Diagnose ist da Wie lange fällt Janek Siderkiewicz bei Kickers Emden aus?
Durch einen Sturz im Testspiel gegen Wilhelmshaven zog sich der Mittelfeldspieler eine Schultereckgelenksprengung zu. Drei Mitspieler hatten schon dieselbe Verletzung. Die Ausfallzeit variierte.
Emden - Die ersten Befürchtungen haben sich bestätigt: Mittelfeldspieler Janek Siderkiewicz hat sich bei seinem Sturz im Testspiel gegen den SV Wilhelmshaven (6:1) schwerer verletzt. Der 27-Jährige war auf dem RW-Kunstrasen bei einer Rettungsaktion im Strafraum nach einem Zweikampf unglücklich auf die Schulter gefallen. „Ich hatte direkt gemerkt, dass da etwas kaputt ist.“ Die Erstdiagnose eines Arztes noch am späten Mittwochabend im Emder Krankenhaus wurde dann am Donnerstag auch von Ärzten der „Hafenpraxis“ in Leer bestätigt: Schultereckgelenksprengung.
Für den Stammspieler bedeutet das im „besten Fall“ eine mehrwöchige, im schlimmsten eine mehrmonatige Zwangspause. Ein weiteres Arzt-Gespräch steht noch an. Dabei wird die Schwere der „Sprengung“ nochmals bewertet und entschieden, ob eine Operation notwendig ist oder nicht. Mit der schlechteren Variante wolle er sich noch gar nicht beschäftigen, so der Sommer-Neuzugang.
Visser fuhr Sidekiewicz nach Hause
Als Mutmacher traten auch zwei Mitspieler auf, die mit derselben Verletzung ohne Operation nach einigen Wochen wieder einsteigen konnten: „Efkan Erdogan und Marcell Sobotta hatten mir direkt berichtet, dass sie das auch schon mal hatten“, so Siderkiewicz. Ebenso wie Tido Steffens, der allerdings nach einer Operation länger ausfiel. „Ich muss also abwarten, wie es bei mir behandelt werden soll. Für mich ist das alles völliges Neuland. In meinen ganzen Jahren bei Hansa Friesoythe war ich eigentlich nie verletzt.“
Nun stabilisiert eine Schulter-Arm-Bandage, eine Art „Schlinge“, seine Schulter. Autofahren war damit am Mittwochabend natürlich nicht möglich. So wurde Mitfahrer Heiko Visser zum Fahrer. Ihn hatte Siderkiewicz auf dem Weg von Strücklingen nach Emden in Neermoor eingesammelt. „Er hat mich dann nach Hause gefahren und seine Freundin ihn dann in Strücklingen abgeholt. Auch ansonsten habe ich viel Zuspruch von der Mannschaft bekommen.“