Umbau vor Abschluss  Jetzt ist klar, wann das Festspielhaus am Wall in Emden eröffnet

| | 08.03.2024 14:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Schriftzug - hier wird gerade das „Fest“ zum „Spielhaus“ am Wall montiert - macht schon einmal viel her: Eröffung ist nächsten Monat. Foto: Ortgies
Der Schriftzug - hier wird gerade das „Fest“ zum „Spielhaus“ am Wall montiert - macht schon einmal viel her: Eröffung ist nächsten Monat. Foto: Ortgies
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In der Stadt Emden haben sich viele Bauvorhaben durch unterschiedliche Krisen verzögert. Jetzt ist ein Prestige-Projekt kurz vor dem Abschluss: das Festspielhaus.

Emden - Nach vielen Verzögerungen ist jetzt klar: Das Festspielhaus am Wall in Emden soll am 19. April 2024 eröffnen. Das teilt die Pressestelle der Stadt am Freitagmittag mit. Nachgelagert müsse noch der „Musikraum“ in hinteren Bereich des Gebäudes fertiggestellt werden. Auch die Umgestaltung des Außenbereichs erfolge lediglich in Teilen, da sie nicht Bestandteil des Projektes gewesen sei und die angestrebten Fördermittel für den Außenbereich nicht bewilligt wurden.

Ob es eine besondere Eröffnungsfeier oder eine besondere Veranstaltung zum 19. April geben wird, hat die Stadt indes noch nicht mitgeteilt. Grundsätzlich sei man inzwischen aber froh, dass ein Ende der Bauarbeiten in Sicht sei, wie die Chefin der städtischen Veranstaltungsagentur Kulturevents Emden, Kerstin Rogge-Mönchmeyer, kürzlich dieser Zeitung sagte. Der Umbau des Neuen Theaters zum Festspielhaus am Wall hat insgesamt ein Jahr länger gedauert, als geplant. Der Eröffnungstermin war immer wieder nach hinten geschoben worden, immer wieder musste umgeplant, Veranstaltungen ausgelagert oder ganz abgesagt werden. Jetzt sind die Verantwortlichen auf Nummer sicher gegangen und haben die Hauptabnahmen aller Gewerke abgewartet.

Wie teuer das Festspielhaus geworden ist, ist noch unklar

Dass es immer wieder zu Verzögerungen kam, war im Vorfeld kaum abzusehen, wie Rogge-Mönchmeyer dieser Zeitung sagte. „Als 2019 der Förderbescheid übergeben wurde, waren alle noch frohen Mutes“, sagte sie. „Aber dann kamen Corona, der Russland-Krieg gegen die Ukraine, die Energiekrise.“

Die Leimbinder aus Holz waren wegen des Russland-Embargos nicht mehr zu haben, es wurde auf Stahlträger umgeplant. Stahl wurde knapper, Material überhaupt. So kam das Spezialglas für die Fassade letztlich aus Tschechien. Allerdings auch wieder viel später, als gedacht, so Rogge-Mönchmeyer. Dass das Haus solange offen stand, hatte natürlich Einfluss auf den Innenausbau. „So kam eins zum anderen.“

Die Verzögerungen haben auch eine erhebliche Kostensteigerung zur Folge. Zuletzt war von 5,8 Millionen Euro für das neue Festspielhaus am Wall die Rede, das war im Sommer vergangenen Jahres. Ursprünglich war man von 4,7 Millionen Euro ausgegangen. Etwa 2,7 Millionen Euro fließen als Zuschüsse vom Land Niedersachsen aus einem Fördertopf, der eigens für solche Kulturveranstaltungsstätten angelegt worden war. Ob die Summen reichen werden, wird sich zeigen. Noch ist der Bau nicht schlussabgerechnet.

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