Quartalsbericht  Deutlich mehr Gewerbesteuer in der Krummhörn

| | 25.08.2023 15:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Aktuell ist die Gemeinde Krummhörn „flüssig“, wie es heißt. Neue Kreditaufnahmen sind aber nicht ausgeschlossen. Symbolbild: DPA
Aktuell ist die Gemeinde Krummhörn „flüssig“, wie es heißt. Neue Kreditaufnahmen sind aber nicht ausgeschlossen. Symbolbild: DPA
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Krummhörns Kämmerin Heike Klaassen hat die neuesten Finanzzahlen vorgestellt. Ein Teil der Einnahmen bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Krummhörn - Die politische Sommerpause in der Gemeinde Krummhörn ist beendet. Die Tagesordnung des Finanzausschusses am Donnerstagabend blieb zwar übersichtlich, aber Gemeindekämmerin Heike Klaassen gab einen Überblick über die aktuelle finanzielle Situation.

Mit Stichtag 15. August verzeichnet die Gemeindekasse demnach einen Überschuss von rund 2,5 Millionen Euro. Das liegt unter anderem an den Gewerbesteuereinnahmen, die sich deutlich besser entwickelt haben als zunächst erwartet. Von den eingeplanten 6,7 Millionen an Gewerbesteuer bis Jahresende hat man schon 6,3 Millionen eingenommen. Es ist davon auszugehen, dass das eingeplante Ziel überschritten wird.

Kreditermächtigung noch nicht in Anspruch genommen

Das bedeutet aber auch, dass die Gemeinde unter anderem im kommenden Jahr mehr Kreisumlage zahlen müsste. Die erwarteten Mehreinnahmen haben also auch eine Kehrseite. Für die gute Entwicklung seien laut Gemeinde vor allem die Steuereinnahmen aus dem Gas- und Energiebereich verantwortlich.

Aktuell sei die Gemeinde auch noch „flüssig“, obwohl viele große Investitionen geplant und angestoßen sind. Von den bis zu 10 Millionen Euro für diese Investitionen habe man bislang nur rund 1,5 Millionen Euro ausgegeben. „Die erteilte Kreditermächtigung mussten wir bislang nicht nutzen“, so Klaassen. Rund 9 Millionen Euro an weiteren Krediten dürfte die Gemeinde laut beschlossenem Haushalt noch aufnehmen.

Schulden sollen etwas abgebaut werden

Die Ausgaben für Investitionen würden bis Jahresende aber noch steigen. Das liege daran, dass manche Projekte erst jetzt begonnen werden, die ersten Rechnungen aber wohl noch in diesem Jahr gestellt werden. Ziel sei es, auf Kreditaufnahmen möglichst zu verzichten.

Die Gemeinde rechnet aktuell aber dennoch mit einem Abbau der Gesamtschulden. Anfang des Jahres betrug der Schuldenstand der Krummhörn noch 17,9 Millionen Euro. Bis Jahresende will man ihn auf 17,1 Millionen Euro abgebaut haben.

Deutlich weniger Einnahmen durch Parkgebühren

Allerdings entwickeln sich bislang nicht alle Einnahmequellen so wie die Gewerbesteuer. Bei den Gästebeiträgen hat man von den angepeilten 1,4 Millionen Euro bis Jahresende bislang rund 872.000 Euro angenommen. „Da wird aber noch einiges kommen“, ist sich Klaassen sicher.

Nicht ganz so optimistisch ist sie hingegen beim Thema Parkgebühren in Greetsiel. Zwar steigere man sich hier, aber von den im Haushalt eingeplanten 842.000 Euro hat man bis zum 15. August nicht einmal die Hälfte eingenommen. „Beim Ziel werden wir sicher nicht landen“, so Klaassen angesichts der bislang eingenommenen 404.000 Euro. Die schwankende Zahl der Tagesgäste, die die vorhandenen kostenpflichtigen Parkplätze in Greetsiel vor allem nutzen, könnte ein Grund für die geringeren Einnahmen sein. Gerade während der Corona-Pandemie als die Menschen wenig ins Ausland gereist sind, gab es zum Teil deutlich mehr Tagesgäste als üblich in Greetsiel.

Wie immer bei den Quartalsberichten der Kämmerin, das betonte Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos), gelte: „Die Zahlen sind vorübergehend.“ Änderungen sind vorbehalten und Prognosen als eben solche zu sehen.

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