Vieles ist unklar  Tod einer 65-Jährigen in Hage – was wir wissen und was nicht

| | 06.02.2024 10:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auch am Dienstag, 23. Januar 2024, waren die Ermittler am Tatort in Hage. Archivfoto: Kresse
Auch am Dienstag, 23. Januar 2024, waren die Ermittler am Tatort in Hage. Archivfoto: Kresse
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Ende Januar ist in Hage eine 65-Jährige tot in einem Wohnhaus gefunden worden. Die Behörden halten sich mit Informationen zurück. Was ist bekannt und was bleibt der Öffentlichkeit bisher verborgen?

Hage/Aurich - Vor etwas mehr als zwei Wochen, am Montag, 22. Januar 2024, ist eine 65-Jährige in Hage tot in einem Wohnhaus gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Tötungsdelikt aus. Wir fassen zusammen, was bereits bekannt ist – und wozu die Ermittlungsbehörden bislang, auch auf redaktionelle Nachfrage, schweigen.

Was wir wissen

  • Am Montag, 22. Januar 2024, wurde in einem Hager Wohnhaus eine tote 65-Jährige gefunden. „Nach ersten Ermittlungen“ geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus. Eine Obduktion ergab „Spuren äußerer Gewalteinwirkung“.
  • Der Tatort liegt in der Harringastraße, in die Einsatzkräfte gegen 11 Uhr zu einer Notfalltüröffnung gerufen worden waren. Es handelt sich um ein Wohngebiet mit Einfamilien- und Doppelhäusern.
  • Die Herrin des Verfahrens ist die Staatsanwaltschaft Aurich, die Polizeiinspektion (PI) Aurich/Wittmund führt die Ermittlungen durch. Unterstützend tätig ist das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen. PI-Sprecherin Wiebke Baden zufolge hat das LKA „aus der Ferne unterstützt“, vor Ort seien keine LKA-Mitarbeiter gewesen. In der Regel umfasst derartige Hilfe aus der Ferne etwa Laborleistungen.
  • Die Strafverfolgungsbehörden suchen Zeugen: Wer in jüngster Zeit etwas oder jemanden Merkwürdiges beobachtet hat, möge sich unter der Telefonnummer 04941/606660 an die Auricher Polizei wenden. Der Polizei zufolge haben sich bereits Zeugen unter dieser Rufnummer gemeldet. „Die dort gemachten Angaben werden nun ausgewertet“, so PI-Sprecherin Wiebke Baden gegenüber der Redaktion. Sie appelliert weiterhin an potenzielle Hinweisgeber, sich bei der Polizei zu melden.
  • Spezialisten der Spurensicherung waren sowohl am 22. als auch am 23. und 24. Januar 2024 am Tatort im Einsatz. Zudem hat das Technische Hilfswerk (THW) Amtshilfe geleistet – um den Tatort zu sichern. Verhindert werden sollte den Einsatzkräften zufolge, dass Unbefugte ins Gebäude gelangen und/oder Spuren verändert beziehungsweise beseitigt werden.
  • Am Mittwoch, 24. Januar 2024, war ein Spürhund im Einsatz.
  • Ebenfalls an dem Mittwoch hat eine betrunkene Person versucht, auf einer Straße in Hage Autos anzuhalten. Einen Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt gibt es der Polizei zufolge jedoch nicht.

Was wir nicht wissen

  • Unklar ist, an welchen Verletzungen die Frau gestorben ist. Ebenfalls von den Behörden bisher nicht kommuniziert wurde, ob es eine Tatwaffe gibt – und falls dem so ist, um welche Art von Waffe es sich gehandelt hat.
  • Die Staatsanwaltschaft und die Polizei haben auch auf Nachfrage nicht mitgeteilt, welcher Tatverdacht im Raum steht. In Betracht kämen beispielsweise Mord, Totschlag oder Körperverletzung mit Todesfolge – die jeweils unterschiedliche Strafen nach sich ziehen können.
  • Es gibt ein Gerücht, wonach es bereits einen Tatverdächtigen geben soll. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei bestätigen das auf Nachfrage nicht. Dementsprechend ist ebenfalls nicht bekannt, ob es in dem Fall bereits eine oder mehrere Festnahme/n gegeben hat.
  • Die Polizei hat auf Nachfrage nicht mitgeteilt, weswegen der Spürhund in Hage im Einsatz war.
  • Nicht bekannt ist bislang zudem, was als mögliches Tatmotiv in Betracht kommt.
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