Bedarfsanalyse in der Krummhörn  Hinte würde im Notfall bei Krippen-Misere aushelfen

| | 15.03.2023 08:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In der Gemeinde Hinte ist man bezüglich Kita- und Krippenplätze deutlich entspannter als in der Krummhörn. DPA-Symbolfoto: Skolimowska
In der Gemeinde Hinte ist man bezüglich Kita- und Krippenplätze deutlich entspannter als in der Krummhörn. DPA-Symbolfoto: Skolimowska
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Während man in der Krummhörn über die Zukunft der Kitas diskutiert, ist man in der Nachbargemeinde deutlich entspannter. Sogar so entspannt, dass man ein Einzelfällen sogar aushelfen könnte.

Hinte/Krummhörn - Die Gemeinde Krummhörn hat schon jetzt ein Problem bei der Bereitstellung von Krippenplätze. Aber wie sieht es eigentlich in der Nachbargemeinde Hinte, die finanziell auch noch deutlich schlechter dasteht, aus?

„Wir haben kein Problem“, sagt der Hinteraner Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) gegenüber dieser Zeitung. Das liege daran, dass man seit Jahren seine eigenen Prognosen mache. „Wir schauen sehr genau auf die Geburtenzahlen und auf andere Faktoren“, so Redenius. „Daraus leiten wir dann den Bedarf für die nächsten Jahre ab.“ Das klappe bisher recht gut.

„Wir haben noch Krippenplätze frei“

In der Gemeinde Hinte gibt es insgesamt fünf Kindergärten: Hinte, Osterhusen, Loppersum, Westerhusen, Suurhusen. Die größte Kita ist die in Hinte. Zum Vergleich: In der Krummhörn gibt es zwölf Kindertagesstätten. Insgesamt stehen laut Redenius in Hinte sechs Krippengruppen mit je 15 Kinder zur Verfügung. Im Kindergartenbereich gebe es vier integrative Gruppen je 18 Kinder, sechs Gruppen zu je 25 Kinder und eine Gruppe mit zehn Kindern.

Man prüfe sehr genau, was man brauche, erklärt Redenius. Dazu gehöre auch, dass man regelmäßig mit den Eltern, die Krippenplätze benötigen, in Kontakt stehen. „Wir fragen da direkt den Bedarf ab, auch was Öffnungszeiten angeht“, so der Bürgermeister. Die Kindertagesstätten seien zudem in einem guten Zustand. „Wir haben keinen Sanierungsstau“, sagt Redenius. Auch auf die Ganztagspflicht seien die Einrichtungen vorbereitet.

Tatsächlich habe man aktuell im Krippenbereich noch Plätze frei. Hier könnte sich Redenius durchaus vorstellen diese auch an Krummhörner Eltern zu vergeben, sofern diese nah an der Gemeinde Hinte wohnen. „Grundsätzlich könnten sich auch diese Eltern bei uns bewerben“, sagt er. Aber natürlich müsse zuvor sichergestellt sein, dass wirklich alle Hinteraner, die Bedarf haben, versorgt sind.

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