Leben in Hinte  Dorfentwicklung in Hinte geht in die Umsetzung

| | 19.01.2024 16:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Hinteraner Arbeitsgruppe, der Bürgermeister, Vertreter vom Amt für Regionale Landesentwicklung und Vertreter vom Planungsbüro NWP bei der Übergabe der offiziellen Anerkennung des Dorfentwicklungsplanes. Foto: Gemeinde Hinte
Die Hinteraner Arbeitsgruppe, der Bürgermeister, Vertreter vom Amt für Regionale Landesentwicklung und Vertreter vom Planungsbüro NWP bei der Übergabe der offiziellen Anerkennung des Dorfentwicklungsplanes. Foto: Gemeinde Hinte
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Ende des ersten Quartals 2024 werden die Förderbescheide verschickt. Die Gemeinde reichte zunächst drei Projekte für das Dorfentwicklungsprogramm ein. Bis 2030 sollen noch viel mehr folgen.

Hinte - Es war ein langer Prozess: Anfang 2021 wurde die Gemeinde Hinte ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen. Im vergangenen Jahr gab es dann die entscheidende Ratssitzung kurz vor Ablauf der Frist zur Einreichung erster Projekte. Nun ist klar: Der Einsatz hat sich gelohnt.

Das Amt für Regionale Landesentwicklung hat jetzt der Gemeinde Hinte die offizielle Anerkennung des Dorfentwicklungsplanes überreicht. Jetzt können hoffentlich bald die ersten Projekte in Angriff genommen werden.

Drei Projekte eingereicht

Drei Projekte hatte die Gemeinde Hinte im vergangenen Jahr per Ratsbeschluss auf den Weg gebracht: die Anlage eines Dorfplatzes in Groß Midlum, die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses mit dem ehemaligen Feuerwehrhaus in Cirkwehrum und das Projekt des Bürgerhauses „Alte Schule“ in Loppersum. Ende des ersten Quartals, so Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos), rechnet die Gemeinde mit dem Bescheid, welches Projekt mit welcher Quote gefördert wird.

Die Schaffung beziehungsweise Erweiterung des Dorfplatzes in Groß Midlum ist eine Idee, die schon länger besteht. Möglich wäre, das zeigen Gespräche aus der Vergangenheit, zum Beispiel die Aufwertung eines Bereichs an der Dorfstraße. Die Gemeinde beziffert die Investitionskosten hier auf rund 200.000 Euro. Der Förderanteil könnte hier bei rund 160.000 Euro liegen. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Cirkwehrum schlägt laut Projektskizze mit rund 660.000 Euro zu Buche. Der Förderanteil liegt hier bei rund 500.000 Euro. Eine Umnutzung der „Alten Schule“ in Loppersum wird mit rund 930.000 Euro beziffert. Wie hoch die Förderquote hier sein könnte, ist noch unklar. Eventuell, so hieß es Ende 2023, werden hier auch noch andere Fördertöpfe angezapft.

Förderung bis mindestens 2030

Die drei Projekte sind derweil nur der Anfang. Das Amt für Regionale Landesentwicklung hat der Gemeinde Hinte zunächst eine Umsetzungsphase bis zum 30. September 2030 zugesichert. Stichtag für neue Anträge ist jeweils der 30. September eines Jahres. „Ziel ist es, jedes Jahr mindestens einen Antrag zu stellen“, so Redenius. Dies sei allerdings auch abhängig von den Fördertöpfen und der eigenen Finanzlage, aber man wolle hier am Ball bleiben.

Ideen gibt es genug: Der Dorfentwicklungsplan, der von Bürgerinnen und Bürgern, der Gemeinde und dem Oldenburger Planungsbüro NWP erstellt wurde, umfasst zahlreiche Projekte. Diese beziehen sich sowohl auf einzelne Ortschaften als auch auf ortsübergreifende Vorhaben. „Der Plan ist die Grundlage, aber nicht statisch“, sagt Redenius. Die Gemeinde werden weiterhin von dem Planungsbüro begleitet. Neben den Projekten, die von der öffentlichen Hand angestoßen und getragen werden, gibt es die Möglichkeit, private Vorhaben zu fördern. Auch aus diesem Bereich seien schon viele Anträge beim Amt für Regionale Landesentwicklung eingegangen, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Der Dorfentwicklungsplan für die Dorfregion Hinte ist im Internet auf www.hinte.de einsehbar.

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