Mehrere Bezirkspokal-Spektakel SV Großefehn siegt im Elferschießen – Larrelter 4:3
In der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokals gab es interessante Ostfriesen-Duelle. Aurich kegelte Esens raus. Pewsum und Larrelt kamen nach Rückständen noch weiter.
Ostfriesland - Am Mittwoch gab es gleich mehrere unterhaltsame Zweitrunden-Bezirkspokal-Spiele mit ostfriesischer Beteiligung. TuS Pewsum und SF Larrelt/FA Wybelsum gewannen ihre Partien nach Rückständen noch. Der SV Großefehn jubelte nach dem Elfmeterschießen beim Heidmühler FC.
SpVg Aurich – TuS Esens 2:0 (1:0)
Im Duell zweier Favoriten auf die Bezirksliga-Meisterschaft waren die Auricher laut Trainer Claudio Casto die dominierende Mannschaft. „Wir haben in der Höhe verdient mit 2:0 gewonnen – und es spannender gemacht als nötig“, sagt Casto. Er hatte im Vergleich zum Ligaspiel in Middels fünf neue Kräfte gebracht – darunter auch Jan Sabath, der vor anderthalb Wochen von Kickers Emden nach Aurich wechselte. Der junge Angreifer traf, wie schon gegen Middels, auch gegen Esens. Nach Vorarbeit von Yahya Berete schloss Sabath aus 20 Metern zur Führung der SpVg ab (20.). In der zweiten Halbzeit vergaben die Auricher laut Casto gleich drei Doppelchancen auf das 2:0. Das hätte sich beinahe gerächt. Denn Manuel Meints besaß in der 84. Minute die Riesenchance auf den Ausgleich. Doch Lars Küßner im Auricher Tor hielt auf der Linie überragend. In der Nachspielzeit erzielte Dirk Frerichs nach einem Steckpass des ebenfalls eingewechselten Moustapha Camara den 2:0-Endstand.
Tore: 1:0 Sabath (20.), 2:0 Frerichs (90. +4).
FC Norden – TuS Pewsum 2:3 (2:1)
„Pewsum ist durchaus der verdiente Sieger“, sagt Nordens Trainer Thomas Jakobs. Dabei hatte seine Mannschaft nach sieben Minuten bereits mit 2:0 geführt. Kevin Mennenga hatte eine schöne Kombination mit dem Tor zur Führung abgeschlossen. Schlitzohr Jens Bakker legte nur kurze Zeit später mit einer Direktabnahme aus 40 Metern über den verdutzten Nils Ludwig im Pewsum-Tor nach. „Dann haben wir gut verteidigt. Die Pewsumer haben aber nicht nachgelassen, haben uns permanent gestresst. Die waren wirklich griffig“, so Jakobs. Nach einem von Norden nur unzureichend geklärten Standard erzielte Jannis Langheim den Anschlusstreffer, Heiko Visser glich kurz nach der Pause mit einem platzierten 16-Meter-Schuss aus. Dem 3:2 der Gäste ging ein Ballverlust von Matthias Giesenberg voraus. Brayan Asprilla luchste dem Norder Abwehrchef den Ball, war auf und davon und schob ein (64.). Der junge Torwart Henning Dreier verhinderte in seinem ersten Pflichtspiel für die FCN-Herren weitere Pewsumer Treffer. In der Schlussphase sah Nordens Djoume Conde wegen Nachtretens die Rote Karte.
Tore: 1:0 Mennenga (5.), 2:0 Bakker (7.), 2:1 Langheim (22.), 2:2 Visser (49.), 2:3 Asprilla (64.).
SF Larrelt/FA Wybelsum – SV Wallinghausen 4:3 (2:2)
„Verteidigen ist nicht unsere DNA“, fast Larrelts Trainer Marten Sandmann das Ergebnis einer Teambesprechung nach der 1:2-Auftaktpleite und dem dort gespielten defensiven Ansatz zusammen. „Das hat uns allen nicht so gefallen“, so Sandmann. So gingen die Larrelter das Pokalspiel gegen Wallinghausen wieder offensiver an – und prompt gab es wieder ein Torspektakel. 4:3 hieß es am Ende. Die Gäste gingen nach einer Ecke durch Nide-Jack Muwenge in Führung (6.), prompt glich Wilko Feldmann mit dem ersten Traumtor an diesem Tag aus (7.). Noch vor der Halbzeit gelangen auch Wallinghausens Lukas Günsel und Larrelts Nils Boeckholder tolle Treffer. 2:2 stand es somit zur Pause. Nils Boekholder stellte auf 3:2 (53.), Kevin Genske glich per Foulelfmeter aus (75.). Nach einer Ecke sorgte Viktor Tierbach für das letzte Tor an diesem Tag – 4:3 für Larrelt.
Tore: 0:1 Muwenge (6.), 1:1 Feldmann (7.), 1:2 Günsel (22.), 2:2/3:2 N. Boekholder (45./53.), 3:3 Genske (75.), 4:3 Tierbach (78.).
Heidmühler FC – SV Großefehn 5:7 n.E. (2:2/3:3)
Der SV Großefehn zog auf dramatische Weise in die dritte Pokalrunde ein. Nachdem der SVG in der 90. Minute noch per direkt verwandelten Freistoß den 3:3-Ausgleich hinnehmen musste, gewann er nach Elfmeterschießen. Mit dem entscheidenden vierten Großefehn-Elfmeter machte Kay Gerdes alles klar. „Das Spiel hat von außen Spaß gemacht, es ging hin und her“, schildert Anton Gorst, der für den ortsabwesenden SVG-Trainer Bi Le Tran das Kommando übernahm. „Jede Mannschaft hatte so ihre Phasen im Spiel.“ Die Ostfriesen erwischten auf dem Heidmühler Kunstrasen einen Traumstart. Andreas Flessner nach einer Ecke per Kopf und Klaas Bikker nach einem langen Ball brachten den SVG in Führung – 2:0 nach 13 Minuten. Justin Wollmer glich mit einem Doppelpack noch vor der Pause aus. Janek Freudenberg brachte Großefehn mit einer sehenswerten Direktabnahme wieder in Front (67.). Max Weickerts Freistoßtor kurz vor Schluss sorgte dafür, dass eine Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Hendrik Weßling hielt den ersten Elfer, ein weiterer Schuss von Heidmühle ging über das Tor – ebenso wie der Versuch von Holger Wulff. Alle anderen SVG-Schützen (Janek Freudenberg, Nils Buschmann, Ralf Aden und Kay Gerdes) trafen.
Tore: 0:1 Flessner (8.), 0:2 Bikker (13.), 1:2/2:2 Wollmer (33./42.), 2:3 Freudenberg (67.), 3:3 Weickert (90.).