Neue Posten  Krummhörner Verwaltung wird neu strukturiert

| | 01.04.2023 11:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Da zeitnah eine Stelle frei wird, will Krummhörns Bürgermeisterin Hilke Looden die Chance nutzen und die Verwaltung etwas umstrukturieren. Das könnte Mehrkosten verursachen. Foto: Hock/Archiv
Da zeitnah eine Stelle frei wird, will Krummhörns Bürgermeisterin Hilke Looden die Chance nutzen und die Verwaltung etwas umstrukturieren. Das könnte Mehrkosten verursachen. Foto: Hock/Archiv
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Krummhörns Bürgermeisterin will bald einen Allgemeinen Vertreter benennen. Außerdem wird ein komplett neuer Fachbereich unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit geschaffen.

Pewsum - Die Gemeinde Krummhörn stellt neue Mitarbeiter ein. Während die Suche nach einem Hauswart für das Dorfgemeinschaftshaus Groothusen noch verhältnismäßig unspektakulär ist, steckt hinter einer andern Ausschreibung eine teilweise Umstrukturierung der Aufgaben im Rathaus.

Gesucht wird nämlich ein Fachbereichsleiter für einen Fachbereich, den es noch gar nicht gibt. Bisher besteht die Verwaltung aus drei Fachbereichen (FB): Interner Service (FB 1), Bürgerservice (FB 2) und Infrastruktur (FB 3). Künftig soll es zudem den Fachbereich „Service Personal-Gremien-Öffentlichkeit“ geben.

FB 1 wird verschlankt

Wie Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) erklärt, wolle sie bevorstehende personelle Veränderungen im Rathaus für eine Umstrukturierung nutzen. Bisher ist die Öffentlichkeitsarbeit, besetzt durch Gemeindesprecher Fritz Harders, keinem Fachbereich direkt zugeordnet. Das wird sich künftig ändern. Gleichzeitig sollen Teilbereiche aus den bisherigen Fachbereichen neu verteilt werden.

Das betrifft vor allem den Bereich Personal, der bislang zusammen unter anderem mit dem Bereich Finanzen zum FB 1 gehörte. „Die Zusammenlegung dieser beiden wichtigen Bereiche hat dazu geführt, dass der Fachbereich sehr groß ist“, so Looden. Auch die Ratsbetreuung aus dem FB 1 soll künftig im neuen Fachbereich angesiedelt sein.

Seit 2016 hat Krummhörn Pressesprecher

Für diesen Fachbereich wird nun eine Leitung gesucht. „Personell wird es unterm Strich nicht auf eine zusätzliche Stelle hinauslaufen“, so Looden. Das bedeutet: Es könnte zwar sein, dass vor dem Freiwerden einer Stelle kurzzeitig durch die Neueinstellung eine weitere Stelle auf dem Papier existiere. „Aber spätestens ab 1. Juli wäre dem nicht mehr so“, so Looden. Es könne allerdings zu leicht höheren Personalkosten kommen, da eine Fachbereichsleitung gesucht werde.

Die Gemeinde Krummhörn leistet sich bereits seit den 1990er Jahren einen eigenen Mitarbeiter für die Pressearbeit. Besetzt ist die Stelle seit 2016 mit Fritz Harders. Zu den Aufgaben des bisherigen Pressesprechers „gehören neben der Öffentlichkeitsarbeit und dem Verfassen von Pressemitteilungen unter anderem auch die Vorbereitungen gemeindlicher Veranstaltungen, heißt es in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung. Zudem werde Harders Broschüren und Infoschriften redaktionell begleiten, die Gemeindepartnerschaften betreuen sowie Grußworte und Ansprachen erstellen“, berichtete diese Zeitung 2016.

Bürgermeisterin will Allgemeinen Vertreter benennen

Der künftige neue Fachbereichsleiter beziehungsweise die künftige neue Fachbereichsleiterin wird als Aufgabe haben, „die Tätigkeiten des Bereichs Personalwesen, Gremien- sowie Öffentlichkeitsarbeit zu steuern und zu koordinieren“, heißt es in der Stellenausschreibung. Auch Budgetverantwortung gehöre dazu. Bewerbungsschluss ist der 28. April, die Stelle soll „zum nächstmögichen Zeitpunkt“ besetzt werden.

Wie Looden im Gespräch mit dieser Zeitung ankündigt, wird es zudem zeitnah auch eine Entscheidung für den Posten des Allgemeinen Vertreters der Bürgermeisterin geben. Der Allgemeine Vertreter oder die Allgemeine Vertreterin darf bei Abwesenheit des Verwaltungschefs in dessen Namen Entscheidungen treffen. Der Posten kann in Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern vergeben werden.

Looden wollte ursprünglich keinen der Fachbereichsleiter mit dieser Aufgabe zusätzlich belasten und deswegen eine neue Stelle schaffen. Dies scheiterte aber im vergangenen Jahr am Gemeinderat. Nun will Looden aus den bestehenden Mitarbeitern jemanden zu ihrer Vertretung machen. Dies ist mit höheren Personalkosten verbunden, da mit dem Posten eine höhere Entgeltgruppe verbunden ist.

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