Bezirksliga am Freitagabend  Germania Leer besiegt Bunde im Topspiel vor 400 Zuschauern

| | 01.09.2023 22:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Gute Laune herrschte Freitagabend bei Germania Leer. Foto: Doden/Emden
Gute Laune herrschte Freitagabend bei Germania Leer. Foto: Doden/Emden
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Mit 3:1 setzte sich der Tabellenführer gegen den bisherigen Zweiten durch. Großen Anteil daran hatte ein Neuzugang, der in der Torjägerliste nun ebenfalls von der Spitze grüßt.

Leer - Germania Leer ist in dieser Verfassung und Zusammensetzung ein ernsthafter Titelkandidat in der Fußball-Bezirksliga. Am Freitagabend gewann der Tabellenführer das Spitzenspiel der beiden bis dahin noch verlustpunktfreien Teams gegen den TV Bunde mit 3:1. Die Leeraner festigten ihre Tabellenführung und meisterten mit dem fünften Sieg im fünften Spiel die dritte Bewährungsprobe in wenigen Tagen. Nach zwei Kantersiegen gegen Strudden (4:0) und Wiesmoor (6:0) gab es erst das 4:3 gegen den starken Aufsteiger Borssum, dann den Last-Minute-Sieg im Topspiel in Middels (1:0) und nun den Erfolg im Kreisderby. Anteil daran hatte auch wieder Piotr Gherman. Der neue Stürmer traf wieder doppelt und zog in der Torjägerliste mit Bundes Eike Schmidt gleich: 8:8.

Germania-Kapitän Nick Kaßmann versucht Bundes Torjäger Eike Schmidt zu stoppen. Foto: Doden/Emden
Germania-Kapitän Nick Kaßmann versucht Bundes Torjäger Eike Schmidt zu stoppen. Foto: Doden/Emden

Nach dem für Germania tollen Fußballabend vor mehr als 400 Zuschauern zeigte sich Trainer Erhan Colak natürlich hocherfreut: „Ein geiles Spiel von uns wurde mit drei Punkten belohnt. Nach nervösem Beginn sind wir dann in die Spur gekommen. Ein Schlüssel zum Erfolg war sicherlich, dass wir Eike Schmidt als Mannschaft gut verteidigt haben.“ Der Torjäger kam in Leer nicht zur Entfaltung.

Bunde mit Vorteilen

Die Partie begann flott und in den ersten 20 Minuten mit Vorteilen für die Gäste aus Bunde. Lukas Kappernagel versuchte es mit einem Volleyschuss (3.) und Eike Schmidt verpasste in gefährlicher Zone, den Abschluss zu suchen (8.). Dann bot sich Germania die Großchance zum 1:0. Einen Freistoß aus 25 Metern von Piotr Gherman konnte Bundes Torwart Joost-Dirk Oltrop nur nach vorne abklatschen lassen. Kapitän Nick Kaßmann staubte aber nicht zum 1:0 ab, sondern scheiterte an Oltrop.

Piotr Gherman durfte wieder zwei Treffer bejubeln. Er hat nun acht Saisontreffer. Foto: Doden/Emden
Piotr Gherman durfte wieder zwei Treffer bejubeln. Er hat nun acht Saisontreffer. Foto: Doden/Emden

Ein Freistoß und ein Schuss von Alexandru Graur aus größeren Entfernungen strichen dann knapp über das Tor, ehe in der 40. Minute ein Schuss von Bundes Daniel Hoppen aus 16 Metern knapp am Tor vorbeiging. Kurz vor der Pause fiel dann die Germania-Führung, die die Germania-Fans staunen ließ. Nach herrlichem doppelten Doppelpass mit Ole Janssen schloss Piotr Gherman cool zum 1:0 ab. Alizade Charmanov und Zolfaqhar Nazari besaßen in der Nachspielzeit noch zwei weitere Leeraner Chancen.

Gherman fast aus dem Stand zum 2:0

Auch nach dem Wechsel gehörten die ersten Offensivmomente den Gastgebern. Erst sorgte ein Charmanov-Freistoß für Gefahr, dann klärte sogar Eike Schmidt in höchster Not vor dem eigenen Tor. Bunde hielt aber dagegen, von Außen versuchte Trainer Frank Winkler mit frischen Kräften und Einwechslungen nachzulegen. Aber gegen die gute Germania-Defensive gab es kaum ein Durchkommen. Zwei Distanzschüsse von Daniel Hoppen und Markus Winkler waren die gefährlichsten Szenen.

Spieldaten

Leer: Cebotari; Saracoglu, Kulas, Ichim, Danilov, O. Janssen (69. Murovanii), Gherman, Kaßmann, Nazari (85. Eden), Charmanov, Graur.

Bunde: Oltrop; Hoppen, K. Schmidt (75. K. Siemens), Kappernagel (46. Queder/79. Smidt), E. Schmidt, Bertram (46. Dirksen), Haken, C. Buse, Zimmermann (64. T. Siemens), Huxsohl, Winkler.

Tore: 1:0 Gherman (42.), 2:0 Gherman (75.), 2:1 Smidt (81.), 3:1 Charmanov (88.)

Auf der anderen Seite hätte Piotr Gherman nach einem der tollen Steckpässe von Graur schon das 2:0 besorgen können, tat es aber nicht (62.). Das fiel dann in einer Szene, in der nicht damit zu rechnen war. Aus rund 28 Metern zog der Torjäger einfach mal ab, und traf mit einem wuchtigen Flachschuss (75.). Das Anschlusstor von Joker Jannik Smidt im Strafraum gab Bunde nochmal neuen Mut (81.). Nach einem Zweikampf im Germania-Strafraum ging Joost Dirksen zu Boden (88.). Der Gast forderte Elfmeter, doch der Schiedsrichter sah es anders. Als dann Charmanov kurz darauf das 3:1 besorgte, war die Partie entschieden.

Nach dem 3:1 von Alizade Charmanov war der Jubel groß. Foto: Doden/Emden
Nach dem 3:1 von Alizade Charmanov war der Jubel groß. Foto: Doden/Emden

Bundes Trainer Frank Winkler sah ein Spiel auf einem hohen Niveau. „Unterm Strich geht der knappe Sieg der Leeraner in Ordnung“, meinte der frühere Germania-Spieler.

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