Esens mit Kantersieg Pewsumer Kicker kamen mit 4:1-Sieg zur Maibaum-Nachtwache
In der Fußball-Bezirksliga siegten sowohl der souveräne Tabellenführer Esens (in Norden) als auch der Tabellenzweite Großefehn (in Moordorf) 6:1. Der TuS Pewsum verteidigte im Topspiel Rang drei.
Ostfriesland - Nach dem 4:1-Heimsieg gegen den SV Wallinghausen ging es auf den Dorfplatz zur Maibaum-Feier in Pewsum. „Die Mannschaft hatte letztes Jahr versprochen, dieses Jahr die Nachtwache zu übernehmen. Sie ist nun von 20 Uhr bis 6 Uhr dran“, sagt der Sportliche Leiter Thorsten Ulferts.
FC Norden - TuS Esens 1:6 (0:3). Wer nach dem Norder 3:2-Derbysieg in Hage ein engeres Match gegen den souveränen Tabellen erwartet hatte, wurde früh eines Besseren belehrt. Schon nach 13 Minuten führte der TuS 2:0, zwei weitere Großchancen durch Manuel Meints blieben in dieser Phase ungenutzt. Die klaren Verhältnisse lagen zum einen an sechs Norder Derbyhelden, die gegen Esens ausfielen – und am konzentrierten Auftritt der Esenser, die zur Pause schon 3:0 führten. Nach dem Wechsel plätscherte die Partie zunächst vor sich hin, ehe der TuS nochmal seinen Torhunger stillte. Dreifach-Torschütze Niklas Sukowski, Doppelpacker Manuel Meints und Torben Freudenberg trafen. Beim Gastgeber sah Sertac Topcu noch Gelb-Rot (88.).
Tore: 0:1 Sukowski (9.), 0:2 Meints (13.), 0:3 Sukowski (43.), 0:4 Meints (70.), 0:5 Sukowski (78.), 1:5 F. Diab (Foulelfmeter, 83.), 1:6 Freudenberg (90.).
TuS Middels - SV Hage 1:1 (1:1). Die bissigen Gäste aus Hage gingen durch einen Konter über die linke Seite in Führung. TuS-Torhüter Kacper Kempisty verschätzte sich ein wenig, kam aus seinem Kasten heraus, allerdings nicht an den Ball. Keno-Frank Hinrichs (23.) traf mit einem Lupfer zum 0:1. Eine schöne Kombination über Alexander Geis und Mahamed Junior Doumbia schloss Glen Sokoli (34.) in Torjägermanier souverän zum Ausgleich ab. Die zweite Halbzeit war laut TuS-Trainer Bruno Mönck sehr unruhig und hektisch. Hage ließ in der 70. Minute eine Möglichkeit ungenutzt, Kevin Hollmann (Freistoß) und zweimal Glen Sokoli scheiterten für Middels. „Sicher wollten wir mehr erreichen, aber am Ende muss man mit dem Punkt auch zufrieden sein“, meinte Bruno Mönck.
Tore: 0:1 Hinrichs (23.), 1:1 Sokoli (34.)
TuS Strudden - SpVg Aurich 3:1 (1:0). Die Gäste aus Aurich waren in der ersten Halbzeit klar überlegen, erspielten sich auch drei gute Möglichkeiten, ohne diese jedoch nutzen zu können. Auf der anderen Seite schlug Strudden durch Patrick Janssen (42.) dann eiskalt zu. So ging es mit einer etwas glücklichen Führung in die Halbzeitpause. TuS-Trainer Frank Winkler nahm einige Umstellungen vor, danach lief es besser, die Folge war das 2:0 durch Johannes-Siebelt Schmidt (54.). Nach einer Ecke konnte Aurich einen Konter durch Tim Schmidt (61.) erfolgreich abschließen. Die Gäste witterten Morgenluft. Kurz vor Schluss machte Noah Willms (90.) dann den Deckel drauf. „Unter dem Strich war der Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit aus meiner Sicht verdient“, meinte TuS-Trainer Frank Winkler.
Tore: 1:0 P. Janssen (40.), 2:0 J. Schmidt (53.), T. Schmidt (61.), 3:1 Willms (89.).
SF Larrelt - SV Holtland 2:3 (0:2). Holtland war in der ersten Halbzeit klar überlegen und führte verdient mit 2:0. „Bei uns fehlte ein bisschen die Zweikampfbereitschaft und der Wille“, meinte Larrelts Trainer Marten Sandmann. Nach dem Wechsel zeigte sein Team ein anderes Bild und kam zum Ausgleich. Danach hätte die Partie sogar kippen können. Eine Unachtsamkeit nutzte Holtlands Lukas Berghaus (77.) dann zur Entscheidung. „Aus meiner Sicht wäre ein Unentschieden gerecht gewesen“, erklärte Sandmann.
Tore: 0:1 Berghaus (21.), 0:2 Diekmann (30.), 1:2 Boekholder (64.), 2:2 Andre Krzatala (69.), 2:3 Berghaus (77.).
TuS Pewsum - SV Wallinghausen 4:1 (2:0). Der Gast fand viel besser ins Spiel. Aber die Verhältnisse änderten sich schlagartig nach dem 1:0 durch den überragenden Marek Hinrichs in der 15. Minute, der an allen TuS-Toren beteiligt gewesen war. Carsten Weyers sorgte für die 2:0-Pausenführung, Hinrichs für das vorentscheidende 3:0. Nach dem 3:1 durch Kilian Ahlers (70.) keimte beim SVW nochmal Hoffnung auf, zumal Bertony Konda per Freistoß noch die Latte traf. Doch Keno Buß, der auch einmal am Aluminium scheiterte, machte per Konter mit dem 4:1 kurz darauf alles klar. „Danach hätten wir auch noch weitere Tore machen können“, so Pewsums Sportlicher Leiter Thorsten Ulferts.
Tore: 1:0 Hinrichs (15.), 2:0 Weyers (36.), 3:0 Hinrichs (59.), 3:1 Ahlers (70.), 4:1 Buß (75.).
Ostfrisia Moordorf - SV Großefehn 1:6 (0:4). Schon nach gut einer halben Stunde war die Partie in Moordorf entschieden. Dabei hätten die Gäste aus Großefehn sogar noch höher führen können. In der zweiten Halbzeit schaltete die Mannschaft von Trainer Bi Le Tran dann einen Gang zurück, schließlich steht am Mittwoch die nächste englische Woche mit dem Nachholspiel bei TuRa 07 Westrhauderfehn an. In der Schlussphase agierte Großefehn sogar nur mit zehn Spielern, da die Bank aufgrund von Personalproblemen recht dünn besetzt war. Mit Maik Schmidt und Nick Fahnster halfen in Moordorf auch zwei Spieler aus der zweiten Herren aus, die ihre Sache gut machten.
Tore: 0:1 Specht (7.), 0:2 Wulff (16.), 0:3 Specht (20.), 0:4 Specht (31.), 1:4 Hogelücht (53.), 1:5 Wulff (58.), 1:6 Freudenberg (82.).
Wiesmoor - Wallinghausen 0:1 (0:1). Weil es ab nachmittags unentwegt regnete und die Drainage teils defekt ist, befreiten die Gastgeber den Platz noch mit Schippen vom Wasser. „Der Platz war bespielbar, es war aber ein sehr tiefer Boden“, so Zimmermann. Sein Team habe darauf ein tolles Freitagsspiel gemacht und sich in beiden Halbzeiten einige Chancen erspielt. „Doch im Tor von Wallinghausen hat Phillip Grensemann überragend gehalten“, lobte Zimmermann seinen Ex-Spieler aus Moordorf. Das glückliche Siegtor für effiziente Gäste gelang Bent Bogena nach einer Ecke.
Tor: 0:1 Bogena (34.).
Wiesmoor - Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel 1:1 (0:0). 40 Stunden nach dem Abpfiff standen die Germanen wieder auf dem Feld und zeigten laut Jürgen Zimmermann auch in der ersten Halbzeit eine gute Leistung. „Wir haben an den Freitag angeknüpft, hätten zur Pause führen müssen. Wir sind teilweise aber nicht abgezockt genug.“ Nach torloser erster Hälfte folgte dann in der 55. Minute die „kalte Dusche“, als Gäste-Stürmer Reyk de Buhr sich stark durchsetzte und ebenso stark zum 0:1 einnetzte. Germania brauchte danach eine Weile, um sich zu fangen. Mit frischen Kräften gelang dann aber noch der Ausgleich: Joker Matthias Blank flankte, Joker Felix Crull köpfte zum 1:1 ein (81.). Wiesmoor wollte mehr, traf spät fast noch zum 2:1, hätte aber bei Konter-Situationen der Gäste auch das 1:2 kassieren können.
Tore: 0:1 de Buhr (55.), 1:1 Crull (81.).