Bezirksliga am Mittwochabend Auch Westrhauderfehn kann Germanias Serie nicht stoppen
TuRa 07 unterlag beim Titelkandidaten mit 0:2. Die 100 Zuschauer sahen ein munteres Spiel. TuRa-Coach Stefan Brelage blickt zuversichtlich auf das Rückspiel am Sonntag.
Leer - Germania Leer bleibt in der Fußball-Bezirksliga die einzige ungeschlagene Mannschaft. Auch TuRa 07 Westrhauderfehn konnte dem Titelanwärter im 20. Spiel nicht die erste Saisonniederlage beibringen. Die Germanen gewannen das Nachholspiel vor 100 Zuschauern am Mittwochabend mit 2:0 und rückten bis auf einen Punkt an Tabellenführer TV Bunde heran. Die Rheiderländer haben allerdings auch noch immer zwei Spiele mehr absolviert. TuRa bleibt mit 36 Punkten Tabellensiebter. Am Sonntag kommt es schon zum Wiedersehen. Dann steht das Rückspiel an der Werftstraße an. „Wir haben eine kämpferisch starke Leistung gezeigt, damit bin ich sehr zufrieden“, sagte TuRa-Trainer Stefan Brelage und blickte schon auf das Rückspiel. „Am Sonntag greifen wir zuhause dann nochmal an.“
Die 1:0-Pausenführung der Germanen in einem munteren Spiel war verdient. Sie hatten mehr vom Spiel und die besseren Chancen. Das Tor erzielte Mittelfeldmann Alexandru Graur mit einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern. TuRa hatte zuvor den Ball nicht weit genug geklärt (20.). Kurz darauf hätte Nick Kaßmann das 2:0 erzielen müssen. Aber nach toller Vorarbeit von Viktor Martian schoss der Kapitän aus ganz kurzer Entfernung über das leere TuRa-Tor (26.). Ansonsten besaßen die Gastgeber noch zwei kleinere Schusschancen. Für agile und zweikampfstarke Gäste stand nur eine gute Möglichkeit zu Buche. Doch der Volleyschuss von Onno Janßen ging aus 16 Metern über das Tor.
Das sagt Erhan Colak
Die zweite Hälfte konnten die TuRaner ausgeglichener gestalten. Die erste Chance besaß Germania durch Piotr Gherman. Der Freistoß landete in der Mauer (52.). Kurz darauf wurde der Ball nach einer tollen Aktion von Jonte Marks noch zur Ecke geklärt (54.). Die nächsten beiden Aktionen gehörten wieder den Gastgebern. Ein Kopfball von Ole Janssen ging über das Tor (60.) und der eingewechselte Eugeniu Gliga schoss aus acht Metern über das Tor (65.). Dann besorgte Viktor Martian das 2:0 (67.).
Germania: Cebotari; Gaiu, Saracoglu, Ichim, O. Janssen, Gherman (65. Gliga), Kaßmann, Cesnocov, Martian (87. H. Janssen), Carmanov, Graur.
TuRa: N. Marks; H. Meyer, Weber (89. Bohlen), Janßen, Douwes (68. Jauken), Marks, Marc-Cedric Schulte (75. Jajan), Malchus (75. J. Meyer), Schütte, Möhlmann, Wendt.
Tore: 1:0 Graur (20.), 2:0 Martian (67. ).Spieldaten
Wenige Minuten nachdem Fabian Wendt den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte (69.), begann die druckvollste Phase der TuRaner. Die waren in der Schlussviertelstunde zwar feldüberlegen. Aber die sehr sichere Germania-Abwehr ließ keine weitere TuRa-Chance mehr zu.
„TuRa hat uns alles abverlangt“, sagte Ex-Tura- und nun Germania-Trainer Erhan Colak. „Der Sieg ist aber verdient.“