Wochenglosse  Tierisches Vergnügen mit klaren Grenzen für alle

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Eine Kolumne von Karin Lüppen
| 01.07.2023 09:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Darf man einen Hundestrand einzäunen? Oder wäre es stattdessen besser, Menschen eine Grenze zu ziehen, die selbst keine kennen? Eine Glosse

Ein Zaun, der an einem Hundestrand am Ihler Meer errichtet werden soll, macht reichlich Ärger. Hundehalter verstehen die Welt nicht mehr: Ihre Wauwis sollen nicht mehr klatschnass aus dem Wasser heraus über eine Wiese rennen dürfen? Sogar das Gerücht von Leinenzwang machte die Runde – wer kann sich nur so was Grausames ausdenken! Wenigstens das erwies sich als unwahr, aber den Zaun will die Gemeinde tatsächlich aufstellen, weil es immer mehr Hunde in Ihlow gibt.

Bitte keine Verunsicherung

Einige Hundemenschen trugen Lösungsansätze vor: Man könne statt des Hundestrandes besser die Liegewiese oder den Kinderspielplatz einzäunen. Definitiv eine gute Idee, denn so können nasse tobende Hunde auf keinen Fall von leicht bekleideten Menschen oder spielenden Kindern verunsichert werden. Liest man nicht dauernd, dass Kinder feste Grenzen brauchen, um erwachsen zu werden? Kann man auf dem Spielplatz mit anfangen. Ein Zaun ist eine klare unumstößliche Ansage und die Lösung für viele Bereiche des öffentlichen Lebens. Was stört, wird einfach eingezäunt: Fußballfans, Straßenmusiker, laute Motorradfahrer, Betrunkene, Wildpinkler oder andere, die ihre Grenzen nicht kennen. Der Anblick eingezäunter Menschen hat schließlich etwas Vertrautes.

Die Autorin erreichen Sie unter k.lueppen@zgo.de

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