Nach Sanierung  Auf der Wiesmoorer Freilichtbühne kann die Post abgehen

| | 22.05.2024 10:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Moderne Technik, mehr Komfort und Sicherheit: Die Stadt Wiesmoor hat für 60.000 Euro die Freilichtbühne modernisiert. Foto: Hanz
Moderne Technik, mehr Komfort und Sicherheit: Die Stadt Wiesmoor hat für 60.000 Euro die Freilichtbühne modernisiert. Foto: Hanz
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Die Stadt Wiesmoor hat für rund 60.000 Euro die Freilichtbühne modernisiert und instandgesetzt. Der Zaun allerdings sorgt weiter für Kritik.

Wiesmoor - Wenn am 31. Mai um 20 Uhr zur Open Air Silent Party die Musik in den Kopfhörern einsetzt, muss alles erledigt sein: Die Stadt Wiesmoor arbeitet zurzeit noch unter Hochdruck an der Instandsetzung und Modernisierung der Freilichtbühne − Voraussetzung dafür, dass sie wieder zu einem vollwertigen Veranstaltungsort wird. Technik, Komfort und Sicherheit müssen auf den neuesten Stand gebracht werden. Rund 60.000 Euro lässt sich die Stadt das kosten.

Mehr als 20 Veranstaltungen sind zwischen 31. Mai und Anfang September auf der Freilichtbühne angesetzt. „Sieht man von einer kleinen Lücke im August ab, wird die Bühne jedes Wochenende bespielt“, kündigt Wiesmoors Bürgermeister Sven Lübbers an: Neben den Konzerten und Partys, die die Veranstaltungsagentur „Mein Lieblingsevent“ von Dennis Athen nach einigen Probeläufen im vergangenen Jahr auf die Wiesmoorer Bühne bringt, wird es dort auch Veranstaltungen beim Blütenfest am 31. August und 1. September 2024 geben. Und am 7. September 2024 findet erneut das Planet-Future-Festival auf der Freilichtbühne statt, so der Bürgermeister.

Für barrierefreien Zugang geht es hier entlang. Foto: Hanz
Für barrierefreien Zugang geht es hier entlang. Foto: Hanz

Rampen für barrierefreien Zugang

In den vergangenen Wochen haben Lübbers zufolge fast alle 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baubetriebshofes auf dem Gelände gearbeitet: Laut Mitteilung aus dem Rathaus wurden unter anderem die Aufgänge zur Freilichtbühne befestigt und mit einem Geländer gesichert. Rampen sorgen für einen barrierefreien Zugang der Sitzreihen. Damit Besucher nach der Veranstaltung sicheren Fußes das Gelände verlassen können, wurde eine Lichtanlage für Helligkeit an den Aufgängen gebaut, die vom Regiehaus bedient werden kann.

Die Aufgänge zu den oberen Sitzreihen wurden mit Geländern gesichert. Foto: Hanz
Die Aufgänge zu den oberen Sitzreihen wurden mit Geländern gesichert. Foto: Hanz

Zurzeit sind überall noch aus dem Boden ragende Rohre zu sehen − in die Leerrohre, die vom Eingang zum Regiehaus und dann unter der Bühne hindurch in den VIP- und Künstlerbereich hinter der Bühne führen, werden noch Datenkabel verlegt. Dann wird es im Bereich der Freilichtbühne überall Zugang zum Internet geben, heißt es in einer Mitteilung.

Nun werden noch die Sitze gereinigt

Auch die so genannten Container wurden entrümpelt und renoviert: Durch undichte Dächer drang das Wasser, und Tiere hatten sich breitgemacht. „Jetzt sind die Dächer wieder dicht und auch die Holzfußböden erneuert“, berichtet der Bürgermeister. In den kommenden Tagen werden noch alle Sitzschalen gereinigt und mit Nummern versehen.

Der Zaun, der den hinteren Bereich abtrennt, ist umstritten. Noch ist er für Spaziergänger offen. Foto: Hanz
Der Zaun, der den hinteren Bereich abtrennt, ist umstritten. Noch ist er für Spaziergänger offen. Foto: Hanz

Einen „Kraftakt“ nennt Sven Lübbers die Instandsetzung. Und deshalb sei es eine Selbstverständlichkeit, dass der modernisierte Bereich eingezäunt wird, betont der Bürgermeister mit Blick auf Kritik am Zaunbau. Die fürs kommende Jahr geplante Umzäunung des gesamten Geländes der Freilichtbühne soll nicht nur Vandalismusschäden vorbeugen, sondern auch die Sicherheit bei Veranstaltungen erhöhen. „Täte die Stadt Wiesmoor das nicht, wäre das als fahrlässig zu kritisieren und der Verwaltung vorzuhalten, ein getrübtes Verantwortungsbewusstsein zu besitzen“, teilt Lübbers mit.

Warum der Zaun aus Sicht der Stadt nötig ist

Der Zaun verwehre nicht den Zutritt zum Wald, sondern den Zugang zur Anlage „und schützt damit das Eigentum der Stadt Wiesmoor“. Fast jeder Sportplatz sei heute von einem Zaun umgeben, und andere Freileichtbühnen ebenfalls, betont der Bürgermeister. So hatte der Wiesmoorer Ratsherr Diedrich Kleen (Tierschutzpartei) bemängelt, dass kleine Tiere nicht unter dem engmaschigen Zaun hindurchkommen könnten. Spaziergänger befürchten, dass ihnen in Zukunft der Weg versperrt sein könnte.

Zwei Elemente und ein Tor: Noch sind erst 150 Meter Zaun gebaut. Im kommenden Jahr soll das gesamte Gelände eingezäunt werden. Foto: Hanz
Zwei Elemente und ein Tor: Noch sind erst 150 Meter Zaun gebaut. Im kommenden Jahr soll das gesamte Gelände eingezäunt werden. Foto: Hanz

Zum Auftakt des Veranstaltungsreigens am 31. Mai stehen übrigens erst 150 Meter Zaun, die den Backstage-Bereich abgrenzen: Die Stadtverwaltung hatte einen andernorts abgebauten Zaun für die Freilichtbühne wiederverwendet. 2025 soll der Zaun dann ums ganze Gelände gezogen werden. Dafür muss noch ein neuer Auftrag vergeben werden.

Nach der Silent Party findet dann am 1. Juni 2024 das erste Konzert des Jahres statt: Ab 20 Uhr steht die Deep-Purple-Tribute-Band Demon’s Eye auf der Freilichtbühne Wiesmoor. Infos und Tickets: https://meinlieblingsevent.de/

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