Baustelle mit Folgen  Handwerker bohren Kabel an – halb Emden ohne Strom

| | 04.04.2023 19:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In Emden hat es einen Stromausfall gegeben. Verantwortlich dafür waren Erdarbeiten, bei denen mit diesem Gerät an der Knock ein Erdkabel angebohrt wurde. Dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt. Foto: F. Doden
In Emden hat es einen Stromausfall gegeben. Verantwortlich dafür waren Erdarbeiten, bei denen mit diesem Gerät an der Knock ein Erdkabel angebohrt wurde. Dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt. Foto: F. Doden
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Ein Stromausfall betraf am Dienstag rund die Hälfte des Gebiets der Stadt Emden. Zwei Handwerker hatten ein Kabel angebohrt und wurden dabei leicht verletzt.

Emden - Das sorgte für Gesprächsstoff auf der Straße: Für 10 bis 15 Minuten fiel am Dienstag der Strom gegen Mittag in weiten Teilen Emdens aus. Betroffen war auch die Emder Fußgängerzone Zwischen Beiden Sielen. Erst nach und nach stellte sich heraus, wie es dazu kam.

Wie die Stadtwerke Emden zunächst auf Nachfrage mitteilten, lag der Fehler aber außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereiches. So kam kein Strom mehr am Schalthaus West an, welches sich nahe des Industrieparks befindet. Der Fehler wurde zunächst bei der EWE vermutet, aber die stellte richtig: Schuld war eine Fremdfirma.

Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr

Diese war im Bereich des Campingplatzes an der Knock im Einsatz. Bei Erdarbeiten bohrten Mitarbeiter der Firma ein Mittelspannungskabel der EWE an. Dabei wurden zwei Mitarbeiter leicht verletzt. Zunächst hieß es, dass die Verletzungen schwerer sind. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 26 wurde angefordert, konnte den Anflug aber abbrechen. Das bestätigte auch die Polizei. Die Patienten wurden vom Rettungsdienst behandelt und in ein Krankenhaus transportiert.

Die Feuerwehr Emden wurde ebenfalls durch den Stromausfall beschäftigt. So wurden die Einsatzkräfte um 11.40 Uhr zu einer Brandmeldeanlage im Stadtteil Barenburg gerufen. „Noch während die Einsatzkräfte vor Ort waren, löste eine weitere Brandmeldeanlage im Frisia Park aus“, heißt es in einer Mitteilung. Vor Ort stellte die Feuerwehr fest, „dass die Brandmeldeanlage vermutlich aufgrund eines Stromausfalls ausgelöst hatte“. Bereits auf der Anfahrt seien zahlreiche ausgefallene Ampeln bemerkt worden. Noch während der Einsatzfahrt wurde zudem gemeldet, dass jemand in einem Aufzug feststeckte. Die Alarmierung der Feuerwehr in Richtung Knock erfolgte hingegen erst gegen 13.20 Uhr.

Westen der Stadt ohne Strom

Die beschädigte Leitung bedeutet, dass kein Strom über die Mittelspannungsleitung in den westlichen Teil der Stadt fließen konnte. Betroffen waren vor allem die Stadtteile Port Arthur/Transvaal, Harsweg, Conrebbersweg sowie Teile des Stadtzentrums. So ergab sich beispielsweise die kuriose Situation, dass auch im Café „Der Ostfriese“ die Lichter ausgingen, während die Beschicker auf dem Wochenmarkt noch Strom hatten.

Auch von den Geschäften in der Straße Zwischen Beiden Sielen konnte man für mehrere Minuten nur neidisch in Richtung Neutorstraße schauen. Dort brannten die Lichter nämlich noch.

Die EWE, so bestätigt die dortige Presseabteilung, habe den Strom umgeleitet, so dass die schadhafte Stelle umgangen werden kann. Dennoch konnten nicht alle Leitungen der Stadtwerke sofort wieder scharf geschaltet werden. „Wir mussten die Leitungen schrittweise wieder dazuschalten“, so Gunnar Kielmann von den Stadtwerken Emden. Sonst hätte man das Netz überlastet. „Das war aber alles schnell erledigt.“

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