Landesligist „feiert“ Klassenerhalt  Grün-Weiß Firrel verliert und ist dennoch vorzeitig gerettet

| | 22.05.2024 22:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Lukas Berghaus erzielte den späten Anschlusstreffer zum 2:3. Foto: Doden/Emden
Lukas Berghaus erzielte den späten Anschlusstreffer zum 2:3. Foto: Doden/Emden
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Die Ostfriesen unterlagen dem FC Schüttorf 2:3, aber auch ein „Jäger“ patzte. Und das deutlich. Auf die Firreler warten noch mindestens vier Spiele – und vielleicht ein Pokalfinale „to huus“.

Firrel - Die Sektkorken knallten bei Grün-Weiß Firrel am Mittwochabend nicht – denn das Saisonziel lautete nicht „nur“ Klassenerhalt. „Aber wir spielen ein weiteres Jahr Landesliga, der Klassenerhalt steht fest. Das bleibt von diesem Abend“, sagte Klubchef Johannes Poppen nach der 2:3-Heimniederlage gegen das Spitzenteam FC Schüttorf. Als die Firreler Partie Richtung letzte 30 Minuten abbog, waren die letzten theoretischen Zweifel am siebten Firreler Landesliga-Jahr in Serie beseitigt. Denn da war die Niederlage vom SV Holdorf amtlich. Mit 0:6 unterlag der SVH in der 30 Minuten früher angepfiffenen Partie in Friesoythe. Um sich noch zu retten, hätte Holdorf die letzten drei Spiele (inklusive Friesoythe) gewinnen und auf mehrere Firreler Pleiten hoffen müssen.

Spieldaten

Firrel: Hellmers; Koch, Gereke, Olbrys, Dierks, Janßen, Berghaus, Härtel, Karius, Suda, Re. Grotlüschen.

Tore: 0:1 Neesen (3.), 1:1 Suda (35.), 1:2 Neesen (55.), 1:3 Neesen (88.), 2:3 Berghaus (92.).

Firrels Trainer Bernd Grotlüschen hatte schon nach der 1:3-Niederlage gegen Gesmold am Samstag gesagt, dass sein Team sich nicht nur einfach retten wolle, sondern noch auf eine bessere Platzierung als den derzeitigen 12. Platz schiele.

Firrel hätte führen müssen

Doch dazu gab es zu Beginn des Spiels keinen Anlass. Der Tabellenvierte dominierte die Anfangsviertelstunde, zeigte sich dynamisch, offensiv und siegeshungrig. Schon nach drei Minuten besorgte Torjäger Richard Neesen die Schüttorfer Führung. „Aber dann kamen wir nach einer gewissen Zeit immer besser ins Spiel und hatten einige klare Chancen. Leider haben wir nur eine genutzt. Wir hätten zur Pause führen müssen“, sagte Johannes Poppen. Nur Manuel Suda traf nach 35 Minuten. Lasse Härtel und Felix Karius vergaben kurz zuvor auch noch zwei von einigen Hochkarätern.

Das sollte sich in der zweiten Halbzeit rächen. Schüttorf übernahm wieder mehr das Zepter und traf – wiederum durch Neesen – schnell zur erneuten Führung. „Danach hatten wir auch leider kaum noch gefährliche Offensivaktionen“, so Poppen. Die spielbestimmenden Gäste trafen durch den dritten Neesen-Streich zum 3:1. Das Anschlusstor von Lukas Berghaus in der Nachspielzeit viel zu spät. „Unterm Strich haben wir gegen einen guten Gegner verdient verloren“, so Poppen.

Strammes Firreler Programm

Die englischen Wochen gehen für Firrel nahtlos weiter. In der Liga folgen ab Sonntag in sieben Tagen noch die drei letzten Partien gegen Dinklage, gegen Garrel und in Friesoythe, bevor es am Dienstag, 4. Juni, im Bezirkspokal-Halbfinale zu Rot-Weiß Damme geht. Der Sieger der Partie hat am Samstag, 8. Juni, im Pokalfinale Heimrecht gegen den SV Holthausen-Biene.

Der könnte nun doch noch das Double gewinnen. Denn an der Spitze der Landesliga herrscht seit Mittwochabend neue Spannung. Tabellenführer SV Wilhelmshaven unterlag überraschend Vorwärts Nordhorn (1:3), Verfolger SV Holthausen-Biene erfüllte seine Pflicht in Mühlen (2:1).

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