermeisterin Szenarien wie dem symbolischen Verkauf des Gebäudes an einen Verein oder ähnliches, der dann die Teestube betreibt. Auch ein Modell wie beispielsweise bei der Manningaburg, die von einem Verein bewirtschaftet wird, aber der Gemeinde weiterhin gehört, wolle man für die ehemalige Teestube in Greetsiel nicht anstreben.

Bei der vorausgegangenen Ausschreibung waren laut Looden genau zwei Konzepte und Angebote eingegangen. Die erneute Ausschreibung will die Gemeinde „zeitnah“ veröffentlichen. Das historische, denkmalgeschützte Gebäude muss in Teilen saniert werden. Für den Weiterbetrieb einer Teestube müsste eine neue Konzession erteilt werden.

Ähnliche Artikel