Erneute Bauverzögerung Rückt der Ampelbau in Weener in weite Ferne?
Immer wieder hatte sich der Bau einer Fußgängerampel an der Mühlenstraße verschoben. Nun verzögert sich der Start der Arbeiten erneut – und rückt möglicherweise sogar in weite Ferne.
Weener - Der Bau der Fußgängerampel an der Mühlenstraße in Weener scheint zur unendlichen Geschichte zu entwickeln. Einige Weeneraner haben so ihre Zweifel, ob und wann aus dem Projekt überhaupt noch etwas wird. Fakt ist: Es gibt jetzt schon wieder eine Verzögerung und die könnte sich hinziehen.
Was und warum
Darum geht es: Der Ampelbau an der Mühlenstraße droht zu einer unendlichen Geschichte zu werden.
Vor allem interessant für: Verkehrsteilnehmer in Weener und Bewohner des Altenzentrums Rheiderland
Deshalb berichten wir: Wir wundern uns, dass die Ampel immer noch nicht steht und haben nach den Gründen gefragt. Die Autorin erreichen Sie unter: t.gettkowski@zgo.de
Bereits im Frühjahr 2022 hatte die Stadt den Auftrag für den Bau der Fußgängerampel in Höhe der Felta-Tankstelle und des Friedhofs an der Mühlenstraße (L 31) vergeben. Damals gab es zunächst Unstimmigkeiten mit der EWE, wo die Leitung für die Stromversorgung der Ampel verlegt werden soll. Als diese Frage geklärt war, konnte es aber immer noch nicht losgehen. Das Unternehmen, das bei der Ausschreibung der Zuschlag erhalten hatte, hatte einen Subunternehmer mit den Tiefbauarbeiten beauftragt. Dieser wiederum hatte keine Kapazitäten für die Arbeiten. Dadurch verzögerte sich der Baustart erneut. Die Stadt Weener war eigentlich optimistisch, dass die Bauarbeiten mit einem Jahr Verspätung im Frühjahr 2023 beginnen würden. Doch auch diese Pläne haben sich zerschlagen.
Stadt zieht rechtliche Konsequenzen
Inzwischen hat die Stadt Weener der Firma eine Frist von mehreren Wochen gesetzt, um die Arbeiten zum Abschluss zu bringen. Als das Unternehmen der Aufforderung auch nach einer Fristverlängerung nicht nachkam, drohte die Stadt mit rechtlichen Konsequenzen.
„Die beauftragte Firma hat Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Nachbesserungsaufforderung angemeldet“, teilte Weeners Bürgermeister Heiko Abbas auf Nachfrage mit. Aktuell werde das Verfahren überprüft. „Solange dieses Verfahren läuft, werden die Bauarbeiten nicht wieder aufgenommen.“ Wann es weitergeht, könne die Stadt Weener zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Schlimmstenfalls müssen die Arbeiten sogar neu ausgeschrieben werden. Das wäre erforderlich, wenn Stadt und Baufirma in einem Rechtsstreit keine Einigung erzielen.
Standort hat durchaus Vorteile
Die Ampel wird von vielen sehnlichst erwartet. Die Straße ist die Hauptverbindung zwischen Weener und Papenburg und wird vom Schwerlastverkehr stark frequentiert. Gefahren werden darf dort Tempo 50. Vor allem für die Bewohner des Altenzentrums, die nicht gut zu Fuß sind, gehen mit einem mulmigen Gefühl über die Straße. Sie kämpfen seit seit 2013 für eine Querungshilfe vor dem Altenheim. Viele Jahre lang wurde in Weener über die Art der Querungshilfe und den optimalen Standort diskutiert. Nach einem endlosen Hickhack konnten sich Verkehrsexperten und Politiker endlich auf den Bau der Fußgängerampel in Höhe der Felta-Tankstelle und des Friedhofs einigen.
Weil sich das Einkaufszentrum rund um den Combi-Markt mit Rossmann und Klibo-Buchhandlung erweitert hat, soll mit dieser Standortwahl nicht nur den Bewohnern des Altenzentrums, sondern Kunden, die zum oder vom Einkaufen kommen, ein sicheres Queren der Fahrbahn ermöglicht. Auch für Kinder und Jugendliche hat der Standort Vorteile. Der Weg zu den Schulen in der Wiesenstraße wird durch die Ampel sicherer – wenn sie endlich einmal steht. Viele Senioren des Altenzentrums, die sich für die Ampel eingesetzt haben, werden die Vorteile nicht mehr nutzen können. Etliche von ihnen sind mittlerweile verstorben.