Marode Bauwerke Wann werden die Stadtringbrücken in Leer unter die Lupe genommen?
In Leer sind einige Brücken in die Jahre gekommen. Auch die Bauwerke im Verlauf des Stadtrings sind teilweise sehr marode. Nun steht fest, wann sie genau unter die Lupe genommen werden sollen.
Leer - Die Stadt Leer hat ein Problem mit ihren Brücken. Das machte Bürgermeister Claus-Peter Horst in seiner Eröffnungsrede zum Gallimarkt noch einmal deutlich. Die Südringbrücke hat eine Gewichtsbeschränkung ebenso die Ledabrücke. Die strengsten Vorgaben gibt es seit vergangenem Jahr für die Brücke über die Bahnlinie im Zuge des Leeraner Stadtrings. Diese liegt im Verantwortungsbereich der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich.
Was und warum
Darum geht es: Der Zeitpunkt der Brückenuntersuchungen im Verlauf des Leeraner Stadtrings steht fest.
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Deshalb berichten wir: Die Überprüfung war schon länger angekündigt. Wir wollten wissen, ob ein Termin feststeht. Den Autor erreichen Sie unter: j.bothe@zgo.de
Nachdem bei der Sanierung im vergangenen Jahr gravierende Mängel gefunden worden waren und das Bauwerk komplett erneuert werden muss, sollen auch die anderen Brücken unter die Lupe genommen werden. Dies sind die über die Augustenstraße, über die Heisfelder Straße, die des Alten Wegs (unter dieser wurde bereits ein Vlies angebracht, das lose Betonteile auffangen soll), die vom Wendekamp zur Straße An den Gärten und die über die Deichstraße. Dazu kommt auch noch die über die Parkstraße. Bei letzerer war die Oberfläche parallel zu den Arbeiten an der Brücke über die Bahn erst saniert worden. „Dabei haben wir keine gravierenden Schäden festgestellt“, hatte Behördenleiter Frank Buchholz dieser Zeitung später mitgeteilt. Aber das Ausmaß der Schäden an der im vergangenen Jahr sanierten Brücke sei auch erst nach und nach deutlich geworden. Selbst die gezielte Entnahme von Proben habe anfangs noch den Eindruck vermittelt, dass das Problem in den Griff zu kriegen sei.
Überprüfung der Brücken des Leeraner Stadtrings soll bald erfolgen
Nun teilt die Landesstraßenbaubehörde auf Anfrage dieser Zeitung mit, dass mit der Prüfung mittlerweile ein Ingenieurbüro beauftragt worden sei. „Dieses hat bereits ein Konzept vorgelegt, aus dem hervorgeht, an welchen Brückenpunkten entsprechende Bohrkerne entnommen werden sollen“, erläutert Behördensprecher Johannes Booken. Das solle in den kommenden Wochen erfolgen. Im Anschluss werde man dann sehen, wie schlimm es um die restlichen Brücken im Verlauf des Stadtrings bestellt ist.
Anlieger der Bundesstraße in diesem Bereich müssen auf eine Sache allerdings wegen der unklaren Lage noch warten: einen besseren Lärmschutz. Dies sei aktuell zurückgestellt, so Booken. Zunächst müssten die Brücken untersucht und begutachtet werden. „Erst nach Vorliegen dieser Ergebnisse ist es möglich, das weitere Vorgehen zu planen“, erklärt der Sprecher. Derzeit gilt auf dem Stadtring ein Tempolimit zwischen 50 und 100 Stundenkilometer. „Aktuell besteht keine Veranlassung, das geltende Limit zu ändern“, sagt Booken auf Nachfrage.