Das ändert sich beim Preisgeldturnier Neuerung beim Ostfriesland-Cup – nun kommen Gruppenspiele
Jedes Team hat ab dem nächsten Jahr somit mehr garantierte Spiele. Organisator Manfred Bloem erklärt das Konzept, die Idee dahinter und warum auf zwei Gruppenspiele der Vierergruppen verzichtet wird.
Ostfriesland - Seit Dienstag rollt der Ball in der reformierten Champions-League mit einem neuen Wettbewerbsmodus. Auch der von den Organisatoren schon mal als „ostfriesische Champions League“ titulierte Ostfriesland-Cup wird seinen Modus kommendes Jahr ändern. Das gaben die Turniermacher Manfred Bloem und Ewald Adden nun bekannt.
Beim Ostfriesland-Cup spielen seit einigen Jahren die 16 ranghöchsten ostfriesischen Mannschaften – inzwischen mit Ausnahme von Kickers Emden – um den Turniersieg. Doch anders als in den vergangenen Auflagen wird es diesmal keine Achtel- und Viertelfinals geben, sondern Gruppenspiele. Die Sieger der vier jeweiligen Gruppen qualifizieren sich dann für die Halbfinals am 23. und 24. Juli 2025. Das Endspiel findet am Sonntag, 27. Juli, statt – auf der Sportanlage bei einem der Halbfinalsieger. Auch das ist neu bzw. wird wieder eingeführt. In diesem Sommer wurde das Endspiel auf dem Auricher Ellernfeld ausgetragen, Bezirksligist TuS Pewsum besiegte den Ostfrieslandligisten Süderneulander SV 4:0.
Bloem sieht nur Vorteile
„Durch die Gruppeneinführung gibt es nur Vorteile für die Teilnehmer, nur Gewinner“, sagt Manfred Bloem im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein Vorteil für acht Mannschaften, die ansonsten nach dem Achtelfinale ausgeschieden waren: Sie haben nun mehr als nur ein garantiertes Spiel und auch ein Heimspiel. Dort fließen die Catering-Einnahmen zu 100 Prozent in die Vereinskasse.
Allerdings sind es nicht – wie üblich – drei Gruppenspiele pro Team. Vier Vierergruppen soll es geben. Jede Mannschaft bestreitet nur zwei Gruppenspiele, trifft also auf einen Gegner nicht. „Der Zufall, sprich die Auslosung, bestimmt dann, wer gegen wen spielt. So ist es ja zuvor auch bei den Achtelfinals gewesen. So hat aber jede Mannschaft ein garantiertes Heimspiel mit den entsprechenden Einnahmen“, nennt Bloem einen weiteren Vorteil.
15, 19 oder 25 Spiele?
Dass man in der Gruppe nicht jeden gegen jeden spielen lässt, habe einen einfachen Grund. „Das bekommt man zeitlich einfach nicht hin in den Turnierwochen. Ich bin aber überzeugt, dass das neue Konzept den Mannschaften gefallen wird.“ Waren es bisher 15 Turnierspiele, sind es nun 19 – mit einer kompletten Gruppenausspielung wären es sogar 25 geworden. „In 30 Tagen ist das nicht zu schaffen, das können auch wir Organisatoren und Ehrenamtliche nicht leisten.“
Nur die Gruppensieger qualifizieren sich für die Halbfinals. Sollten zwei Mannschaften punktgleich sein, entscheidet die Tordifferenz, dann die Anzahl der geschossenen Tore. Ist das alles identisch, kommen die Ergebnisse der Elfmeterschießen zum Tragen. Diese werden vorsorglich nach jedem Spiel ausgetragen.
Pewsum ist in der West-Gruppe
Weil die Zuschauerzahlen im vergangenen Jahr in vielen Spielen – besonders werktags – die Veranstalter nicht zufriedenstellten, wird dieses Jahr Anfang Juni in Middels auch nicht frei gelost. Die qualifizierten Mannschaften werden dann in vier regionale Töpfe eingeteilt, die dann jeweils eine Vierergruppe sind: West, Ost, Nord und Süd. „Wir wollen dadurch viele Derbys und auch kurze Wege für die Fans. Wer in welchen Topf kommt, weiß man erst, wenn alle 16 Teams qualifiziert sind.“
Fest steht bisher nur, dass der TuS Pewsum als Titelverteidiger in der West-Gruppe eingeteilt ist und das Eröffnungsspiel am Sonntag, 29. Juni, bestreitet. Ebenfalls schon sicher dabei sind Germania Leer und Grün-Weiß Firrel als derzeitige Landesligisten. Neu ist ab nächstem Jahr ebenfalls, dass Firrel nicht mehr automatisch Heimrecht besitzt. Weil die Grün-Weißen zu den Mitgründern des Vorgänger-Turniers Apollo-Cup gehörten, genossen sie diesen Sonderstatus.
Wie hoch sind die Gesamtprämien?
Die anderen 13 Startplätze gehen an die ersten acht Mannschaften der Bezirksliga und die ersten Fünf der Ostfrieslandliga. Sollte der schon qualifizierte Titelverteidiger TuS Pewsum unter den ersten Acht stehen – was wahrscheinlich ist –, rückt der Tabellenneunte nach.
Die Mannschaften können sich vermutlich wieder auf rund 36.000 Euro Prämien in Form von Geld und Sachpreisen (Trainingslager, Ausrüstung) freuen. „Die letzten Sponsorengespräche stehen nun an. Es sieht aber gut aus“, so Bloem.