Was Sie heute wissen müssen Faktencheck zu Sterbefällen | 50 Jahre Kinderschutzbund | Zukunft für Stullen-Schmieden
Das Wichtigste aus der Region, jeden Morgen um 6.26 Uhr zusammengefasst von der Chefredaktion der Ostfriesen-Zeitung.
Aus einer Idee wurde eine Institution: Der Kinderschutzbund Leer konnte an diesem Sonntag sein 50-jähriges Bestehen feiern. Meine Kollegin Katja Mielcarek hat aus diesem besonderen Anlass mit Horst Milde gesprochen, der die Einrichtung damals als Bürgermeister der Stadt Leer ins Leben gerufen hat. Er wollte Kinder nicht einfach aus schwierigen Verhältnissen herausreißen und ins Heim stecken, sondern den Familien helfen, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Katja hat auch mit Antje Hoß gesprochen, die vier Jahrzehnte lang das Kinderschutzhaus geleitet hat und mit ihren Erzählungen deutlich macht, wie wichtig diese Arbeit für viele kleine und große Menschen war und auch heute noch ist. Eine neue Herausforderung seien Flüchtlingskinder: „Die sitzen verängstigt unter dem Tisch, wenn irgendwo was knallt, oder simulieren mit Knete fallende Bomben“, so Hoß. „Das zu sehen, tut richtig weh.“ Lesen Sie hier einen Artikel, der nicht nur Probleme aufzeigt, sondern auch Mut macht, diese anzupacken. Auch im Kleinen kann man Gutes tun.
Von einem anderen Jubiläum berichtet meine Kollegin Vera Vogt: Vor 200 Jahren wurden Leer die Stadtrechte verliehen. Das soll - unter anderem - mit einem Altstadtfest am 3. Juni gefeiert werden. Man darf sich auf ein „quirliges Markttreiben des 17. und 18. Jahrhunderts“ freuen, wie die Organisatoren verraten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Zehn Euro Bußgeld für volle Teller: Das sollen Gäste im Restaurant Fang in Rhauderfehn zahlen. Der Artikel von Clarissa Scherzer (hier zu finden) sorgte für reichlich Gesprächsstoff und wurde inzwischen auch von überregionalen Medien aufgegriffen. Was sagt Restaurantchef Da Fang Ye zu so viel Aufmerksamkeit und wie reagieren seine Gäste? Das wollte Clarissa jetzt wissen.
Von einem Anstieg der Sterbefälle in der Region konnten Behörden und Bestatter meinem Kollegen Claus Hock kürzlich berichten. Seinen Artikel können Sie hier nachlesen. Worauf diese auch bundesweit zu verzeichnende Entwicklung zurückzuführen ist, wollten daraufhin einige Leser meinem Kollegen erklären: auf die Corona-Impfungen beziehungsweise auf Impf-Aids. Claus machte daraufhin das, was in dem Milieu dieser Leser wohl eher unpopulär ist: einen Faktencheck. Das Ergebnis finden Sie hier. Sie erfahren in dem Text auch, welche Faktoren wohl wirklich eine Rolle spielen.
Nach dem Abitur ging es an die Uni. Oder erstmal ein Jahr ins Ausland - und dann an die Uni. So war es bei mir und den meisten Abiturienten meines Jahrgangs. Eine Ausbildung machen? Kam für die wenigsten in Frage. Das war nicht nur bei uns vor mehr als 20 Jahren so, sondern auch bei den Jahrgängen, die nach uns kamen. Industrie und Handwerk beklagten die Akademisierung der Gesellschaft. Nun machen offenbar immer mehr Abiturienten eine Ausbildung. Nikola Nording fragt nach: Ist die Trendwende geglückt oder trügt der Schein?
So richtig Appetit auf ein solides Butterbrot hat mir Ole Cordsen mit seinem Artikel über Martin Kienitz gemacht. Der 33-Jährige ist Inhaber einer IT-Firma in Luzern. Was der nun mit meinem Frühstück zu tun hat? Der Unternehmer ist seit einigen Tagen auch Investor in Wiesmoor - und beschert der dort ansässigen „Strandstulle“ eine Zukunft. Deren Dachgesellschaft in Norden hatte Insolvenz angemeldet, und auch die kleine Sandwich-Schmiede in der Blütenstadt war in unruhiges Fahrwasser geraten. Ole berichtet, was Kienitz und sein Team in Wiesmoor planen, er hat mit der Insolvenzverwalterin über die Lage der Dachgesellschaft und weiterer Stullen-Läden in der Region gesprochen - und er hat Fotos gemacht, die mich jetzt zum Bäcker eilen lassen.
Was heute wichtig wird:
- Die Feuerwehrtechnische Zentrale im Landkreis Leer wird sehnlichst erwartet. Nun gibt es neue Details. Nikola Nording berichtet.
- Gebhard Heinken blickt reumütig auf seine Zeit als Gärtner in den 1980er Jahren zurück. Anstatt schädliche Insekten möglichst effektiv zu töten, setzt er sich heute als ehrenamtlicher Insektenlotse für naturnahe Gärten und damit für die Zukunft seiner Enkel ein. Das soll auch in Bunde Schule machen. Tatjana Gettkowski hat mit ihm gesprochen.
- Die zwölfjährige Romy aus Emden hat im vergangenen Jahr beim sogenannten Zweitzeugen-Projekt einen Brief an eine Holocaust-Überlebende geschrieben. Nun hat sie Antwort bekommen von deren Sohn – der nebenbei Professor für Geschichte ist. Rieke Heinig erklärt, was es mit dem Projekt auf sich hat.
- Die Vereinigung zur Erhaltung der Greetsieler Zwillingsmühlen hält weiter an ihrem Ziel fest: Im Sommer 2024 sollen sich auch die Flügel der roten Mühle wieder drehen. Michael Hillebrand hat nachgefragt, was dafür alles passieren muss.
- Der Bangmaker – auf Hochdeutsch: die Vogelscheuche – lebt: Karin Lüppen geht der Frage nach, wie man Krähen aus dem Garten vertreiben kann.
- Die Gemeinde Hinte ist gewachsen. Claus Hock wirft einen Blick auf die Entwicklung der Einwohnerzahlen.