Die Bedarfsanalyse erklärt  Das sagt Biregio über die Grundschulen der Krummhörn

| | 09.03.2023 17:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Zahl der Grundschüler in der Gemeinde Krummhörn soll, nachdem sie in den letzten Jahren stark gesunken ist, wieder steigen. DPA-Symbolfoto: Dittrich
Die Zahl der Grundschüler in der Gemeinde Krummhörn soll, nachdem sie in den letzten Jahren stark gesunken ist, wieder steigen. DPA-Symbolfoto: Dittrich
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Weiter geht es in der Erklärung der Bedarfsanalyse. Dieses Mal: Der Schulentwicklungsplan für die Gemeinde Krummhörn.

Krummhörn - Die kleinsten Grundschulen in der Krummhörn sind die in Loquard und Greetsiel. Die Grundschule Pewsum hingegen besuchen aktuell 45 Prozent der insgesamt 393 Grundschülerinnen und Grundschüler. Den größten Anteil an Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund gibt es mit 32,8 Prozent hingegen in der Grundschule Loquard. Wobei die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund an den Krummhörner Grundschulen insgesamt eher niedrig ist.

Was und warum

Darum geht es: Perspektivisch wird die Zahl der Schüler an den meisten Grundschulen in der Krummhörn steigen.

Vor allem interessant für: Krummhörner, die Kinder haben, die aktuell oder bald in die Schule gehen.

Deshalb berichten wir: Wir erklären die Teile der Bedarfsanalyse, die mittlerweile öffentlich zugänglich sind.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Diese und noch weitere Zahlen hat die Firma Biregio für den Schulentwicklungsplan zusammengetragen. Diese Zeitung fasst, wie schon bei der Kita-Analyse, die wichtigsten Punkte zusammen.

Wie haben sich die Schülerzahlen entwickelt?

Im Vergleich zum Schuljahr 2000/2001 werden im Schuljahr 2021/2022 351 Kinder weniger in den vier Grundschulen der Gemeinde unterrichtet. Das ist fast eine Halbierung der Schülerzahlen. Seit ungefähr 2015 bewegen sich die Zahlen auf diesem Niveau. Die Grundschulen in der Gemeinde Krummhörn scheinen sich „auf einem deutlich niedrigeren Niveau stabilisiert zu haben“, so Biregio.

Am deutlichsten geschrumpft, aber weiterhin größte Schule, ist demnach Pewsum. Die Grundschule fiel aufgrund der Bevölkerungsentwicklung von 2000 bis 2015 von fast 350 Schülern auf knapp unter 200. Aktuell besuchen 175 Schüler die Schule. Dennoch: „Die Gemeinde Krummhörn liegt bei dem relativen Anteil der Kinder pro Jahrgang an der Wohnbevölkerung landesweit im mittleren Bereich.“

Wie werden sich die Schülerzahlen entwickeln?

Im Grunde relativ analog zu den Zahlen an den Grundschulen. Jedoch greifen die ebenfalls mit einbezogenen Wanderungsbewegungen etwas anders. Nachdem die Jahrgangsbreite, also die Zahl der Kinder, die pro Schuljahr eingeschult werden, seit 2016/2017 von 104 auf aktuell 98 gesunken ist, sieht Biregio einen Aufwärtstrend in der Zukunft. „Im Schuljahr 2027/28 könnte die mittlere Jahrgangsbreite in den Grundschulen der Gemeinde Krummhörn - entsprechende Neubautätigkeit vorausgesetzt - bei 110 Kindern (6,2 Züge à 17,9 Schüler/innen pro Klasse) liegen.“

Grundsätzlich auf einem aufsteigenden Ast ist demnach die Grundschule Loquard, für die in den kommenden Jahren steigende Schülerzahlen vorausgesagt werden. Die Grundschule Jennelt wird hingegen ungefähr auf einem gleichbleibenden Niveau gesehen. Pewsum hingegen soll leicht zulegen und die 200er-Marke 2026/2027 wieder überschreiten. Greetsiel hat hingegen mit stark schwankenden Zahlen in der Zukunft zu kämpfen, so das Gutachten.

Dennoch bleibe perspektivisch nur Pewsum über dem Schülermittel, Jennelt meist knapp darüber, die anderen beiden Schulen darunter.

Wie viel Platz wird benötigt?

Perspektivisch muss die Gemeinde Krummhörn insgesamt sechs Klassen pro Jahrgang zur Verfügung stellen. Also nicht an jeder Schule, sondern insgesamt. „Im gesetzlichen Rahmen haben die Grundschulen in ihren jeweiligen Zügigkeiten noch Spielraum“, heißt es im Schulentwicklungsplan. Nur an der Grundschule Jennelt sei die „Rechnung knapp“, da hier der größte Anteil an Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf beschult werden. Diese werden „doppelt angerechnet“. „Somit wird der Klassenteiler früher erreicht. In einzelnen Schuljahren wäre daher mit Mehrklassenbildungen zu rechnen, wenn alle Kinder im Schuleinzugsbereich der GrS Jennelt auch dort aufgenommen werden.“

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