Neues Angebot  Emder Wochenmarkt hat wieder eine Suppenküche

Claus Hock Heiko Müller
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Von Claus Hock und Heiko Müller
| 24.03.2023 12:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Marion Süßen aus Moormerland bietet jetzt jede Woche zwei Suppen direkt aus der Gulaschkanone auf dem Emder Wochenmarkt an. Foto: Hock
Marion Süßen aus Moormerland bietet jetzt jede Woche zwei Suppen direkt aus der Gulaschkanone auf dem Emder Wochenmarkt an. Foto: Hock
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Einmal die Woche gibt es jetzt wieder heiße Suppe direkt aus der Gulaschkanone auf dem Emder Wochenmarkt. Es ist der dritte Versuch, das Angebot wieder zu etablieren.

Emden - Es war etwas, was viele Wochenmarktbesucher in Emden vermisst haben: die Suppenküche. Doch jetzt gibt es eine gute Nachricht, denn seit Freitag ist die Lücke wieder geschlossen.

Was und warum

Darum geht es: Eine Moormerländerin bietet künftig einmal die Woche heiße Suppe auf dem Emder Wochenmarkt an.

Vor allem interessant für: Wochenmarktbesucher in Emden

Deshalb berichten wir: Am Freitag war sie plötzlich da: die neue Suppenküche auf dem Emder Wochenmarkt.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Marion Süßen aus Moormerland wird künftig einmal die Woche mit ihrer Moormerländer Feldküche Suppen auf dem Emder Wochenmarkt anbieten. Seit August ist die 54-Jährige zusammen mit ihrem Lebensgefährten Thorsten Sluiter mit ihren großen mobilen Suppentöpfen im Geschäft.

Immer freitags zwei Suppen

Angefangen hat Süßen auf dem Wochenmarkt in Warsingsfehn. Die Idee dazu kam dem Paar, als sie selbst auf einer Veranstaltung eine ordentliche Suppenküche vermisst haben. Süßen ist gelernte Fleischereifachverkäuferin und hat auch Ahnung im Bereich Hauswirtschaft. „Und ich koche gerne“, sagt sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Über den Markt in Warsingsfehn kam der Kontakt zum Emder Wochenmarktleiter Heinrich Boomgaarden zustande. Und so wird Süßen jetzt zunächst immer freitags auf dem Neuen Markt ihre Suppen anbieten.

Wechselndes Angebot, Suppenplan online

Angeboten werden immer zwei Suppen mit Einlage. „Rein vegetarisch lohnt sich nicht“, so Sluiter. Die Nachfrage auf den Wochenmärkten sei zu gering. „Die Leute mögen es meistens lieber etwas deftiger“, so Süßen. Am Freitag ging es los mit Erbsen- und Gemüsesuppe mit Einlage. „Aber wir wechseln durch“, so Süßen. So wird es beispielsweise auch mal Kartoffelsuppe, Gulasch- oder Linsensuppe geben. Auch Bohnen- und Hühnersuppe stehen bislang auf dem Flyer. In der kommenden Woche wird es laut Suppenplan auf marions-feldkueche.de Hühner- und Linsensuppe geben.

Seit dem Wochenmarkt-Weggang von „Suppenmann“ Joerg Theilen Mitte 2020 fehlte das Eintopf-Angebot zwischen Käse-, Fleisch- und Brotständen. Einen im Jahr 2021 neu gestarteten Suppenverkauf hatte es nur knapp zwei Wochen gegeben, bis der Betreiber das Handtuch warf. Neben dem Vollzeit-Job war der Stand doch zu viel für ihn, hieß es.

Auch der Lüttje-Köken-Stand ist weg

Im vergangenen Jahr war dann Karl „Kalli“ Smidt vom Suppen-Restaurant „Lüttje Köken“ am Schweckendiekplatz in die Bresche gesprungen. Seit Februar hatten er und seine Frau Claudia Smidt zunächst dienstags und samstags, und später nur noch samstags in einem Verkaufswagen Suppen und andere Speisen aus der Lüttje Köken angeboten. Doch obwohl sie mehr als ein Jahr Planung in den Wochenmarkt-Auftritt gesteckt hat, sind auch Smidts nicht mehr da.

Das Ehepaar warf im September das Handtuch, weil laut Kalli Smidt der Umsatz nicht mehr im Verhältnis zu dem Arbeits- und Kostenaufwand gestanden habe. Die großen Erwartungen, die der Betreiber in die „Außenstelle“ gesetzt hatte, erfüllten sich nicht. „Die Leute kamen einfach nicht“, sagte Kalli Smidt dieser Zeitung auf Nachfrage. Vor allem an den Sonnabenden sei die Nachfrage zu gering gewesen.

Hohe Erwartungen erfüllten sich nicht

Den Verkaufswagen hat Smidt zunächst behalten. Es gebe zwei Interessenten dafür, er überlege aber noch, was er damit machen will. Denkbar sei, dass er damit besondere Veranstaltungen beschicke, sagte er auch mit Blick auf einen Genussmarkt, der in Emden im Gespräch sei.

Zunächst will sich Kalli Smidt aber wieder auf sein Stammgeschäft im Behördenviertel konzentrieren. Die „Lüttje Köken“ am Knotenpunkt von Schweckendiekplatz und Ringstraße betreibt er seit dem Februar 2014 mit Erfolg. Nachdem das Lokal zwischenzeitlich montags und dienstags geschlossen war, ist es mittlerweile wieder montags bis freitags von 11.30 bis 15 Uhr geöffnet.

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