ÖPNV in Emden  Neues Buskonzept für 2025 endgültig beschlossen

| | 13.12.2023 08:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bleibt zentrale Haltestelle, aber mit häufigerer Taktung: der Busbahnhof in Emden. Foto: Schuurman
Bleibt zentrale Haltestelle, aber mit häufigerer Taktung: der Busbahnhof in Emden. Foto: Schuurman
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Der Emder Rat brachte den Nahverkehrsplan für 2025 mehrheitlich auf den Weg. Nicht alle Ratsmitglieder sind damit einverstanden.

Emden - Endgültig auf den Weg gebracht: Der Rat hat sich jetzt mehrheitlich für den seit zwei Jahren diskutierten und erarbeiteten neuen Nahverkehrsplan in Emden entschlossen. Damit können die entscheidenden Ausschreibungen für die Subunternehmerleistungen für den Busverkehr und die Fahrzeugbeschaffung ausgeschrieben werden. Die Umsetzung des neuen Fahrplans soll 2025 erfolgen. Bis dahin gilt der alte Fahrplan.

Mit dem Konzept sind allerdings sieben Ratsmitglieder der CDU nicht einverstanden. Sie stimmten aus Kostengründen dagegen. Von einem „guten Ansatz für den Nahverkehr“ sprach Ratsmitglied Ole Falbe, von möglicherweise „weniger Luftbussen“ und „Mehreinnahmen, die dann fürs Freibad Borssum verwendet werden“ könnten. Doch angesichts des hochdefizitären Emder Haushalts lehnten Falbe und Parteikollegen die Planungen als „überdimensioniert“ ab. Schon in vorherigen Diskussionen hatte die CDU verlangt, dass der Regional-Busverkehr stärker in den Emder ÖPNV eingetaktet werden solle, um Kosten einzusparen.

Attraktiver ÖPNV in Emden

Dass dies allerdings nicht möglich sei, man den Verkehrsverbund Ems-Jade beziehungsweise die Weser-Ems-Busse nicht einbeziehen könne, hatte bereits ein Gutachter eingehend erläutert, merkte SPD-Ratsherr Harald Hemken an. Auch FDP-Ratsherr Erich Bolinius äußerte Unverständnis für die ablehnende Haltung der CDU, zumal der „Fahrplan dann viel besser“ sei und man den Stadtverkehr mit der jetzigen Entscheidung selbst in der Hand behalte. Grünen-Ratsherr Christian Nützel verwies auf die Konsequenzen bei einer nicht fristgerechten Verabschiedung des eigenen Konzepts. „Eine Notvergabe wird die Qualität des ÖPNV noch mindern.“

„Jetzt haben wir eine gute Chance, dass der ÖPNV in Emden attraktiver wird“, betonte Stadtbaurätin Irina Krantz. Sie dankte allen Beteiligten für die Mitarbeit in den vergangenen zwei Jahren. In die Zukunft und an die Kritiker gerichtet verwies sie auf den Aufsichtsrat, in dem auch weiter mit zwei Sitzen der politische Wille des Rates einfließen könne. „Wenn man einen Zweckverband will, ist das Gegenstimmen jedenfalls nicht das Mittel der Wahl.“

Das Grobkonzept des Nahverkehrsplans ab 2025 sieht folgende Schwerpunkte vor: Drei Linien im Hauptnetz, die sich weiter am Busbahnhof begegnen und im 30-Minuten-Takt fahren; die Nord-Südachse zwischen Barenburg und Borssum fährt im 15-Minuten-Takt, auch zwischen ZOB und Delft/Rathaus sowie ZOB und Kunsthalle; ganztägiger Bedarfsverkehr außerhalb des Hauptnetzes; außerdem Linienfahrten im Schulverkehr zu Schulanfangs- und Endzeiten. Die Busse sollen dann alle wieder in Standardgröße fahren.

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