Infrastruktur in Emden  Jetzt geht es an den Umbau der Nordseehalle

| | 02.07.2024 12:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zunächst bis Oktober 2024 geschlossen: die Nordseehalle in Emden. Foto: Schuurman
Zunächst bis Oktober 2024 geschlossen: die Nordseehalle in Emden. Foto: Schuurman
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Für 13,5 Millionen Euro soll die Nordseehalle in Emden zu einer Multifunktionshalle umgebaut werden. Los geht‘s mit der Dachsanierung. Die ist nicht ganz so teuer.

Emden - Wie es letztlich drinnen aussehen soll, wer sie alles nutzen kann und darf, das steht noch längst nicht im Detail fest. Aber die Entscheidung zum Umbau der 51 Jahre alten Nordseehalle zu einem Kultur-, Freizeit- und Sportzentrum ist getroffen, der Förderbescheid über viele Millionen Euro steht. Und damit können jetzt schon einmal die dringendste Sanierung starten. 655.000 Euro stehen dafür zur Verfügung, teilte die Stadt Emden mit.

Unter der Regie des Gebäudemanagements Emden (GME) wird zunächst die marode Deckenkonstruktion gemacht. Los geht’s in diesen Sommerferien, Ende September sollen diese Arbeiten bereits abgeschlossen sein.

Halle zurzeit für Veranstaltungen geschlossen

Um an die Leimbinder oder auch Brettschichtholz-Querträger heranzukommen, bedarf es einiger Vorarbeiten. So wird beispielsweise der Regieraum demontiert. Die Halle wird für die Sanierungsdauer abgestützt, um die Balkenlage zu sichern. Die Unterdecke und die vertikale Abseitenverkleidung werden entfernt, um die Brettschichtholz-Querträger auszutauschen. Beschädigte Firstgelenke und Stahlteile werden überarbeitet und Elektroleitungen im Arbeitsbereich werden neu verlegt.

Gearbeitet wird in der Nordseehalle zurzeit eher hinter den Kulissen: Hier starten die Vorbereitungen zum großen Umbau. Foto: Schuurman
Gearbeitet wird in der Nordseehalle zurzeit eher hinter den Kulissen: Hier starten die Vorbereitungen zum großen Umbau. Foto: Schuurman

Die Halle kann während dieser Sanierungsarbeiten natürlich nicht für Veranstaltungen oder andere Dinge genutzt werden. Ab Oktober stehe sie zunächst wieder zur Verfügung, sagte Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Nachfrage. Auch während des Gesamt-Umbaus soll die Halle immer wieder in Teilen nutzbar sein. Für viele Veranstaltungen steht derweil auch das Festspielhaus am Wall zur Verfügung.

Langwierige Prozesse

Aber bis es mit der Umgestaltung der Nordseehalle weitergeht, wird es tatsächlich noch einige Zeit dauern. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des ersten Quartals 2025 das Nutzungskonzept fertig entwickelt und den Beschluss durch den Rat erwirkt zu haben, heißt es seitens der Stadt. Dann muss das Projekt noch EU-weit ausgeschrieben werden. „Dieses bedingt einen sehr komplexen und bedauerlicherweise auch langwierigen Prozess“, heißt es in der Mitteilung. Daher könne auch der Planungsauftrag erst im ersten Halbjahr 2025 vergeben werden.

Der Rat der Stadt Emden hatte im Oktober 2023 bereits einstimmig das Okay für den Umbau der Nordseehalle zu einer Multifunktionshalle gegeben. Schon vorab hatte die Stadt auch den Förderantrag auf den Weg gebracht. Der Positiv-Bescheid über 45 Prozent der geplanten Umbausumme von 13,5 Millionen Euro gab es im März dieses Jahres. Sechs Millionen Euro bekommt die Stadt aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ vom Bund dazu.

Große Planungsrunde

Sogleich wurde eine umfangreiche Projektgruppe eingerichtet, die sich über die Planungen zu Bau und Sanierung, der künftigen Nutzung und der weiteren Quartiersentwicklung austauscht. Auch dies dürfte ein langwieriger Prozess sein, weil viele Beteiligte mit an den Tisch müssen. Neben den Baufachleuten sind dies vor allem die Nutzer: Schulleitungen, Kulturevents und auch der Stadtsportbund.

Schließlich ist das Ziel des Projekts der Umbau und die Weiterentwicklung der Nordseehalle Emden zu einem multifunktionalen, barrierefreien Treffpunkt. Die Halle soll öffentlich zugänglich sein und als modernes Zentrum für Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen dienen, schreibt die Stadt. „Dabei sollen die Bedürfnisse einer familienfreundlichen und sportlich aktiven Stadt erfüllt und energetische Standards umgesetzt werden.“

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