Millionen-Projekt  Plötzlich geht es schnell – kommt jetzt ein großes Hotel für Greetsiel?

| | 15.02.2023 15:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Jetzt soll über den Stand der Planungen für das lang diskutierte Jufa-Hotel in Greetsiel informiert werden. Das Hotel soll nahe des früheren Bauamtes für Küstenschutz an der Straße Zur Hauener Hooge entstehen. Foto: Wagenaar/Archiv
Jetzt soll über den Stand der Planungen für das lang diskutierte Jufa-Hotel in Greetsiel informiert werden. Das Hotel soll nahe des früheren Bauamtes für Küstenschutz an der Straße Zur Hauener Hooge entstehen. Foto: Wagenaar/Archiv
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Lange war es ruhig um das Jugend- und Familienhotel, das in Greetsiel gebaut werden soll. Jetzt plötzlich gibt es eine Infoveranstaltung – und kurz darauf tagt die Politik.

Krummhörn - In Greetsiel soll ein neues Jugend- und Familienhotel gebaut werden. Darüber soll jetzt informiert werden.

Zum Hintergrund: Seit längerer Zeit sind die Gemeinde Krummhörn und die österreichische Jufa-Gruppe mit Sitz in Graz darüber in Gesprächen. Entstehen soll das Haus nahe des früheren Bauamtes für Küstenschutz an der Straße Zur Hauener Hooge. Von acht Millionen Euro Investitionskosten war vor der Corona-Pandemie die Rede. Bis zu 100 Betten sollte der Neubau beherbergen.

Seit mehreren Jahren in Planung

Ende 2017 gab der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Krummhörn grünes Licht für die „Konzeptentwicklung zum Bau des Jugend- und Familienhotels“, berichtete diese Zeitung. Anfang 2018 war dann klar, dass die österreichische Firma Jufa das Hotel realisieren und betreiben soll. Die Jufa-Gruppe wurde vor 26 Jahren von Gerhard Wendl gegründet. Mittlerweile, Stand vergangenes Jahr, gibt es insgesamt 57 Jufa-Häuser in vier Ländern.

Lange war es sehr still um das Vorhaben geworden. Anfragen an die Jufa-Gruppe blieben unbeantwortet, auch die Gemeindeverwaltung hielt sich bedeckt. Aber offenbar ist man weitergekommen. Nicht nur gibt es jetzt einen Termin zur öffentlichen Vorstellung der Pläne, sondern auch gleich einen ersten Termin um die notwendige Bauleitplanung zu beschließen.

Erst öffentliche Vorstellung, zwei Tage später Beschluss

Und beide Termine liegen sehr nah beieinander. Am kommenden Dienstag, 21. Februar, will Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) ab 17 Uhr über die Pläne informieren. Die öffentliche Informationsveranstaltung findet in der Grundschule Greetsiel statt. Der Geschäftsführer und Gründer der Jufa-Gruppe, Gerhard Wendl, wird per Video aus Graz zugeschaltet sein, wie es in der Mitteilung heißt.

Die endgültige Entscheidung über den Neubau eines Jugend- und Familienhotels – kurz Jufa – steht noch aus. Was 2017 beschlossen wurde, war nur die Konzeptentwicklung. Jetzt steht das Thema „Bauleitplanung in der Gemeinde Krummhörn – Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan für die Errichtung eines Jugend- und Familienhotels (JUFA)“ aber schon auf der politischen Tagesordnung. Genauer: Bereits zwei Tage nach der ersten öffentlichen Vorstellung der aktuellen Pläne soll der Infrastruktur- und Planungsausschuss der Gemeinde erstmals über die Aufstellung des Bebauungsplanes entscheiden. Die Sitzung beginnt am Donnerstag, 23. Februar, um 18.30 Uhr im Sitzungszimmer im Rathaus.

Erschließung soll rund 2 Millionen Euro kosten

Dem Lageplan aus den Sitzungsunterlagen ist zu entnehmen, dass das Hotel nordöstlich von Greetsiel entstehen soll. „Der geplante Standort befindet sich zwischen Deichlinie und der Straße Zur Hauener Hooge“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Auch erste Details zum geplanten Aussehen Hotel sind der Sitzungsunterlage zu entnehmen. Demnach sollen die Gebäude „ähnlich eines Gulfhofes“ gestaltet werden, damit sich „die Anlage optisch in das Landschaftsbild einfügt“. Für die Erschließung des Geländes muss die Gemeinde die Straße Zur Hauener Hooge ausbauen und anders an die Hafenstraße anschließen. Wie dieser Anschluss aussehen soll, sei noch „in Klärung“. Außerdem müssen laut Vorlage ein Schmutzwasserkanal und eine Pumpstation ausgebaut und verschiedene Leitungen erneuert werden. Die Gemeinde rechnet mit „Kosten zur Bauleitplanung und Erschließung“ von 2 Millionen Euro, die von der Gemeinde zunächst investiert werden müssen.

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