Licht am Horizont  Rettung in Sicht – Geldsegen für Tierschutzverein Rheiderland

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Von Vera Vogt
| 02.05.2024 14:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Iris Holzapfel und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter bekamen tolle Neuigkeiten. Foto: Ortgies/Archiv
Iris Holzapfel und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter bekamen tolle Neuigkeiten. Foto: Ortgies/Archiv
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Die Sitzung mit der das Ende des Tierschutzvereines Rheiderland hätte besiegelt werden können, stand kurz bevor. Jetzt gibt es Neuigkeiten: Es sieht gut aus.

Rheiderland - Eine glückliche Fügung oder gutes Karma? Wie auch immer man es nennen möchte: Für den Tierschutzverein Rheiderland sieht es wieder rosiger aus. „Der Tierschutzverein hat erfahren, dass er eine Erbschaft zu erwarten hat“, sagt die Vorsitzende und Leiterin des Tierheims in Stapelmoor Iris Holzapfel. „Damit könnten die finanziellen Sorgen behoben werden. Das würde einem neuen Vorstand neue Möglichkeiten eröffnen.“ Diese Nachricht kam am Nachmittag vor der Sitzung, in der die Auflösung des Vereines hätte besiegelt werden können.

Die Vorsitzende Iris Holzapfel hatte angekündigt, dass sie nicht noch einmal zur Wahl zur Verfügung steht. Neben den beiden Posten des/der 1. und 2. Vorsitzenden hätten ein Kassenwart und ein Schriftführer gewählt werden müssen. Außerdem zwei Kassenprüfer, die aber nicht dem Vorstand angehören. Die Chancen standen nicht unbedingt gut: Und wäre es nicht gelungen, die vier Vorstandsposten zu besetzen, sollte der Beschluss gefasst werden, den Verein zum 30. Mai 2024 aufzulösen.

Rettung für den Tierschutzverein wieder in Sicht

Dass die Vorsitzende nicht noch einmal kandidieren würde, war schon zuvor bekannt. Bereits 2022 hatte es eigentlich eine Nachfolgerin für Iris Holzapfel geben sollen, die das Tierheim in Stapelmoor jahrzehntelang geleitet hatte und in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen wollte. Mit Anke Wilken war schon eine Nachfolgerin gefunden worden, die nach einer Einarbeitungszeit die Leitung des Tierheims übernehmen sollte. Kurz nach ihrem Start im Oktober 2022 warf sie frustriert das Handtuch. Begründet hatte sie diese Entscheidung damit, mit den Umständen im Tierheim nicht zufrieden zu sein.

Schwere Vorwürfe waren unter anderem im Internet in Umlauf gebracht worden: Man horte Tiere, das Heim sei überbelegt. Das Veterinäramt des Kreises Leer hatte daraufhin das Tierheim besucht. Die Vorwürfe konnten dabei nicht bestätigt werden. Im Gegenteil: „Der Eindruck war überwiegend positiv“, teilte Landkreissprecher Philipp Koenen damals mit. Verpflegung und Hygiene, Räumlichkeiten und Verhalten der Tiere: alles im Lot. Die Suche nach einer Nachfolgerin ging weiter: Im August 2023 stand wieder eine Kandidatin bereit. Allerdings musste Sylvana Oosterbeek aus gesundheitlichen Gründen nach kurzer Zeit wieder kündigen.

Nun – mit der Erbschaft in Aussicht – könnte es wieder ganz neue Perspektiven geben. „Wir brauchen jetzt Zeit, um uns neu zu sortieren“, sagt Holzapfel. „Es wäe schön, wenn wir einem neuen Vorstand ein schuldenfreies Tierheim übergeben könnten“, sagt die Leiterin.

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