Neu  Junge Ideen für die Stadt – Weener bekommt Jugendrat

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Von Vera Vogt
| 25.12.2023 09:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Jugendlichen in Weener sollen mitreden. Foto: Pixabay
Die Jugendlichen in Weener sollen mitreden. Foto: Pixabay
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Weener hat einen Jugendrat. Wie war die Wahlbeteiligung und was ist nun der Plan?

Weener - Junge Leute für Politik zu interessieren, ist nicht immer einfach. Ein Versuch, ihnen einen Weg zur Mitarbeit zu geben, sind Jugendparlamente. Weener hat nun seinen Jugendrat bekommen. Im Dezember war die Wahl. Marieke Koetsier, Sönke-Rikus Sonnenberg, Sonka Marie Fresemann, Milena-Sophie Fabienne Schubert, Louise Koetsier, Torben Dreesmann und Shaqayaq Afzali wurden gewählt.

Was soll das Parlament bringen?

Die SPD und die Grünen hatten in Weeners Ausschüssen ähnliche Anträge zu einem neuen Jugendrat gestellt. „Aus anderen Kommunen wissen wir, wie sinnvoll die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Planungen, die in ihrem Interesse sind, ist. Es sind aber auch die Themen, die wir Erwachsene manchmal gar nicht sehen oder erkennen“, wurde SPD-Ratsherr Günter Geerdes dazu in einer Mitteilung zitiert.

„Wir könnten uns auch vorstellen, dass der Jugendrat die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern nutzt im Rahmen eines Jugenddialogs“, wurde SPD-Vorsitzender Helmut Geuken zitiert. Die EU und ihre Mitgliedstaaten hätten Möglichkeiten geschaffen, die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa zu vertiefen. „Unsere Städtepartnerschaften mit Eurajoki (Finnland) und Le Pieux (Frankreich) könnten hier sehr hilfreich sein.“

Wie war die Rückmeldung?

In Weener hätten 946 Jugendlichen ihre Stimme bei der Wahl abgeben können, getan haben es nur 111 Wählerinnen und Wähler, das ergibt eine Wahlbeteiligung von 11,73 Prozent. Zur Wahl aufstellen lassen durften sich alle Jugendlichen, die zwischen zwölf und 18 Jahre alt sind und ihren Wohnort seit mindestens drei Monaten in der Stadt Weener haben. Für Wähler galten dieselben Kriterien.

Zum Vergleich: Bunde hat bereits ein Jugendparlament. Ein Drittel der rund 500 Jugendlichen und Kinder hatten ihre Stimme abgegeben. Mit der Rückmeldung zeigten sich alle Verantwortlichen sehr zufrieden.

Was kommt jetzt?

Bei den Jugendparlamenten ist es meist so, dass es ein Mitglied gibt, das im Ausschuss der Kommune sitzt. Als sogenanntes beratendes Mitglied kann die- oder derjenige dann nicht abstimmen, aber Ideen einbringen und Fragen stellen. Außerdem haben solche Parlamente meist auch ein eigenes Budget, in Weener sind es 2000 Euro jährlich.

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