0:4-Heimniederlage  Emder Pleite führt zur 0:11-Gruselbilanz gegen Kiel II

| | 16.05.2023 21:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Torhüter Malte Schuchardt war noch der beste Emder Akteur. Foto: Doden
Torhüter Malte Schuchardt war noch der beste Emder Akteur. Foto: Doden
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Kickers-Trainer Stefan Emmerling zeigte sich enttäuscht. Gegenüber dem 0:0 vor vier Tagen gegen Delmenhorst fielen vier Akteure verletzt oder gesperrt aus. Der Coach sprach vom „letzten Aufgebot“.

Emden - Der BSV Kickers Emden war in der aktuellen Regionalliga-Saison gegen viele Teams chancenlos. Die Vorstellungen gegen Holstein Kiel II verliefen aber besonders gruselig. Im Hinspiel setzte es mit 0:7 die höchste Saisonniederlage, im Rückspiel am Dienstagabend mit 0:4 (0:2) eine deftige Heimpleite. Das ergibt gegen Holstein eine 0:11-Horror-Bilanz.

Für eine Partie sprang Yasin Turan (rechts) noch einmal als Assistent von Trainer Stefan Emmerling ein. Foto: Doden
Für eine Partie sprang Yasin Turan (rechts) noch einmal als Assistent von Trainer Stefan Emmerling ein. Foto: Doden

Mit dem 0:4 verhagelten die Emder Akteure auch einem Mann auf der Trainerbank das Blitzcomeback. Yasin Turan hatte seinen Posten vor sieben Monaten aus privaten Gründen niedergelegt, sprang gegen Kiel II auf Bitte von Chef-Coach Stefan Emmerling aber noch einmal ein, weil Trainer-Assistent Sascha Richarz erkrankt war.

Es war für Turan wie für alle anderen Emder in jeder Hinsicht ein Abend zum Vergessen: kalt, windig und irgendwie trostlos. Die Luft schien vier Tage nach dem 0:0 gegen Delmenhorst auch bei den Fans raus. Das führte zur Minuskulisse von 302 Besuchern.

Keine einzige Kickers-Chance

Am Ende zeigte sich Trainer Stefan Emmerling schwer enttäuscht. „Wir waren in keiner Phase in der Lage, den Gegner vor Probleme zu stellen“, resümierte er nach 90 Minuten ohne eine einzige Kickers-Chance. „Durch kurzfristige Ausfälle mussten wir aber auch mit dem letzten Aufgebot antreten.“ So bot er nach der soliden Leistung gegen Delmenhorst eine auf fünf Positionen veränderte Defensive auf. Torhüter Malte Schuchardt, der als einziger Normalform erreichte, erhielt den Vorzug gegenüber Isaak Djokovic.

Außerdem fielen bei Kickers Matthias Goosmann (10. Gelbe Karte), Leon Kugland und Nick Köster (beide verletzt) aus. Schließlich signalisierte beim Aufwärmen auch noch Alagie Jabbie, dass er nicht einsatzfähig sei. Neben Schuchardt bildeten Corvin Braun, Yanic Konda, Ronald Lombaya und Andre N’Diaye das Ersatz-Quintett. Die umgekrempelte Elf fand gegen die noch abstiegsgefährdeten Gäste nie ihren Rhythmus – auch wenn sich der Kickers-Fanblock noch so lautstark mühte.

Nur Schuchardt überzeugte

In den ersten Minuten hielt sich die Gäste-Übermacht noch in Grenzen. Doch als Eric Gueye in der 12. Minute den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte wuchtete, nahm das Emder Unheil seinen Lauf.

Statistik

Emden: Schuchardt – Dassel (80. Bamezon), Eilerts, Braun – Visser (46. Friesen), N‘Diaye, Lombaya (46. Frerichs), Konda – Osmani, Steffens, Cordes (65. Niehues).

Tore: 0:1 Gueye (12.), 0:2 Gumpert (39.), 0:3 Gumpert (60.), 0:4 Awuku (75.).

Kickers agierte harmlos, die Kieler immer wieder gefällig und gefährlich. Der starke Noah Gumpert sorgte für das 0:2 – wie so oft aus Emder Sicht kurz vor der Pause. Danach hielt die Dominanz der Gäste an. Gumpert und Noah Awuku trafen zum 0:3 und 0:4. Hätte Malte Schuchardt nicht ein paarmal glänzend reagiert, wäre eine noch höhere Kickers-Niederlage möglich gewesen.

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