Wirtschaft  Hinte überrascht mit Gewerbegebiet-Plänen und Freiflächen-PV

| | 13.02.2024 16:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auf einer Fläche von 25 Hektar soll an der A31 in Hinte ein Solarpark mit Freiflächen-Photovoltaik entstehen. Symbolfoto: Birchall/PA Wire/dpa
Auf einer Fläche von 25 Hektar soll an der A31 in Hinte ein Solarpark mit Freiflächen-Photovoltaik entstehen. Symbolfoto: Birchall/PA Wire/dpa
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Direkt an der Autobahn 31 will die Gemeinde Hinte ein fünf Hektar großes Gewerbegebiet bauen. Außerdem soll hier, wo früher das „Westerhuser Neuland“ geplant war, ein großer Solarpark entstehen.

Hinte - Es war ein lang gehegter Wunsch auch von Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos): mehr Flächen für Gewerbe in der Gemeinde. Nicht zuletzt, um auch mehr Gewerbesteuer in die Gemeindekasse zu spülen. Lange war es eher ruhig um das Thema, nun überrascht die Verwaltung mit einem ganz großen Wurf.

Denn: Das eigentlich zu den Akten gelegte interkommunale Gewerbegebiet kommt jetzt wieder auf die Agenda: am gleichen Standort, nur mit ganz anderen Vorzeichen. Statt zusammen mit der Stadt Emden und der Gemeinde Krummhörn will die Gemeinde nun in direkter Autobahnnähe das „Gewerbegebiet Neuer Weg“ mit einer Größe von fünf Hektar realisieren – und gleich noch einen 25 Hektar großen Solarpark bauen lassen.

Gespräche mit Investor laufen

Für den Solarpark sei man in „engen und schon sehr weit fortgeschrittenen“ Gesprächen mit einem Investor. Dieser soll die Fläche erschließen, den Solarpark bauen und eine Gesellschaft mit Sitz in der Gemeinde Hinte betreiben. Die Gemeinde würde so von Gewerbesteuereinnahmen und der Akzeptanzangabe profitieren.

Wie lange es bis zur Umsetzung des Vorhabens in Hinte dauern wird, ist noch offen. Aber: „Wir wollen jetzt Gas geben“, so Redenius. Ob sich die Gemeinde selbst an der Gesellschaft und somit auch an dem Umsatz aus der Stromerzeugung beteiligt oder ob sich auch Bürger beteiligen können, sei noch offen, so Redenius. Mit dem 25-Hektar-Solarpark würde die Gemeinde zudem den größten Teil der Landesvorgaben für Photovoltaik-Anlagen erfüllen.

Fünf Hektar „Neuer Weg“ statt „Westerhuser Neuland“

Wenn aber schon 25 Hektar an Grundstücksfläche erschlossen werden, will sich die Gemeinde hier anschließen und die verbliebenen fünf Hektar des Areals in ein neues Gewerbegebiet verwandeln. Statt „Westerhuser Neuland“, so der Name des ursprünglichen interkommunalen Vorhabens, soll das Gewerbegebiet „Neuer Weg“ heißen. „Die Nachfrage dafür ist auf jeden Fall da“, so Redenius gegenüber dieser Zeitung. Vor allem mittelständische Betriebe aus der Gemeinde, aber auch aus Emden hätten Bedarf an Flächen vor allem für Hallen.

Da das Gewerbegebiet „Neuer Weg“ direkt an der Autobahn 31 und vor allem direkt an der Ausfahrt Pewsum liegen würde, könnte der Standort kaum besser sein. Auch die Kosten, die der Gemeinde für die Erschließung der fünf Hektar entstehen, dürften geringer sein als ohne die Synergie-Effekte mit dem Solarpark. Ein weiterer Vorteil: Die Fläche ist bereits als Gewerbegebiet ausgewiesen, so Redenius. Das erspare viele Planungsschritte.

Erstmals öffentlich vorgestellt werden sollen die Planungen im Ausschuss für nachhaltige Gemeindeentwicklung am kommenden Donnerstag, 22. Februar 2024. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Feuerwehrhaus Hinte an der Cirkwehrumer Straße.

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