Sprache in der Grundschule  Mehr Platt wagen

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Ein Kommentar von Karin Lüppen
| 27.04.2023 14:03 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 1 Minute
Platt sprechen – das können immer weniger Menschen. Foto: Ortgies/Archiv
Platt sprechen – das können immer weniger Menschen. Foto: Ortgies/Archiv
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In Moormerland wurde darüber diskutiert, wie Plattdeutsch in Kindertagesstätten und Grundschulen vermittelt werden kann. Es wäre mehr drin gewesen.

Die Mitglieder von gleich drei Ausschüssen hören sich geduldig alles an, was die Fachleute über Plattdeutsch im Unterricht wissen. Das Fazit: Mit zwei Sprachen aufzuwachsen, ist nur positiv zu bewerten. Sorgen, dass die Kinder im Unterricht Nachteile haben oder die Sprachen nicht unterscheiden können, muss man sich nicht machen.

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Was kam bei der Sitzung heraus? Ein müder Beschluss, dass man den Kitas und Schulen empfiehlt, doch irgendwas mit Platt zu machen. Das soll alles sein? Die „Diskussion“ bestand aus dem Altbekannten: „Es geht nur freiwillig“, „Wir dürfen niemanden zwingen“, „Nicht, dass die Kinder dann was Falsches lernen“ oder „Kann man nicht erstmal ein Lied auf Platt singen?“ Ja, das kann man bestimmt, aber das hat bisher kaum was bewirkt.

Wenn unser Platt überhaupt noch zu retten ist, dann geht es nur mit Volldampf, und dann muss man bei den Kindern anfangen. Die Jahrgänge von den 1980er Jahren bis heute haben wir schon verloren. Es wird endlich Zeit, mehr Platt zu wagen.