Neues Angebot Sandplatz in Pewsum soll zum Treffpunkt werden
Eine Gruppe will in Pewsum ein neues Angebot für Krummhörner verschiedener Altersklassen schaffen. Schwimmbad und Jugendhaus sollen mit einbezogen werden.
Pewsum/Krummhörn - Es kommt nicht häufig vor, dass sich jemand in einer Sitzung des Krummhörner Gemeinderates „auszieht“. Doch Jochen Risto, Leiter der Schwimmsparte des TuS Pewsum, wollte am Donnerstagabend ein Zeichen setzen. Er zog auch nur seinen Pullover aus – und zeigte ein T-Shirt auf dem groß stand „Wir sind Krummhörn“.
Was und warum
Darum geht es: erste Ideen für einen Mehrgenerationenplatz in Pewsum.
Vor allem interessant für: diejenigen, die sich für die Entwicklung von Angeboten, vor allem für Jugendliche und Kinder, in der Gemeinde Krummhörn interessieren.
Deshalb berichten wir: Am Rande einer Vorstellung zum Udo-Solick-Bad überraschte Schwimmbadvorstand Jochen Risto mit einem besonderen T-Shirt und einer besonderen Werbung. Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de
Was das mit dem bislang kaum genutzten Platz hinter dem Udo-Solick-Bad und dem Jugendhaus in Pewsum zu tun hat? Hier soll ein Mehrgenerationenplatz entstehen, ein Ort, der Jung und Alt zur Verfügung stehen soll. „Der ist zwar in Pewsum angelegt, aber für alle Krummhörner gedacht“, so Risto am Freitag nach der Sitzung gegenüber dieser Zeitung.
Zwei ähnliche Ideen treffen aufeinander
Schwimmsparte und Schwimmbadvorstand sind schon lange bemüht, ihre Angebote für die ganze Krummhörn zu denken, auch wenn man in Pewsum ansässig ist. Dies biete sich, so Risto in der Vergangenheit, auch unter anderem deswegen an, weil die IGS, die von Schülern aus der gesamten Gemeinde und auch aus Hinte besucht wird, direkt neben dem Schwimmbad liegt. Die Jugendarbeit ist es auch, die der Schwimmsparte besonders am Herzen liegt.
„Die Idee, den Sandplatz hinter dem Schwimmbad zu nutzen, hatten wir schon länger“, sagt Risto am Freitag. Man hatte vor, unter anderem eine Außendusche und ein Fußbecken zu installieren, um im Sommer Kindern und Jugendlichen den Übergang und die Nutzung von Hallenbad und Außenbereich zu ermöglichen. Und nach dieser Idee kamen dann die „glücklichen Zufälle“, die es manchmal braucht.
Nicht nur für Kinder und Jugendliche
Denn der Schwimmbadvorstand besteht aus Mitgliedern des TuS Pewsum, der Politik, der Touristik und der Verwaltung. Aus der Politik sitzen Nadine Booken (SWK) und Niklas Baumann (SPD) im Schwimmbadvorstand. Und alle wollen die Idee eines Mehrgenerationenplatzes für Pewsum vorantreiben und entwickeln. So kam zusammen, was vielleicht zum Erfolg führen könnte.
Der Schwimmbadvorstand engagiert sich in der vom Bildungsausschuss der Gemeinde gebildeten Arbeitsgruppe für die Planungen des Mehrgenerationenplatzes. Neben der Politik ist hier unter anderem auch der Gemeindejugendpfleger Christian Behringer vertreten. Plan ist es dem Vernehmen nach, dass mit Schwimmbad, Jugendhaus und dem umgenutzten Platz ein neues Angebot entsteht, welches zwar Kinder und Jugendliche stark im Fokus hat, aber eben auch von anderen Generationen genutzt werden kann.
Erste Ideen wurden bereits entwickelt
Von einem „Aushängeschild“ war hier zwischenzeitlich schon die Rede. Von einem Platz, der auch älteren Jugendlichen zum Beispiel eine Alternative zum Treffen auf dem Marktplatz bieten soll. Der aber auch Spielmöglichkeiten für kleinere Kinder bietet und nun eben auch mit Angeboten im Schwimmbad und im Jugendhaus kombiniert werden könnte.
Könnte vor allem deshalb, „weil wir noch ganz am Anfang der Planungen stehen“, so Risto. Die Arbeitsgruppe habe sich schon zweimal getroffen und es gab auch einen Workshop mit rund 20 Jugendlichen, in denen erste Ideen abgefragt und entwickelt wurden. Ein weiterer, der auch offen für andere Altersgruppen ist, soll laut Risto am 24. März stattfinden. „Beim ersten Workshop haben wir zusammen mit Partnerschaft für Demokratie mit einem externen Moderator unter anderem Videos erstellt“, erzählt Risto. Mit diesen von Jugendlichen und für Jugendliche gemachten Videos soll nun auch Werbung für die nächste Veranstaltung gemacht werden.
Politik unterstützt Projekt grundsätzlich
Wie genau der Platz gestaltet wird, ist also noch offen. Fest stehe nur, dass man ein Gesamtkonzept Platz-Schwimmbad-Jugendhaus wolle – und dass man das Ganze als Krummhörner Projekt verstanden wissen will. „Wir treten bewusst als Schwimmbadvorstand auf“, so Risto. „Und nicht als Vertreter vom TuS, der Politik und der Verwaltung.“
So entstand auch bei Risto spontan die Idee für das T-Shirt, das er erst kurz vor der Ratssitzung drucken ließ: „Wir sind Krummhörn“. Die Politik hatte in der Vergangenheit bereits 25.000 Euro für die Planungen auf den Weg gebracht.