Unendliche Geschichte in Weener  Das lange Warten auf die Ampel endet wohl – einfach war es nicht

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Von Vera Vogt
| 20.08.2023 08:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Mühlenstraße in Weener ist stark befahren. Beim Überqueren ist so manchem mulmig. Eine Ampel soll das ändern. Foto: Wolters
Die Mühlenstraße in Weener ist stark befahren. Beim Überqueren ist so manchem mulmig. Eine Ampel soll das ändern. Foto: Wolters
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Der zehn Jahre alte Wunsch von Senioren scheint in Erfüllung zu gehen: Die Ampel an der Mühlenstraße ist in greifbarer Nähe. Teils mussten im Ringen darum harte Bandagen her.

Weener - Sie sieht tatsächlich schon aus wie eine Ampel: So mancher hat es wohl nach zehn Jahren Wartezeit nicht mehr für möglich gehalten, aber die Anlage an der Mühlenstraße (L 31) kommt. „Für Ende nächster Woche ist die Abnahme geplant, so dass die Ampel im Anschluss in Betrieb gehen kann“, sagt Weeners Bürgermeister Heiko Abbas.

Die L 31 zählt zu den am stärksten frequentierten Straßen in Weener. Sie ist die Hauptverkehrsader zwischen Weener und Papenburg. Der Verkehr soll weiter fließen können, weil es sich um eine Druckampel handelt. Die Bewohner des Altenzentrums Rheiderland kämpfen seit zehn Jahren für die Querungshilfe, denn auf der anderen Straßenseite liegt unter anderem ein Supermarkt.

Einfach war es nicht

„Die Stadt hat mehrfach noch auf die ausführende Firma eingewirkt, damit die Baustelle endlich fertiggestellt wird“, so formuliert es Abbas. Allein das Hin und Her um das tatsächliche Aufstellen hatte Monate gedauert. Es gab immer wieder neue Fristen, die aber von der Firma nicht eingehalten worden sind. „Ende des Monats soll die Ampel eigentlich stehen“, teilte Abbas auf Nachfrage im Juli mit, „aber das ist wie bei den Lotto-Zahlen: ohne Gewähr“. Er sollte Recht behalten mit dem Nachsatz.

Die Ampel hatte eigentlich schon im Frühjahr 2022 aufgestellt werden sollen. Dann kamen aber Abstimmung mit der EWE über die Stromversorgung dazwischen. Material- und Kapazitätsengpässe, aber auch die Auslastung des Subunternehmens, das die Tiefbauarbeiten für die Baufirma erledigen sollte, wurden als Gründe für die Verzögerungen genannt. Die Stadt Weener war dann optimistisch, dass die Bauarbeiten mit einem Jahr Verspätung im Frühjahr 2023 beginnen würden. Doch auch diese Pläne zerschlugen sich. Jetzt ist aber das Ende des Wartens in greifbarer Nähe.

Nicht nur das Aufstellen der Ampel war schwierig. Jahrelang wurde zuvor über den Standort und die Art der Querungshilfe diskutiert. Schließlich konnten sich Verkehrsexperten und Politiker auf den Bau der Fußgängerampel in Höhe der Felta-Tankstelle und des Friedhofs einigen – ein Wunsch aus 2013, der wahrscheinlich Ende kommender Woche in Erfüllung geht.

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