Gemeinde startet Ausschreibungen  Baubeginn für Feuerwehrhaus in Greetsiel noch in diesem Jahr

| | 26.06.2024 08:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Ausschreibungen haben begonnen: In Greetsiel wird bald das neue Feuerwehrhaus gebaut. Symbolfoto: dpa
Die Ausschreibungen haben begonnen: In Greetsiel wird bald das neue Feuerwehrhaus gebaut. Symbolfoto: dpa
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Nach einigen Unstimmigkeiten in der Vergangenheit kann in Greetsiel bald mit dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses begonnen werden. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Greetsiel - Es tut sich was beim Bau des neuen Feuerwehrhauses in Greetsiel. Die Gemeinde sucht nun nach Angeboten von Firmen für die erforderlichen Baumaßnahmen. Und dann könnte es schon bald losgehen: Mit den Entwässerungs- und Erdarbeiten soll noch in diesem Sommer begonnen werden.

Das geht aus aktuellen Ausschreibungen der Gemeinde Krummhörn hervor. Demnach sucht die Gemeinde auch nach Angeboten von Firmen für die Gründungsarbeiten, Elektroarbeiten, Blitzschutzarbeiten und Arbeiten an Grundleitungen im Rahmen des Neubaus des Feuerwehrhauses-Nord südwestlich von Greetsiel.

Baubeginn Ende August

Anfang des Jahres hatte der Landkreis Aurich die Baugenehmigung erteilt, den Bauantrag hatte die Gemeinde bereits im März 2023 gestellt. Nach den Ausschreibungen soll die Beauftragung der entsprechenden Firmen folgen. Die Bürgermeisterin der Krummhörn, Hilke Looden (parteilos), kündigte in der Vergangenheit an, dass man voraussichtlich im Mai oder Juni schon erste Aufträge erteilen könne. Ganz so schnell ging es nun doch nicht, aber Mitte Juli sollen die eingegangenen Angebote verlesen werden. Und danach könnte es auch schon schnell losgehen mit den ersten Bauarbeiten auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Kreisstraße 233.

Erste Elektroarbeiten auf dem Grundstück sollen, so wie auch die Entwässerungs- und Erdarbeiten, bereits in der 35. Kalenderwoche diesen Jahres stattfinden - das wäre Ende August. Danach soll es, so der aktuelle Zeitplan, im November mit den Gründungsarbeiten weitergehen. Die letzten gelisteten Arbeiten laut Ausschreibung sind weitere Elektroarbeiten, die bis zum März 2026 abgeschlossen worden sein sollen. Wann der gesamte Neubau fertig wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Aber in dem Gebäude soll es nach der Fertigstellung insgesamt sechs Fahrzeugstellplätze geben, dazu Schulungs- und Jugendräume, Büroräume und Umkleiden.

Neubau führte bereits einmal zum Eklat

Hintergrund des Neubaus vom Feuerwehrgerätehaus in Greetsiel ist der 2016 von der Gemeinde Krummhörn in Auftrag gegebene Feuerwehrbedarfsplan. Dieser wurde 2021 aufgefrischt und enthält auch einen Zeitplan für den Neubau von Feuerwehrhäusern in der Gemeinde. Diese neuen Feuerwehrhäuser wurden nach dem Zusammenschluss der Feuerwehren im Jahr 2018 nötig. Seitdem gibt es die Bereiche Nord (Greetsiel, Manslagt, Pilsum), Ost (Eilsum, Grimersum, Jennelt, Uttum), Mitte (Pewsum, Woltzeten, Canum), Süd (Loquard, Rysum, Campen) und West (Groothusen, Hamswehrung, Upleward), sowie die Feuerwehr in Visquard.

Doch der Zeitplan für die neuen Feuerwehrhäuser hatte sich immer wieder verschoben. Im Jahr 2019 hieß es noch, der Bau des Feuerwehrhauses in Greetsiel solle 2021 beginnen. Dieser Plan wurde nicht eingehalten. Im November 2022 drohten 32 Mitglieder der Feuerwehr-Nord sogar damit, aus der Feuerwehr auszutreten, sollte es keinen ordentlichen Fahrplan für den lange versprochenen Neubau ihres Feuerwehrhauses geben. Sie wollten mit diesem Schritt endlich Gewissheit darüber erhalten, ob und wann das Feuerwehrhaus nun gebaut werde. Dieser Massenaustritt konnte verhindert werden, Bürgermeisterin Looden hatte einen Zeitplan zumindest für den Neubau des Feuerwehrhauses Nord kommuniziert.

Auch mit den Bauarbeiten der anderen Feuerwehrhäuser in der Gemeinde soll es voran gehen, zumindest nach Plänen der Feuerwehrunfallkasse aus dem Jahr 2023: West solle 2026 in den Baubeginn gehen, Süd 2027. Das Feuerwehrhaus-Ost in Eilsum soll sogar noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Insgesamt sollen alle Feuerwehrhäuser bis 2030 fertig sein, so lautet der Plan.

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