Das ist in der Bezirksliga los Erste Esenser Titelchance und Kampf um den Ostfriesland-Cup
Die Saison in der Bezirksliga biegt auf die Zielgeraden ein. Der TuS hat seinen ersten Meister-Matchball, braucht aber noch Schützenhilfe. In Pewsum sind bald Zwillinge fußballerisch wieder vereint.
Ostfriesland - In der Fußball-Bezirksliga könnte der TuS Esens an diesem Wochenende die Meisterschaft vorzeitig perfekt machen. Dazu müsste der souveräne Tabellenführer am Sonntag um 15 Uhr das Derby beim TuS Middels gewinnen und zeitgleich der SV Großefehn (2.) beim VfL Germania Leer verlieren. Klappt es noch nicht mit Titelchance Nummer eins, würde sich am kommenden Mittwoch schon die nächste Möglichkeit bieten. Dann ist allerdings nur Verfolger SV Großefehn im Nachholspiel in Holtland im Einsatz, der TuS gar nicht. Der Rechenschieber sagt jedenfalls Folgendes: Sollte Großefehn all seine sechs restlichen Partien gewinnen, fehlen Esens noch sechs Zähler aus den eigenen fünf Spielen.
Während die große Spannung im Titelrennen nicht mehr da ist, geht es im Tabellenkeller enger zu, auch wenn mit Concordia Suurhusen ein Absteiger schon amtlich ist und mit Ostfrisia Moordorf ein weiterer im Grunde ebenfalls sicher ist. Bleibt noch zu klären, wer Drittletzter wird und in die Relegation gegen den Ostfrieslandliga-Dritten (Holtriem, Hinte oder Uplengen) geht. Im Fernduell zwischen Germania Leer, SpVg Aurich und SV Jheringsfehn/Stikelkamp können sich die Teams nicht sicher sein, dass die Gegner aus dem „Niemandsland“ der Tabelle die Saison „gemütlich“ ausklingen lassen.
Wer kommt in den Ostfriesland-Cup?
Die Vereine bis einschließlich Platz neun qualifizieren sich für den lukrativen Ostfriesland-Cup, der im Rahmen der Sommer-Vorbereitung auf die neue Saison im Juli und August mit 16 Mannschaften ausgetragen wird. Neben Kickers Emden, GW Firrel und neun Bezirksligisten sind auch die ersten Fünf der Ostfrieslandliga dabei. „Gerade in der Bezirksliga ist es noch ein spannendes Rennen“, sagt Turnier-Organisator Manfred Bloem. „Dass ist im Saisonendspurt nochmal ein Anreiz für viele Mannschaften.“
Die Qualifikation schon sicher hat der Tabellendritte TuS Pewsum. Dort werden im Sommer nun Zwillinge fußballerisch wieder zusammengeführt. Jean-Pierre Bamezon spielt seit dieser Saison für die Krummhörner, der zwei Minuten ältere Jean-Paul wechselt jetzt im Sommer von Ostfrisia Moordorf zum TuS. „Wir haben zuletzt vor drei Jahren in der B-Jugend bei Kickers Emden zusammengespielt und waren danach erstmals nicht in einer Mannschaft. Schön, dass wir nun wieder vereint sind“, sagt der Noch-Moordorfer Jean-Paul. Bereits in der C-Jugend waren sie einmal in Pewsum.
Dritter Pewsumer Bamezon
Die beiden 19-Jährigen stammen aus Moordorf, ihr älterer Bruder Ayaovie hat ebenfalls eine Vergangenheit in Pewsum. Der 29-Jährige lebt aber schon seit einer Weile in Hamburg, spielt dort in der Oberliga. Der vierte Bamezon-Bruder Gabriel der sechs Geschwister spielt derzeit noch für Regionalligist Kickers Emden, wechselt bald zum TuS Esens.
Jean-Paul Bamezon ist der fünfte Zugang der Pewsumer. Während sein Zwillingsbruder auch die beiden A-Junioren-Jahre für Kickers auflief, versuchte er sich beim JFV Norden und wagte schon im zweiten A-Jugend-Jahr den Sprung in die Herren von Moordorf. Dort machte er nun auf sich aufmerksam. „Gegen uns hat er ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagt der Sportliche Leiter Thorsten Ulferts. Im Kampf um einen Stammplatz sollten sich die Brüder nicht in die Quere kommen. „Ich komme über die rechte Seite, mein Bruder Jean-Pierre ist eher Linksverteidiger.“