Hauptstraße Stapelmoor saniert Straße wird ausgebessert – Wer ist als Nächstes dran?
Bald wird die Hauptstraße in Stapelmoor für Arbeiten gesperrt. Welche Projekte stehen noch an und wieso?
Weener - Mit Sperrungen und Umleitungen hatten die Rheiderländer kürzlich einiges zu tun. Die Sanierung der Bundesstraße 436 war ein großes Projekt, das Anfang November beendet war. Auch die Emsbrücke nah der Meyer-Werft war lange nur einspurig, ins Rheiderland gab es teils lange Staus. Nun startet bald eine weitere Maßnahme mit Vollsperrung – allerdings eine vergleichsweise kurze: In der kommenden Woche wird an der Hauptstraße in Stapelmoor (Landesstraße 31) gearbeitet.
„Nur wenige Tage, voraussichtlich bis Ende nächster Woche“, sagt Johannes Booken, Sprecher der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Aurich. Die Straßenbaubehörde ist für Bundes- und Landesstraßen zuständig. Die Kosten der Maßnahme betragen etwa 50.000 Euro.
Warum immer zum Ende des Jahres?
Dass kurz vor Jahresende spontan an vielen Stellen gebaut werde, ist ein Vorurteil, das sich wacker hält. Frank Buchholz, Leiter der Straßenbaubehörde, will dies ausräumen, wie er im September gegenüber dieser Zeitung sagte. „Wir gucken nicht Ende Oktober in den Geldsack, ob noch Geld da ist, und setzen dann einfach Maßnahmen um“, sagt der Behördenleiter. Natürlich schaue man, ob noch Mittel zur Verfügung stehen. Doch dann setze man Maßnahmen um, die man bereits geplant habe.
Wo warten noch mehr kaputte Stellen?
Nicht nur in Stapelmoor wird ein Stück der Straße erneuert. Booken hat eine Liste der anstehenden „sogenannten Profilierungsarbeiten“ zusammengestellt. So nennt man die Arbeiten, wenn besonders betroffene Schadstellen saniert werden, erklärt er. Diese können wenige Meter oder mehrere Hundert Meter lang sein.
- L17 Möhlenwarf
- L31 Stapelmoor
- L21 Detern
- L18 Remels
- L17 Wymeer
- L30 Burlage
- L16 Bunde
Alle aufgezählten Strecken seien in den kommenden Monaten dran.
Welche größeren Sanierungen stehen im Kreis Leer an?
Neben der Ausbesserung besonders großer Schäden sind Anfang kommenden Jahres im Kreis Leer auch größere Baumaßnahmen geplant, wie ein Blick ins Archiv zeigt. Beispielsweise in Remels sind gleich drei Baumaßnahmen ab Dezember geplant.
Warum werden einige Straßen saniert, andere nicht?
Beispielsweise die Ortsdurchfahrt in Remels ist immer wieder Grund für Reibereien. Unter anderem aus der Politik gibt es immer wieder Forderungennach einer Sanierung der Straße. „Den Bedarf, den es auf den Landesstraßen gibt, können wir nicht so abdecken, wie wir wollen“, sagte Frank Buchholz im Oktober. Skeptisch zeigt sich auch der Rechnungshof mit Blick auf das Land bei der Frage, ob es in den kommenden Jahren gelingt, den Zustand der Straßen zu verbessern. Bis zum Jahr 2027 würden für den Erhalt der Straßen, Brücken und Radwege mindestens 158 Millionen Euro fehlen, so das Fazit der Haushaltsprüfer. „Das Land hat seine Infrastruktur zu lange vernachlässigt und muss hier stärker Prioritäten setzen“, wird Sandra von Klaeden, Präsidentin des Landesrechnungshofs in einer Mitteilung zitiert.
„Es gibt in der Qualität der Straßen eine große Diskrepanz“, so Buchholz. Während er sich bei den Bundesstraßen eher fragen lassen müsse, warum die eigentlich gute Straße schon wieder saniert werde, sei das bei den Landesstraßen anders. Dort gebe es einen erheblichen Sanierungsbedarf. Der Grund: Geld. Die Bundesmittel seien laut Buchholz so berechnet, dass sie für die Sanierung der Straßen ausreichend wären. Bei den Landesmitteln müsse man genau schauen, welche Straße unbedingt gemacht werden müsste. Da schaffe man es derzeit nicht, die Qualität der Straßen, die in Schulnoten kategorisiert werden, zu halten.