Strom aus Sonnenlicht  Hesel soll Solarfeld bekommen

| | 07.05.2024 11:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Solarmodule sollen auf elf Hektar in der Gemeinde Hesel installiert werden. Symbolfoto: Marijan Murat/dpa
Solarmodule sollen auf elf Hektar in der Gemeinde Hesel installiert werden. Symbolfoto: Marijan Murat/dpa
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Ein Unternehmen will auf elf Hektar am Rand der Gemeinde Hesel Photovoltaikanlagen installieren. Es ist nicht das einzige Projekt dieser Art in der Samtgemeinde.

Hesel - Ein Unternehmen aus der Uckermark plant in Hesel eine elf Hektar große Freiflächenphotovoltaikanlage. Im Ortsteil Kiefeld, an der Grenze zu Jheringsfehn, soll aus 16.740 Modulen eine Gesamtleistung von 9,5 Megawatt erzeugt werden. Kürzlich befasste sich der Ausschuss für Bau, Klima und Gemeindeentwicklung mit den Plänen und gab seine Zustimmung dafür.

Das Grundstück ist eine von mehreren Potenzialflächen, die im Gebiet der Samtgemeinde Hesel für die Stromerzeugung aus Sonnenlicht infrage kommen. Insgesamt sollen 100 Hektar für diese Form erneuerbarer Energie zur Verfügung gestellt werden. Das Grundstück im Kleinheseler Moor ist bislang als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen, allerdings mit einer niedrigen Fruchtbarkeit.

Betreiber will dichte Hecke anpflanzen

Dort sollen nunmehr mehrere Reihen von Solarmodulen aufgestellt werden, dazu kommen drei Trafostationen. Zwischen den Reihen beträgt der Abstand den Unterlagen des Unternehmens zufolge mindestens fünf Meter, das entspreche einem „besonnten Streifen“ von 2,5 Metern Breite. Die Modulunterkante hat einen Abstand von 80 Zentimetern zum Boden. Die gesamte Anlage soll nicht nur eingezäunt werden, um unbefugtes Betreten zu verhindern, sondern zusätzlich mit einer 3,5 Meter tiefen Hecke umgeben werden.

Außerdem will sich das Unternehmen verpflichten, prägende Gehölze und vorhandene Gräben zu erhalten, sowie auf der Fläche Nistkästen für Vögel und Insekten anzubringen. Ein niedriger Durchschlupf unter dem Zaun soll dafür sorgen, dass kleinere Tiere sich frei bewegen können. Aufgrund einer Beteiligung von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde könnte die Gemeinde Hesel künftig mit Einnahmen von 20.000 Euro rechnen. Ende Mai soll der Gemeinderat über das geplante Projekt beschließen. Die Samtgemeinde Hesel müsste darüber hinaus ihren Flächennutzungsplan entsprechend ändern.

45 Hektar Solarpark in Brinkum

Das Solarprojekt in Hesel ist nicht das einzige in der Samtgemeinde Hesel. In Brinkum sollen Flächen für Photovoltaik entlang der Autobahn ausgewiesen werden. Dort geht es nach Angaben von Bürgermeister Bernhard Janssen (OWG) um eine Größenordnung von 21 Hektar. Ein Unternehmen habe sich dafür bereits die entsprechenden Pachtverträge gesichert. Daran angrenzend solle die Fläche Brinkum 2 für Photovoltaik ausgewiesen werden.

An insgesamt drei Standorten in der Samtgemeinde Hesel sollen im großen Maßstab Photovoltaikanlagen auf Freiflächen installiert werden. Foto: Patrick Pleul/dpa
An insgesamt drei Standorten in der Samtgemeinde Hesel sollen im großen Maßstab Photovoltaikanlagen auf Freiflächen installiert werden. Foto: Patrick Pleul/dpa

Laut Janssen geht es dabei um weitere knapp 30 Hektar. Die Planung dafür sei im Rat bereits vorgestellt worden. Insgesamt komme man so auf rund 45 Hektar Freiflächenvoltaik. Wie in Hesel seien auch dort Einnahmen aus der Abgabe der Unternehmen zu erwarten. „Dieses Geld könnten wir für eigene Projekt verwenden“, sagt Janssen.

Weitere Pläne für Photovoltaik gibt es in der Gemeinde Firrel. Bürgermeister Johannes Poppen (AWG) teilte dazu mit, dass die Pläne in der kommenden Woche im Gemeinderat vorgestellt werden sollen.

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