Politikerin aus Ostfriesland  Landeschefin Junker tritt bei den Linken aus

Martin Alberts Jonas Bothe
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Von Martin Alberts und Jonas Bothe
| 05.01.2025 16:20 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Franziska Junker spricht im März 2023 während ihrer Vorstellungsrede für die Wahl zur neuen Landesvorsitzenden auf dem Landesparteitag in Hannover. Nun hat sie die Partei verlassen. Foto: Matthey/DPA
Franziska Junker spricht im März 2023 während ihrer Vorstellungsrede für die Wahl zur neuen Landesvorsitzenden auf dem Landesparteitag in Hannover. Nun hat sie die Partei verlassen. Foto: Matthey/DPA
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Wenige Wochen vor der Bundestagswahl tritt die Landesvorsitzende der Linken in Niedersachsen aus der Partei aus. Gegenüber unserer Redaktion erklärt die Ostfriesin Franziska Junker diesen Schritt.

Leer/Hannover - Die bisherige Landesvorsitzende der Linken in Niedersachsen, Franziska Junker aus Neukamperfehn, verlässt nach inhaltlichen Differenzen die Partei – und das mit sofortiger Wirkung, wie sie unserer Redaktion am Sonntag mitteilte. „Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, jedoch bin ich nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass ich meine politischen Überzeugungen und Ziele in einem anderen Rahmen besser verwirklichen kann“, schreibt Junker.

Zum BSW wechseln will Franziska Junker nicht

Die Ostfriesin bildete seit März 2023 bei den Linken in Niedersachsen eine Doppelspitze mit Thorben Peters. Sie habe sich mit vollem Engagement für die Partei eingesetzt. „Dennoch habe ich festgestellt, dass sich meine Ansichten und die Richtung, in die sich die Partei entwickelt, zunehmend voneinander entfernt haben“, so Junker. „Es ist mir wichtig, in einem Umfeld zu arbeiten, das meine Überzeugungen widerspiegelt und in dem ich aktiv zur positiven Veränderung unserer Gesellschaft beitragen kann.“ Einen Wechsel zum Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schließt Junker allerdings aus, wie sie auf Anfrage unserer Redaktion sagte.

Junker war erst Mitte Dezember zur Direktkandidatin der Linken für den Bundestags-Wahlkreis Unterems gewählt worden. Bei der Aufstellung der Landesliste eine Woche später war sie allerdings leer ausgegangen. Mit dieser Entscheidung habe ihr Entschluss, die Partei zu verlassen, jedoch nichts zu tun, sagte Junker. Sie habe schon länger über einen Austritt nachgedacht.

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