Schwere Saison für Leeraner  Sechs Pleiten zum Start – wie will Germania die Kurve kriegen?

| | 13.09.2024 15:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bisher gab es für Germania Leer nur Niederlagen in der Liga. Foto: Doden/Emden
Bisher gab es für Germania Leer nur Niederlagen in der Liga. Foto: Doden/Emden
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Der Landesliga-Aufsteiger ist als einziges Team der Liga noch ohne Punkt. Vor dem Heimspiel gegen Schüttorf zieht Trainer Erhan Colak eine Zwischenbilanz und nennt Lösungen, um die Wende zu erreichen.

Leer - Solch eine lange Niederlagenserie hat auch Erhan Colak weder als Spieler noch als Trainer erlebt. Mit sechs Pleiten in Serie ist Aufsteiger Germania Leer in die Saison der Fußball-Landesliga gestartet. Da ist der Coach dann auch als Psychologe gefragt. In dieser Rolle nimmt er den Kopf nach oben und richtet den Blick positiv nach vorne – was bleibt ihm auch anderes übrig. „Wir werden am Sonntag gegen Schüttorf einen neuen Anlauf unternehmen, erstmals zu punkten – ganz klar. Die Qualität dazu haben wir“, sagt Erhan Colak. Die Partie gegen den FC Schüttorf beginnt um 15 Uhr.

Trainer Erhan Colak muss derzeit jede Woche Aufbauarbeit betreiben. "Die Jungs wissen aber, wo wir ansetzen müssen." Foto: Doden/Emden
Trainer Erhan Colak muss derzeit jede Woche Aufbauarbeit betreiben. "Die Jungs wissen aber, wo wir ansetzen müssen." Foto: Doden/Emden

Dass der Unterschied zwischen der ostfriesischen Bezirksliga und der Landesliga Weser-Ems sportlich mehr als die eine Spielklasse auf dem Papier ist, ist hinlänglich bekannt. Nur Grün-Weiß Firrel schaffte es in den vergangenen Jahren sich in der Landesliga zu halten und zu etablieren. Die anderen Meister TuS Esens, Concordia Ihrhove, TV Bunde und auch schon Germania Leer stiegen meist direkt wieder ab. Droht das den Germanen nun auch?

25-Jähriger zweitältester Spieler

So weit will Erhan Colak gar nicht blicken. „Wir wollen uns einfach endlich mal belohnen. Wir haben in jedem Spiel in vielen Phasen schon gut mithalten können, leider nicht über die volle Distanz. Fehler wurden dann schnell bestraft“, so der Coach. Dabei gab es nach den Abgängen einiger moldawischer Leistungsträger im Sommer auch keine erfahrenen Neuzugänge. Das Team, das laut Colak Potenzial besitzt, sei sehr jung. Es fehlt auch an Erfahrung und Ruhe in kritischen Momenten. Viktor Martian ist mit 29 Jahren der älteste Spieler im Team, dann kommt schon Kapitän Nick Kaßmann mit 25.

Tipp

Leer - Schüttorf 1:1. Wenn die Germanen in der Defensivarbeit die Fehler minimieren, könnte mit großen Einsatz gegen kriselnde Gäste der erste Punkt drin sein. Aber nur dann.

Der Schlüssel, den Bock umzustoßen, sei laut Colak, auch mal eine Führung länger zu halten und dann „über Umschaltaktionen nachzulegen“. Bei den jüngsten Pleiten gegen die Topteams Nordhorn (1:5) und in Bevern (2:5) führten die Germanen. „Da haben wir es lange gut gemacht, nach den Gegentoren fehlte uns dann aber teilweise die Stabilität. Die brauchen wir aber.“

Mit dem FC Schüttorf kommt nun ein als Spitzenteam gehandelter Gegner, der sich derzeit aber in ungewohnten Tabellenregionen aufhält. Die Grafschafter haben erst fünf Punkte. Auch dort ist die Lage angespannt. „Das ist bei denen vermutlich auch Kopfsache. Sie werden mit absolutem Fokus anreisen. Wir wissen, dass auch diese Aufgabe sehr schwer wird“, sagt Colak. Was er damit auch sagt – kein Spiel ist für einen ostfriesischen Aufsteiger einfach. Die Niederlagenserie sei nervig, so Colak. „Wir werden uns irgendwann belohnen“, sagt der Trainer und ergänzt als Psychologe: „Ich hoffe, dass irgendwann schon diesen Sonntag ist.“

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