Bald ist alles fertig Nochmal Vollsperrung in Hesel
Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt von Hesel gehen gut voran. Schon bald kann der Verkehr wieder in beide Richtungen fließen.
Hesel - Noch in diesem Monat könnten die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Hesel zu Ende gehen. „Es geht zügig voran“, sagt Gemeindedirektor Joachim Duin. Die Baufirmen hätten gute Arbeit geleistet, so dass schon ab dem 21. Oktober 2024 Fahrzeuge wieder auf der B 436 in Richtung Aurich fahren können. Vorher wird es aber noch eine Vollsperrung geben.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich ist für die Sanierung der Fahrbahn zuständig. Für den letzten Teil zwischen der Einmündung Oldenburger Straße und der Einmündung Poststraße werde derzeit die Asphaltierung vorbereitet. Seit Beginn der Arbeiten an diesem Abschnitt kann dort nur in Richtung Leer gefahren werden. Vom 14. bis 20. Oktober wird die Straße jedoch für den gesamten Straßenverkehr gesperrt.
Freude über guten Baufortschritt
In dieser Zeit soll die alte Fahrbahn abgefräst, neu asphaltiert und anschließend die Fahrbahn markiert werden. Ab dem 21. Oktober sei dann damit zu rechnen, dass der Verkehr wieder in beide Richtungen, also auch aus Leer/Holtland kommend in Richtung Aurich, fließen kann. Schon vorher, ab dem 11. Oktober, sollen die Geh- und Radwege beiderseits der Ortsdurchfahrt fertig werden. Dort sollen nur noch Restarbeiten erfolgen.
Bewährt habe sich eine wöchentliche Baubesprechung mit den Firmen und der Straßenbaubehörde, sagt Duin. Er lobte insbesondere die Arbeit der Unternehmen Koch und Hermann Janssen, die trotz zusätzlicher Arbeiten nach wie vor gut im Zeitplan liegen. Darüber freut sich auch Bürgermeister Gerd Dählmann: „Wir sind eben nicht Stuttgart 21, sondern Hesel 24.“ Natürlich hänge es noch vom Wetter ab, ob die anvisierten Termine eingehalten werden.
Umbau verlief weitgehend reibungslos
Letztlich sind Umbau und Sanierung der Ortsdurchfahrt aus Sicht der Gemeinde relativ reibungslos verlaufen. „Natürlich wissen wir um die Nachteile für die Gewerbetreibenden an der Straße“, sagt Dählmann. Deren Verluste durch die Bauarbeiten könne man nicht ausgleichen. Es habe sich jedoch eine Chance geboten, die man nicht habe vergeben können. Damit meint der Bürgermeister, dass der fahrradfreundliche Umbau der Ortsdurchfahrt in einem Zug mit der Fahrbahnsanierung durchgeführt werden konnte.
Später wurde entschieden, schon jetzt Leitungen für Glasfaser zu verlegen, um nicht für den kommenden Netzausbau die Wege wieder aufreißen zu müssen. Außerdem profitiere Hesel davon, dass die Sanierung der Oldenburger Straße ebenfalls jetzt erfolgt und die Rechtsabbiegespur in Höhe der Tankstelle verlängert werden konnte. „Die Kosten für die Nebenanlagen konnten 50:50 mit der Landesstraßenbaubehörde geteilt werden“, nennt Dählmann ein weiteres Argument. Für Fußgänger und Radfahrer steht jetzt mehr Platz zur Verfügung, trotzdem hat die Straße für den motorisierten Verkehr die gleiche Breite wie vorher. Die Rückmeldungen dazu seien durchweg positiv, sagt der Bürgermeister.
Härtetest für Anwohner der Seitenstraßen
Die Bauarbeiten hatten im März dieses Jahres begonnen. Sie gingen mit vielen Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer einher. Die B 436 konnte nur noch in Richtung Leer befahren werden, wer von Leer aus in Richtung Aurich unterwegs ist, soll eigentlich eine weiträumige Umleitung nutzen. Das machen jedoch nicht alle: Die Folge ist, dass einige kleinere Straßen als „Abkürzung“ dienten. „Für die Anwohner war das eine echte Härte“, sagt Dählmann. Vor allem am Anfang hatten zudem einige Auto- und sogar Lastwagenfahrer vergeblich eine Verbindung durch die Siedlung Am Timmersberge gesucht.
Die Linienbusse mussten ebenfalls eine abweichende Route fahren. Dafür steht ab Ende Oktober die neue, weit großzügigere Haltestelle gegenüber der Apotheke zur Verfügung. Dort wird es außerdem eine Möglichkeit geben, Fahrräder geschützt unterzustellen. „Wir erhoffen uns davon neue Möglichkeiten“, sagt Dählmann. Wer mit dem Rad zu Haltestelle komme, könne dort auf den Bus umsteigen.
Digitalanzeige wie in der Großstadt kommt
Noch fehle die Echtzeit-Anzeige für die Busverbindungen. Auf diesen elektronischen Tafeln kann man später sehen, wann die Busse eintreffen – wie man es aus Großstädten kennt. Der Landkreis Leer hat diese Anzeigetafeln mitfinanziert, Dählmann hat diese als Kreistagsmitglied mitbeschlossen. „Das wird auch Aufmerksamkeit für den Bus erzeugen“, ist er sicher. Möglich sei der Ausbau der Haltestelle gewesen, weil ein Anlieger bereit war, die Fläche dafür an die Gemeinde Hesel zu verkaufen.
Auf Nachfrage lassen Bürgermeister Dählmann und Gemeindedirektor Duin offen, ob es eine offizielle Wiedereröffnung der Ortsdurchfahrt geben wird. Es gebe bereits Überlegungen dafür, doch ein Termin stehe noch nicht fest.