Auswertung der Fußball-Saison  Von Engel bis Schiller – Kickers dominiert die Elf der Saison

| | 19.06.2024 16:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Emdens David Schiller schaffte es in die Elf der Saison. Foto: Doden/Emden
Emdens David Schiller schaffte es in die Elf der Saison. Foto: Doden/Emden
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Nach jedem Spieltag veröffentlichte unsere Zeitung eine Elf der Woche. Nun fand die Auswertung statt. Drei Vereine stellen mindestens zwei Spieler. Es gibt auch einen neuen „Nominierungskönig“.

Ostfriesland - 86 von 102 möglichen Punkten, zwischenzeitlich 18 Siege in Serie und am Saisonende 17 Punkte (!) Vorsprung auf den Tabellenzweiten TuS Bersenbrück – die Saisonzahlen vom Fußball-Oberliga-Meister BSV Kickers Emden sind herausragend. Kein Wunder also, dass nach der überragenden Saison Kickers auch die Elf der Saison unserer Zeitung dominiert. Mit Dennis Engel, Tobias Steffen und David Schiller schafften es drei Aufstiegshelden in die Saisonauswahl der elf am häufigst nominierten Spieler in der wöchentlichen Rubrik Elf der Woche.

Um in die Elf der Saison zu rücken, waren als Feldspieler letztlich mindestens vier Spieltagsnominierungen notwendig. Dahinter lauerten auch noch Dutzende Akteure, die es auf drei Nominierungen schafften. Auch in dieser Statistik war Kickers Emden mit Julian Stöhr, Kai Kaissis und Andre N’Diaye vorne mit dabei. Die Mitspieler Dennis Engel (4 Nominierungen/ Abwehr), Tobias Steffen (6/ offensives Mittelfeld) und David Schiller (4/ Angriff) spiegeln auch die homogene Emder Saison wieder. Mit guter Abwehrarbeit, einem starken Mittelfeld und einem immer gefährlichen Angriff dominierte Kickers in der Oberliga-Rückserie nach Belieben.

Viele Germania-Nominierungen

Auch die bärenstarke Spielzeit von Germania Leer findet sich in der Bestenliste wieder. Mit 85 von 96 möglichen Punkten bei nur einer einzigen Saisonniederlage (2:4 in Bunde) holte sich der VfL souverän die Bezirksliga-Meisterschaft. Torwart Lucian Cebotari war der einzige ostfriesische Keeper, der dreimal nominiert wurde. Er ist also die Nummer eins der Saisonelf unserer Zeitung. Hinein schaffte es mit vier Nominierungen auch Stürmer Piotr Gherman. Mit Ion Danilov, Nichita Murovanii und Valeriu Gaiu verpassten drei weitere moldawische Spieler einen Platz in der Startelf nur knapp. Sie kamen jeweils dreimal in die Elf der Woche, ebenso wie Kapitän Nick Kaßmann. Valeriu Gaiu wäre sicherlich auch in der Elf der Saison gewesen, hätte er schon in der Hinserie für Germania gespielt. Der überragende Außenverteidiger, der auch schon im Europapokal gespielt hat, wechselte erst im Frühjahr nach Ostfriesland.

Germania Leer spielte eine starke Saison und durfte im Mai die Bezirksliga-Meisterschaft feiern. Foto: Steenhoff
Germania Leer spielte eine starke Saison und durfte im Mai die Bezirksliga-Meisterschaft feiern. Foto: Steenhoff

Eike Schmidt vom Bezirksliga-Vizemeister TV Bunde ist der einzige Spieler neben Tim Schouwer (4) vom Landesligisten Grün-Weiß Firrel, der auch schon 2023 in der Saisonbesten-Elf dabei war. Die Tormaschine aus dem Rheiderland konnte ihr Ergebnis dabei sogar noch mal steigern. 2022/2023 war er fünfmal nominiert, diese Spielzeit achtmal. Damit wurde der 29-Jährige mit seinen 44 Toren und etlichen Vorlagen diesmal zum Nominierungskönig. Er löste damit Hauke Specht (6 Nominierungen, ehemals SV Großefehn) aus dem vergangenen Jahr ab. Da Schmidt im Sommer nun zum Oldenburger Bezirksligisten GVO wechselt, wird es 2025 wieder einen neuen „König“ geben.

Das waren die auffälligsten Frauen

Vielleicht wird es ja sein Bunder Mitspieler Markus Winkler? Der bald 36-Jährige gehörte als Mittelfeldmotor, Torschütze und Vorlagengeber zu den Leistungsträgern und stärksten Bezirksliga-Spielern der Saison. Das sorgte für vier Nominierungen, manch knapp verpassten Sprung in die Elf der Woche und einen Platz in der Saisonelf. Dort fanden auch die Abwehrspieler Manuel Menzel (4/ TuS Middels) und Felix Schütte (5/ TuRa 07 Westrhauderfehn) einen Platz – ebenso wie Larrelts Allrounder und in dieser Saison offensiv agierende Torsten Mammen (4). Der Kapitän schoss 21 Saisontore und landete mit Glen Sokoli (TuS Middels) und Leon Zimmermann (Germania Wiesmoor) auf Platz zwei der Torschützenliste.

Eike Schmidt wurde beim TV Bunde Anfang Juni verabschiedet. Foto: Damm
Eike Schmidt wurde beim TV Bunde Anfang Juni verabschiedet. Foto: Damm

Ebenfalls einen Platz in der Saisonelf verdient gehabt hätte sich Onno Janßen von TuRa 07 Westrhauderfehn. Auf seiner neuen Position im Mittelfeld zeigte der langjährige Abwehrspieler tolle Leistungen, die ebenfalls zu vier Nominierungen führten. Bundestrainer Julian Nagelsmann hätte die Nicht-Berücksichtigung sicherlich als „taktischen Härtefall“ bezeichnet. Insgesamt standen im Verlaufe der Spielzeit mehr als 200 verschiedene Namen in der Elf der Woche. Genau gesagt wurden 177 Spieler und 28 Spielerinnen mindestens einmal nominiert – die Saison davor waren es auch 177 Männer und 26 Frauen.

Bei den Spielerinnen verpassten Sophia Schalke von Aurichs U17-Juniorinnen aus der Bundesliga und die TiMoNo-Frauen Alina Murra und Lea Siemens aus der Oberliga mit jeweils drei Nominierungen knapp den Sprung in die Elf der Saison.

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