Zum Ferienendspurt Blitzer, Ticket, Sprit – der Niederlande-Ausflug könnte teuer werden
Die letzte volle Ferienwoche ist angebrochen. Wer noch einen Ausflug in die Niederlande plant, sollte einiges wissen, damit es nicht zu teuer wird.
Niederlande - Der Ausflug ins Nachbarland ist gerade bei vielen Rheiderländern beliebt. In Nullkommanichts ist man auf eine Portion Kibbeling dort. Aber: Wer den Ferienausflug mit dem Auto machen will, sollte einiges beachten. „In den Niederlanden müssen Verkehrssünder und Verkehrssünderinnen seit 1. März mehr bezahlen“, warnt zum Beispiel der ADAC. Wir fassen zusammen, wann man aufpassen sollte, um die Urlaubskasse nicht überzustrapazieren.
Was und warum
Darum geht es: Wer einen Ferien-Ausflug ins Nachbarland machen möchte, sollte ein paar Dinge wissen, um die Urlaubskasse zu schonen.
Vor allem interessant für: Autofahrer
Deshalb berichten wir: Eine Fahrt ins Nachbarland ist gerade aus dem Rheiderland beliebt. Die Autorin erreichen Sie unter: v.vogt@zgo.de
Tanken bevor man losfährt
Eine Sache könnte man sich merken, bevor man nach Groningen und Co. aufbricht: Die Spritpreise sind derzeit im Nachbarland etwas höher als diesseits der Grenze. Auch wenn sie in Deutschland seit einer Weile steigen.
In Bad Neuschanz kostete ein Liter Super um die 1,90 Euro, Diesel lag bei 1,76 Euro – beides ist also einige Cent teurer.
20 Kilometer die Stunde mehr – 200 Euro weg
Rasen sollte man so oder so nicht. Es lohnt sich aber vielleicht zu wissen, dass die Niederlande härter vorgehen. In regelmäßigen Abständen werden allgemein die Bußgelder für Verkehrssünder bei den Nachbarn angehoben. Vorm Sommer wieder um zehn Prozent. Wer zum Beispiel auf Autobahnen 20 Kilometer in der Stunde zu schnell fährt, zahlt knapp 200 Euro – 196, um genau zu sein. „In den Niederlanden gilt auf allen Autobahnen tagsüber von 6 bis 19 Uhr eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern“, teilt die Niederländische Regierung mit. Manchmal auch 80, nachts darf man 120 oder 130 Stundenkilometer fahren.
Noch strenger ist die Polizei in den Niederlanden innerhalb geschlossener Ortschaften: Fährt man dort 20 Kilometer die Stunde schneller als erlaubt, werden 219 Euro fällig. In Deutschland sind es bis 20 Stundenkilometer rund 70 Euro, bis 25 über Tempolimit 115 Euro und ein Punkt.
Knöllchen bei den Nachbarn
In Deutschland kommt es ebenfalls auf die Ordnungswidrigkeit an, aber für kleinere Verfehlungen werden meist fünf bis 55 Euro fällig. Rotlicht-Sündern nimmt die Polizei in den Niederlanden mindestens 280 Euro ab. Wer diesseits der Grenze bei Rot die Ampel überfährt und erwischt wird, zahlt laut ADAC mindestens 90 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg. Es kommt dabei auch darauf an, wie lange schon rot war.
Handy weg im Auto
Wer während der Fahrt mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, leistet sich in den Niederlanden einen besonders kostspieligen Fauxpas: 380 Euro werden nun fällig. (100 Euro plus einen Punkt in Deutschland)
Nicht aus der Affäre ziehen
Auch wenn man im Nachbarland war, sollte man lieber nicht versuchen, sich aus der Affäre zu ziehen, wenn es ein Knöllchen gegeben hat. Erstens erhöht sich der fällige Betrag, wenn man die Frist nicht einhält, außerdem muss man laut ADAC damit rechnen, dass der Bußgeldbescheid für Blitzer und Co. auch in Deutschland vollstreckt wird. Das gelte auch für andere Länder der EU, aber „gerade niederländische Polizei- und Verwaltungsbehörden sind dafür bekannt, dass sie bereits geringfügige Verkehrsverstöße hartnäckig verfolgen.“