Ehrung für Holocaust-Überlebenden  Albrecht Weinberg mit Hermann-Tempel-Medaille ausgezeichnet

| | 27.11.2023 13:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Die SPD-Kreisvorsitzende Anja Troff-Schaffarzyk (von links) und der ehemalige Bundestagsabgeordnete Reinhold Robbe übergaben die Auszeichnung an Albrecht Weinberg. Foto: Wolters
Die SPD-Kreisvorsitzende Anja Troff-Schaffarzyk (von links) und der ehemalige Bundestagsabgeordnete Reinhold Robbe übergaben die Auszeichnung an Albrecht Weinberg. Foto: Wolters
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Nachdem er im September die Ehrenbürgerwürde der Stadt Leer erhalten hatte, wurde der Holocaust-Überlebende erneut ausgezeichnet. Die Kreis-SPD verlieht ihm die Hermann-Tempel-Medaille.

Leer - Der Leeraner Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg ist am Sonntag, 26. November 2023, vom Leeraner Kreisverband der SPD mit der Hermann-Tempel-Medaille ausgezeichnet worden. Die Festrede hielt der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Wehrbeauftrage, Reinhold Robbe. Erst im September war der 98-jährige Weinberg zum Ehrenbürger der Stadt Leer ernannt worden.

Nach der Reichspogromnacht im November 1938 begann für Weinberg ein Martyrium mit Verschleppung und Zwangsarbeit. Er überlebte unter anderem die Konzentrationslager Auschwitz, Mittelbau-Dora in Thüringen und zuletzt das KZ Bergen-Belsen bei Celle. Im KZ traf er seinen Bruder Dieter wieder. Nach der Befreiung habe Weinberg seine Schwester Friedel wiedergefunden. Beide emigrierten 1947 in die Vereinigten Staaten, wo sie sich in New York eine neue Existenz aufbauten.

Erst 1985 besuchten sie auf Einladung der Stadt Leer erstmals wieder ihre Heimat. 2012 kehrten sie endgültig zurück. Friedel starb kurze Zeit später. Unterstützung bekam er von Familie Dänekas. Mit Gerda Dänekas lebt er mittlerweile in einer Wohngemeinschaft zusammen. Gemeinsam engagieren sie sich dafür, dass die Schrecken der NS-Zeit nicht in Vergessenheit geraten.

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