Neuer Platz in Pewsum Jetzt sind alle Generationen gefragt
In dieser Woche findet ein öffentliches Arbeitstreffen zur Gestaltung eines Mehrgenerationenplatzes statt. Hier können sich alle Interessierten einbringen. Die Jugend hat schon vorgelegt.
Pewsum - Im Januar gab es das erste Treffen und nun sollen schon weitere Interessierte an einen Tisch geholt werden: Beim Mehrgenerationenplatz, der in Pewsum entstehen soll, wird ein gehöriges Tempo an den Tag gelegt. Nun sollen bald noch mehr Interessenten sich einbringen können. Vielleicht ein Vorbild für weitere Projekte?
Diese Frage drängt sich zumindest auf, wenn man den Vertretern des Arbeitskreises zuhört, die die bisherigen Ideen zum Mehrgenerationenplatz nun erstmals der Presse vorgestellt haben. In der Gruppe sitzen Vertreter der Vereine (TuS Pewsum), der IGS Krummhörn-Hinte, der Gemeindejugendpflege und der Politik – und alle zusammen bauen gerade ein Netzwerk auf, um vor allem die zu erreichen, über die alle reden, die aber schwer zu greifen sind: die Jugendlichen.
Erst die Jugend, jetzt alle
Aber auch „ältere Semester“ sollten an dieser Stelle nicht aussteigen, denn: „Es soll ein Platz für alle Generationen werden“, wird immer wieder betont. Dass aktuell, gerade in der Außensicht, der Eindruck entstehe, es ginge nur um Jugendliche, täusche. „Wir haben uns nur zunächst auf diese Gruppe konzentriert, weil wir diese so schlecht erreichen können“, sagte zum Beispiel Jochen Risto.
Risto ist Leiter der Schwimmsparte im TuS Pewsum und einer der Vertreter des Arbeitskreises, der die Ideen vorstellte. Neben ihm waren das am Montag noch Nadine Booken (SWK), Detlef Hillers (TuS Pewsum) und Christian Behringer (Gemeindejugendpfleger).
Interessierte sollen mitgenommen werden
Wie genau der Mehrgenerationenplatz, der nahe der Olympiastraße auf einem bislang brach liegenden Sandplatz hinter Jugendhaus und Udo-Solick-Bad entstehen soll, aussehen wird: noch offen. „Wir wollen da möglichst wenig vorgeben, sondern uns mit allen Interessierten gemeinsam etwas überlegen“, so Booken.
Das war auch für den Arbeitskreis ein Lernprozess. Zu Anfang sei man schon mit ersten Ideen und Wünschen in die Sache gestartet, so Hillers. Nachdem man aber Kontakt zu Ariane Hölscher, einer Fachberaterin für „bewegungsfreudige Freiraumgestaltung“ Kontakt aufgenommen habe, habe man eines schnell gelernt: „Wir müssen ganz anders an die Sache herangehen.“
Öffentliches Treffen am 24. März
Einig sei man sich, dass der Platz sowohl Angebote für Jugendliche als auch für Erwachsene bis ins Seniorenalter bieten soll. Seniorengerechter Sport spiele genauso eine Rolle bei den Überlegungen wie eine Einbeziehung von Jugendhaus und Schwimmbad in die Überlegungen. Der ganze Platz soll gestaltet werden. „Es geht nicht nur darum, welche Geräte man dahin stellt“, so Hillers.
Erste Ideen von Jugendlichen wurden schon geäußert. Diese sollen auch weiter zu Wort kommen, aber nun auch „alle Interessierten“, wie es am Montag hieß. Gelegenheit dafür ist an diesem Freitag, 24. März, ab 16 Uhr in der Mensa der IGS Krummhörn am Bunten Weg in Pewsum. „Es dauert maximal drei Stunden“, so Behringer. Diskutiert werden soll in einem besonderen Format, bei dem mehrere Gruppen unterschiedliche Fragestellungen abwechselnd bearbeiten. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Perspektivisch möchte der Arbeitskreis, der auch schon Kontakt zu anderen Vereinen aufgenommen hat, Fördermittel über das Programm Leader für den Mehrgenerationenplatz einwerben. Dies wolle man schon im April in Angriff nehmen, deswegen halte man am bisherigen Tempo fest. Das Projekt soll allen Krummhörnern zugutekommen, auch wenn es in Pewsum angesiedelt ist.