Zum Ferienendspurt  Blitzer, Ticket, Sprit – der Niederlande-Ausflug könnte teuer werden

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Von Vera Vogt
| 07.08.2023 16:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Winschoten ist beispielsweise beliebt für einen Bummel. Foto: Ortgies/Archiv
Winschoten ist beispielsweise beliebt für einen Bummel. Foto: Ortgies/Archiv
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Die letzte volle Ferienwoche ist angebrochen. Wer noch einen Ausflug in die Niederlande plant, sollte einiges wissen, damit es nicht zu teuer wird.

Niederlande - Der Ausflug ins Nachbarland ist gerade bei vielen Rheiderländern beliebt. In Nullkommanichts ist man auf eine Portion Kibbeling dort. Aber: Wer den Ferienausflug mit dem Auto machen will, sollte einiges beachten. „In den Niederlanden müssen Verkehrssünder und Verkehrssünderinnen seit 1. März mehr bezahlen“, warnt zum Beispiel der ADAC. Wir fassen zusammen, wann man aufpassen sollte, um die Urlaubskasse nicht überzustrapazieren.

Was und warum

Darum geht es: Wer einen Ferien-Ausflug ins Nachbarland machen möchte, sollte ein paar Dinge wissen, um die Urlaubskasse zu schonen.

Vor allem interessant für: Autofahrer

Deshalb berichten wir: Eine Fahrt ins Nachbarland ist gerade aus dem Rheiderland beliebt.

Die Autorin erreichen Sie unter: v.vogt@zgo.de

Tanken bevor man losfährt

Eine Sache könnte man sich merken, bevor man nach Groningen und Co. aufbricht: Die Spritpreise sind derzeit im Nachbarland etwas höher als diesseits der Grenze. Auch wenn sie in Deutschland seit einer Weile steigen.

Hinter der Grenze tankt man nicht immer billiger. Foto: Christophe Gateau/dpa
Hinter der Grenze tankt man nicht immer billiger. Foto: Christophe Gateau/dpa
Die Lage kann sich schnell ändern, weshalb sich auch ein Blick ins Internet lohnen kann – auf mehreren Vergleichsseiten kann man die aktuellen Spritpreise sehen. Am Montag gibt es in Weener und Umgebung das Super-Benzin für rund 1,86 Euro, Diesel für 1,71 Pro Liter.

In Bad Neuschanz kostete ein Liter Super um die 1,90 Euro, Diesel lag bei 1,76 Euro – beides ist also einige Cent teurer.

20 Kilometer die Stunde mehr – 200 Euro weg

Rasen sollte man so oder so nicht. Es lohnt sich aber vielleicht zu wissen, dass die Niederlande härter vorgehen. In regelmäßigen Abständen werden allgemein die Bußgelder für Verkehrssünder bei den Nachbarn angehoben. Vorm Sommer wieder um zehn Prozent. Wer zum Beispiel auf Autobahnen 20 Kilometer in der Stunde zu schnell fährt, zahlt knapp 200 Euro – 196, um genau zu sein. „In den Niederlanden gilt auf allen Autobahnen tagsüber von 6 bis 19 Uhr eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern“, teilt die Niederländische Regierung mit. Manchmal auch 80, nachts darf man 120 oder 130 Stundenkilometer fahren.

Auch die Gastronomievon Groningen lockt viele Besucherinnen und Besucher an. Foto: Pixabay
Auch die Gastronomievon Groningen lockt viele Besucherinnen und Besucher an. Foto: Pixabay
Diesseits der Grenze zahlt man deutlich weniger, wenn man zu schnell auf der Autobahn fährt. Es wären bei bis zu 20 Stundenkilometern zu viel rund 60 Euro fällig, so der ADAC.

Noch strenger ist die Polizei in den Niederlanden innerhalb geschlossener Ortschaften: Fährt man dort 20 Kilometer die Stunde schneller als erlaubt, werden 219 Euro fällig. In Deutschland sind es bis 20 Stundenkilometer rund 70 Euro, bis 25 über Tempolimit 115 Euro und ein Punkt.

Knöllchen bei den Nachbarn

Viele Ostfriesen gehen einkaufen in der Innenstadt von Winschoten. Foto: Ortgies/Archiv
Viele Ostfriesen gehen einkaufen in der Innenstadt von Winschoten. Foto: Ortgies/Archiv
Nicht nur Bleifüße sollten Acht geben. Auch Knöllchen sind im Nachbarland teuer. Aber: „Das Parken ist in Winschoten innenstadtnah seit Jahren kostenlos“, erklärt Erich Wünker von der Gemeinde Oldambt. Es dürfte sich also doppelt lohnen, sich an die Regeln zu halten: Park- und Halteverstöße ahndet die Polizei nämlich im Nachbarland mit mindestens 110 Euro, informiert der ADAC.

In Deutschland kommt es ebenfalls auf die Ordnungswidrigkeit an, aber für kleinere Verfehlungen werden meist fünf bis 55 Euro fällig. Rotlicht-Sündern nimmt die Polizei in den Niederlanden mindestens 280 Euro ab. Wer diesseits der Grenze bei Rot die Ampel überfährt und erwischt wird, zahlt laut ADAC mindestens 90 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg. Es kommt dabei auch darauf an, wie lange schon rot war.

Handy weg im Auto

Wer während der Fahrt mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, leistet sich in den Niederlanden einen besonders kostspieligen Fauxpas: 380 Euro werden nun fällig. (100 Euro plus einen Punkt in Deutschland)

Nicht aus der Affäre ziehen

Auch wenn man im Nachbarland war, sollte man lieber nicht versuchen, sich aus der Affäre zu ziehen, wenn es ein Knöllchen gegeben hat. Erstens erhöht sich der fällige Betrag, wenn man die Frist nicht einhält, außerdem muss man laut ADAC damit rechnen, dass der Bußgeldbescheid für Blitzer und Co. auch in Deutschland vollstreckt wird. Das gelte auch für andere Länder der EU, aber „gerade niederländische Polizei- und Verwaltungsbehörden sind dafür bekannt, dass sie bereits geringfügige Verkehrsverstöße hartnäckig verfolgen.“

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