Schlagerlos durch die Rheiderländer Nacht Tiefschlag für Schlagerfans – große Namen und fette Feten warten aber
Tausende Schlagerfans kamen für Sänger wie Jürgen Drews zur Rheiderländer Nacht in Weener. Die fällt aus, aber es kommen trotzdem große Feten und große Namen in den Kreis Leer.
Weener/Firrel/Burlage - „Reißt die Hütte ab!“, heißt es in diesem Jahr in Weener nicht. Die bekannte Rheiderländer Nacht wird es in diesem Jahr nicht geben. Nach Andrea Berg, Jürgen Drews oder Mickie Krause wird keine Schlagergröße ins Rheiderland kommen. Das erklärt Veranstalterin Mandy Grijze. Grund seien die steigenden Kosten. „Ob Technik, Security, Versicherungen, Energiepreise oder Gagen für die Künstlerinnen und Künstler, alles ist unglaublich in die Höhe geschossen“, erklärt sie. Ob die Branche versuche, die Einnahme-Delle durch Corona aufzuholen, wisse sie nicht, „aber die Preise sind so sehr gestiegen, dass die Tickets zu teuer geworden wären“, mutmaßt sie.
Was und warum
Darum geht es: Die Rheiderländer Nacht fällt aus. Aber Schlagerfans müssen nicht verzweifeln, anderes steht weiterhin an.
Vor allem interessant für: diejenigen, die gern vor Ort feiern möchten
Deshalb berichten wir: Weil eine große Veranstaltung ausfällt, wollten wir wissen, wie es um die anderen bestellt ist. Die Autorin erreichen Sie unter: v.vogt@zgo.de
Man könne in Weener keine „Großstadtpreise“ für Tickets für einen Abend nehmen. „Die Stars wollen aber teilweise mehrere Zehntausend für einen Auftritt haben, viel mehr als zuvor“, sagt sie. Einige Größen des Schlagergeschäftes lehnen Auftritte vor weniger als 10.000 Leuten ab, andere wollen tatsächlich die Hälfte aller Einnahmen. „Wir setzen also lieber ein Jahr aus, als dass wir Leute auf die Bühne holen, die niemand kennt und dann sind alle enttäuscht“, sagt sie. Ohne Sponsoren oder Ähnliches sei das Risiko und der Aufwand für sie und ihren Mann nicht zu stemmen.
Beatrice Egli und Torfrock
Die Ticketpreise konnte man nicht halten, auch wenn man alles dafür tat. „Parkplatzzuweisen, Ordnen, Kassieren das machen alles Ehrenamtliche und wir haben starke Partner an der Seite. Aber wir haben knallhart durchkalkuliert und mussten die Ticketpreise auf knapp unter 40 Euro erhöhen“, so Harms. Die Strom- und Dieselpreise, steigende Kosten insbesondere für die Technik, Security – alles Dinge, die bezahlt werden müssen. Das gleiche wie im Rheiderland. „Der Verkauf läuft aber gut“, sagt er. Die Menschen hätten Verständnis, wenn man ihnen erkläre, warum die Tickets teurer werden müssten. Tickets gibt es unter anderen in den Media-Stores von OZ und GA, bei Nordwest-Ticket oder Reservix.
Stefan Mross und Helene-Fischer-Double