Sanierung und neue Aufteilung Investor stellt Pläne für OLB-Gebäude in Leer vor
Das OLB-Gebäude am Denkmalsplatz in Leer ist verkauft. Im Gespräch mit dieser Zeitung hat der Investor seine Pläne vorgestellt. In einem Teil der Fläche könnte sich Gastronomie ansiedeln.
Leer - Viele Jahre gehörte das OLB-Gebäude am Leeraner Denkmalsplatz zu den Plänen der Fokus Development AG aus Duisburg, das Gröttrup-Mitte-Areal zwischen Mühlen- und Ledastraße sowie dem Vaderkeborg völlig neu zu entwickeln und ein neues Gebäude dort zu errichten. Doch getan hat sich nichts. Jetzt hat die Oldenburgische Landesbank (OLB) das Gebäude verkauft. Neuer Eigentümer ist seit Jahresbeginn das Unternehmen Watersportcentrum Proosdij aus dem niederländischen Vinkeveen bei Amsterdam. Dessen Inhaber ist René Bultena.
„Das Gebäude wird nach und nach auf den heutigen Stand der Technik gebracht“, sagt der 62-Jährige von der Insel Terschelling im Gespräch mit dieser Zeitung. Bei Kauf, Umbau und Vermietung wird Bultena von der Leeraner Immobilien Management Service GmbH (IMS) von Günter Kuhlmann unterstützt. Die Räume im OLB-Gebäude werden laut Bultena neu aufgeteilt, damit mehrere Mieter es künftig nutzen können.
Kleiner Bereich im Erdgeschoss für die OLB
Auch die Bank wird weiterhin dort vertreten sein. „Wir sind als erstes dabei, die Räume für die OLB herzurichten“, sagt René Bultena, dem in Leer bereits mehrere Immobilien gehören. Die Sanierungsarbeiten haben begonnen. Die Bank werde künftig einen etwa 90 Quadratmeter großen Schalterbereich im Erdgeschoss – an der Mühlenstraße direkt neben dem Bekleidungsgeschäft im nächsten Gebäude – nutzen. Außerdem stünden für die OLB-Mitarbeiter auf etwa 460 Quadratmeter Büros im 2. Obergeschoss zur Verfügung. Mit dem Umzug seien keine Personalmaßnahmen verbunden, hatte OLB-Sprecher Timo Cyriacks kürzlich mitgeteilt. „Es ist vorgesehen, dass die bekannten Kundenbetreuerinnen und -betreuer wie gewohnt auch weiterhin Ansprechpartner bleiben werden.“
Im Erdgeschoss bleiben dann noch 540 Quadratmeter übrig. „Wir sind mit Interessenten im Gespräch“, betont der Investor. Die Ansiedlung einer Branche konnte allerdings nicht umgesetzt worden. So habe zunächst auch ein Discounter Interesse bekundet. „Allerdings war die Tragfähigkeit des Fußbodens nicht ausreichend“, so René Bultena. Der Discounter habe für seine Regale und Geräte eine Tragfähigkeit von 750 Kilogramm pro Quadratmeter benötigt. „Wir sind bei 450“, sagt der Investor aus den Niederlanden. Deswegen habe es leider nicht geklappt.
Großer gastronomischer Betrieb hat Interesse, ein Restaurant zu eröffnen
Jetzt führe man aber Verhandlungen mit einem großen gastronomischen Betrieb, die dort ein Restaurant-Café eröffnen möchte. Diese würde den gesamten Bereich in Richtung Denkmalsplatz und entlang des Vaderkeborg im Erdgeschoss nutzen. Wann der Mieter dort einziehen und eröffnen könnte, hänge aber von den erforderlichen Genehmigungen ab. Deutlich eher soll hingegen die Tiefgarage wieder genutzt werden können. Dafür solle bald der Autolift repariert werden, so Bultena.
Die Pläne von Fokus Development, auch das OLB-Gebäude mit einzubeziehen, sind dann endgültig Geschichte. „Warum sollte ich mit einer Firma zusammenarbeiten, die 2015 ihre Pläne vorgestellt hat, und die seit 2019 nichts mehr gemacht hat“, stellt der niederländische Investor klar – und fügt an: „Ich habe es nicht gekauft, um es gleich wieder zu verkaufen.“