Erklärung der Bedarfsanalyse Diese Schlüsse zieht Biregio für die Krummhörner Kitas
Was von der Gemeinde veröffentlicht wurde, ist nur ein Teil der Bedarfsanalyse zur Bildungslandschaft in der Krummhörn. Die Schlussfolgerungen von Biregio fehlen.
Krummhörn - Nicht alle Schlussfolgerungen, die die Firma Biregio aus der Analyse der Kitas zieht, sind in den veröffentlichten Dateien ersichtlich. Diese Zeitung hatte schon ausführlich über diese Schlussfolgerungen berichtet.
Dennoch noch einmal in Kurzform, welche Empfehlungen Biregio schlussendlich auf den Klausurtagungen ausgesprochen hat. Diese Empfehlungen sind nicht bindend, die Politik ist frei in dem, was sie entscheidet.
Welche Kitas haben schlechte Zukunftsaussichten?
Das sind vor allem die Kitas in Greetsiel, Manslagt und Uttum im Gemeindenorden sowie Groothusen und die Kita Loquard, nicht die im Gulfhof, im Süden. Diesen Kitas bescheinigt Biregio fehlendes Entwicklungspotenzial.
Das führt zu einer Nord-Süd-Konfliktlage, weil die Grundschulen mit möglichen Erweiterungsflächen würden vor allem im Süden liegen: in Jennelt, Pewsum und in Woquard.
Was folgt daraus?
Da auch einige der „sichereren“ Standorte wie Eilsum, Jennelt, Pewsum, Pilsum und Visquard aufgrund der Gebäudezustände den Gutachtern nur als „bedingt erhaltenswert“ erscheinen, empfiehlt Biregio eine Zusammenfassung einzelner Standorte zu größeren Einrichtungen.
Biregio empfiehlt hier nachdrücklich, Grundschulen und Kitas zusammenzudenken.
Was könnte zusammengefasst werden?
Biregio schlägt eine zentrale Kita im Norden und eine im Süden der Gemeinde vor. So könnte, wenn die Grundschule Greetsiel aufgegeben wird, hier ein Umbau zu einer größeren Kita mit vier Gruppen erfolgen. Die neue Kita Greetsiel würde dann sowohl den bisherigen Kita-Standort im Fischerdorf ersetzen als auch die Kitas Manslagt und Uttum.
Eine weitere zentrale Kita mit fünf Gruppen schlägt das Gutachten für den Gemeindesüden vor. Hier könnte, wenn die Grundschule Loquard aufgegeben wird, der Gulfhof rein als Kindertagesstätte genutzt werden. Die zweite Kita in Loquard könnte dann ebenso aufgegeben werden wie die Kita Groothusen.
Bei den Gruppenangaben werden Krippen- und Kindergartengruppen zusammengefasst.
Was soll das kosten?
Verlässliche Kostenschätzungen kann es ohne konkrete Pläne nicht geben. Aber Biregio hat auf den Klausurtagungen dennoch grobe Bereiche ausgegeben, was die Schlussfolgerungen kosten könnten.
Sanierung und Umbau der Grundschule Greetsiel schlägt dann mit knapp 2,5 Millionen Euro zu Buche. Sanierung und Umbau der Grundschule Loquard sieht Biregio im Bereich von 3,1 Millionen Euro.
Die Sanierung der Kitas Eilsum, Jennelt und Pilsum sieht das Gutachten bei insgesamt rund 2,1 Millionen Euro.
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