Nach tödlichem Unfall  Mehr Sicherheit auf gefährlichem Kreisel in Stapelmoor

| | 28.09.2024 09:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ortsvorsteher Bernhard Siemons hat seit Jahren auf die Gefahren am Kreisel in Stapelmoor hingewiesen. Jetzt werden seine Forderungen umgesetzt. Foto: Gettkowski
Ortsvorsteher Bernhard Siemons hat seit Jahren auf die Gefahren am Kreisel in Stapelmoor hingewiesen. Jetzt werden seine Forderungen umgesetzt. Foto: Gettkowski
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Nach dem tödlichen Fahrradunfall im Mai soll der Kreisel in Stapelmoor sicherer werden. Was ist geplant?

Stapelmoor - Ortsvorsteher Bernhard Siemons kritisiert die Beschilderung des Kreisels in Stapelmoor schon sein Jahren. Nun werden seine Forderungen umgesetzt. „Ich bin froh, dass endlich etwas passiert. Der Kreisel wird jetzt vor allem für Fahrradfahrer sicherer“, freut sich Siemons.

Die Diskussion über die Beschilderung war entfacht, nachdem dort am 13. Mai 2024 eine 74-jährige Frau bei einem Verkehrsunfall getötet worden ist. Ein Lastwagenfahrer hatte die Fahrradfahrerin auf dem Kreisel offenbar übersehen. Das Fahrzeug des 68 Jahre alten Lastwagenfahrers, das aus Richtung Stapelmoorerheide kam, soll zunächst gestanden haben. Just im Moment des Anfahrens, kam offenbar die Fahrradfahrerin und prallte mit dem Lastwagen zusammen.

Geänderte Rechtslage

Nach dem Unfall sah der Landkreis Leer zunächst noch keinen Anlass, für die Änderung der Verkehrsführung. „Aus langjähriger Erfahrung weiß man: Auch wenn am Kreisel nur eine Fahrtrichtung erlaubt wäre, würden einige Verkehrsteilnehmer trotzdem den kürzesten Weg nehmen – auch gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung“, teilte Landkreissprecherin Maike Kuch einen Monat nach dem Unfall dieser Zeitung auf Anfrage mit. „Am Kreisel weisen Verkehrsschilder Autofahrer darauf hin, dass Radfahrer aus beiden Richtungen kommen können. Sie sind also vorgewarnt.“ Nach einem Ortstermin mit Vertretern des Landkreises Leer (Straßenverkehrsamt sowie Straßen- und Tiefbauamt), Mitarbeitern der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich und Vertretern der Polizei wurde die Situation ausführlich analysiert. „Dabei wurden der aktuelle rechtliche Stand der Straßenverkehrsordnung und die dazugehörenden Verwaltungsvorschriften erörtert“, teilte Landkreissprecherin Maike Kuch jetzt mit.

Die bisher im Kreisel erlaubte Nutzung des Radwegs im Uhrzeigersinn sei nach heutiger Rechtslage nicht mehr zulässig. „Unsere Verkehrsbehörde hat sie daher aufgehoben“, so Kuch. Die Hinweisschilder würden nun angepasst. Auch die Sicht auf die Schilder soll verbessert werden. „Radfahrer dürfen nur noch in Fahrtrichtung fahren – also entgegen des Uhrzeigersinns“, stellt die Landkreissprecherin klar.

Am 2. Oktober sollen die Arbeiten am Kreisel abgeschlossen sein. Dann gilt dort für Fahrradfahrer auch eine neue Verkehrsregelung. Sie dürfen nur noch entgegen dem Uhrzeigersinn durch den Kreisel fahren. Foto: Gettkowski
Am 2. Oktober sollen die Arbeiten am Kreisel abgeschlossen sein. Dann gilt dort für Fahrradfahrer auch eine neue Verkehrsregelung. Sie dürfen nur noch entgegen dem Uhrzeigersinn durch den Kreisel fahren. Foto: Gettkowski

Es werden zur besseren Verdeutlichung außerdem noch Fahrrad-Piktogramme aufgebracht. Auch die Größe der Schilder sei geprüft und der Örtlichkeit entsprechend angepasst worden. „Dabei wurden ebenfalls zur Verdeutlichung der Verkehrssituation weitere Verkehrszeichen aufgestellt: Vorfahrt gewähren/Kreisverkehr“, so Maike Kuch abschließend.

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