Zukunft der Filialen  Das sind die Pläne der Sparkasse Leer-Wittmund

| | 28.01.2024 09:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In Ostrhauderfehn will die Sparkasse Leer-Wittmund weiterhin einen Standort betreiben. Allerdings ziehen die Mitarbeiter innerhalb des Ortes um. Foto: Zein/Archiv
In Ostrhauderfehn will die Sparkasse Leer-Wittmund weiterhin einen Standort betreiben. Allerdings ziehen die Mitarbeiter innerhalb des Ortes um. Foto: Zein/Archiv
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Im vergangenen Jahr wurden noch Filialen geschlossen. Kommen in 2024 noch mehr dazu?

Leer - Die Sparkasse Leer-Wittmund stand Mitte 2023 stark in der Kritik, als sie bekanntgab, dass sieben Filialen geschlossen werden sollten. Jemgum, Filsum, Blomberg, Neermoor, Völlenerfehn, Flachsmeer sowie Leer-Heisfelde waren betroffen. Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Jahresbilanz am Freitag, 26. Januar 2024, betonten die Vorstände Carsten Rinne und Ingo Fortkamp nun, dass es in diesem Jahr keine Veränderung im Filialnetz geben soll. „Es kann nur sein, dass die Anzahl der Geldautomaten an den einzelnen Standorten reduziert wird, wenn sie nicht frequentiert werden“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Rinne.

Grundsätzlich seien Besuche von Kunden in den Filialen deutlich rückläufig, erläuterte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Ingo Fortkamp. Stattdessen werde das Kundenservicecenter deutlich stärker genutzt. Das sei seit der Corona-Pandemie der Fall. 16 bis 18 Mitarbeitende würden dort arbeiten. Einige sprechen auch Platt. „Wenn manche Kunden regelmäßig zur gleichen Zeit anrufen, ist es schon so, dass sie immer dieselben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Telefon haben“, sagt Carsten Rinne. Dann ist es nicht anders als früher in der Filiale, wo die Kundenberater bei regelmäßigen Aufträgen schon gewusst hätten, was gewünscht sei.

Umzüge in Ostrhauderfehn und Borkum

Bei den Filialen wird es in Ostrhauderfehn allerdings einen Standortwechsel geben. „Wir ziehen in ein moderneres und energetisch sinnvolleres Gebäude“, erläutert Rinne. „Außerdem brauchen wir nicht mehr so viel Platz.“ Der Umzug in ihr neues Domizil wenige Meter weiter solle im Oktober/November 2024 erfolgen, hatte die Sparkasse kürzlich mitgeteilt. Der Verkaufsprozess für den bestehenden Standort laufe derzeit. Die Gebäude in Westerholt und Holtriem seien im vergangenen Jahr verkauft und dann zurückgemietet worden.

Auf Borkum habe der Umzug der Filiale ins ehemalige AOK-Gebäude, Lüderitz 2, zudem sehr gut funktioniert. Es sei ein Mehrwert für die Allgemeinheit, so Fortkamp. Die Erreichbarkeit mit dem Auto sei nun auch während der Saison für die Borkumer besser. Der bisherige Standort in bester Lage am Georg-Schütte-Platz stehe nun für Einzelhandel zur Verfügung. Die Geldautomaten seien dort weiterhin vorhanden.

Veränderungen soll es in Weener geben. „Dort müssen wir was machen“, sagte Rinne. Das bestehende Objekt an der Markstraße sei in keinem guten Zustand. Die Pläne für einen Neubau in Möhlenwarf würden nicht weiter verfolgt. „Wir haben in Weener mit den Planungen neu angefangen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Ob der bisherige Standort erneuert oder ein neuer bezogen werde, sei noch offen. Das solle relativ zeitnah entschieden werden.

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